Demonstrieren Cannabis Aktivisten für Menschen oder Konzerne?

Cannabis Aktivisten für Konzernlegalisierung?

Cannabis Freigabe – für Konzerne oder Bürger?

Selbst wenn die bisherige Cannabis Legalisierung in Nordamerika große regionale Unterschiede aufweist, so zeichnet sich das Konzept der Konzernlegalisierung ab. Konzerne drücken mit ihrer Lobby Gesetze durch, die wiederum Eigenanbau unterbinden, den Mittelstand raushalten und damit den Green Rush Milliardenmarkt für Konzerne absichern. Mit einem Oligopol lassen sich die Preise leichter manipulieren. Möglicherweise werden auch Regelungen durchgedrückt, die wiederum den Produktionsaufwand erhöhen, um mit gleicher Gewinnmarge zu kalkulieren. Wollen Cannabis Aktivisten die lang erhoffte Cannabis Freigabe für Konzerne oder für Bürger?

Was ist das Aktivistenproblem, wieso spielt es der Konzernlegalisierung in die Hände? Teil 1 vom Zweiteiler:
Cannabis legalisieren – das Aktivistenproblem

Wenn nach der Cannabis Legalisierung der einfache Marihuana Konsument vor dem Tresen steht und die Preise nicht zahlen kann, macht er sich wahrscheinlich weiterhin strafbar. Die Konzernlegalisierung ist also ein System der Ablasszahlung für die Wohlhabenden, die sich aus dem Cannabisverbot raus kaufen dürfen. Doch wer mittellos ist, der kann mit starken Konsummustern arm bleiben oder muss weiterhin Repression befürchten.

Dennoch springen viele Cannabis Aktivisten auf diese Entwicklung zur Konzernlegalisierung jubelnd auf, teils auch wissentlich, da sie wiederum in privater Sache ihren Anteil wollen. Profitorientierte Unternehmer sollten sich fragen, ob sie gegen die Konzerne konkurrieren können oder wenigstens eine Nische finden werden.

Cannabis Aktivisten, die in eigener Sache nur um ihr Pöstchen kämpfen, der Konzernlegalisierung zujubeln und sich mit ihrem „Einsatz“ eine „Anschlussverwertung“ erhoffen, sollten ebenfalls nachdenken. Mit all ihrem Geld können Konzerne auf dem normalen Arbeitsmarkt qualifizierte Personen rekrutieren. Wenn wir Cannabis Aktivisten vielfach schwierige, weniger qualifizierte oder schlecht präsentierbare Personen sind, stehen wir mit diesem Aktivistenproblem nicht alle direkt unter „Generalverdacht“? Wie genau sehen denn heutige Cannabis CEOs aus? Anzug und Krawatte mit studiertem Gesicht, welches aus ganz anderen Kreisen stammt. Wollen die etwas mit „uns“ zu tun haben?

Konzernlegalisierung für Profite? Oder Legalisierung für Bürger?
Marihuana – viel Geld mit der Konzernlegalisierung?

Cannabis Aktivisten gegen Repression und Konzernlegalisierung

Wer diese ganze Problematik um das Aktivistenproblem versteht, der sieht direkt, dass der Kampf um die Cannabis Freigabe gar nicht so einfach ist. Es kann eine Fakelegalisierung für die Konzerne geben, in der die rechtlichen Rahmenbedingungen eine Zwangsjacke bleiben oder man sich als mittelloser Konsument mit starkem Konsum wiederum strafbar macht. Als Gegenbeispiel können wir eine bürgernahe Cannabis Freigabe erstreiten, damit wir selber ein paar Pflanzen anbauen, verarbeiten, besitzen, transportieren und auch mit eingeladenen Freunden konsumieren dürfen.

Um die Cannabis Legalisierung möglichst schnell für uns selber zu erreichen, braucht es zu den repressiven Kräften oder der Konzernlegalisierung eine starke Gegenöffentlichkeit. Wenn wir in dieser Ausgangssituation nicht alle zusammenwirken können, dann bleibt es wichtig, dass wir dennoch alle am Thema der bürgernahen Cannabis Freigabe weiterarbeiten. Bringen sich überall sehr viele Einzelpersonen oder kleine Zellen für eine Cannabis Legalisierung für uns selber ein, dann können wir die Entwicklung beschleunigen. Mit Glück werden wir sogar den Entwicklungsabschnitt der drohenden Fake-Legalisierung komplett überspringen, denn nichts anders ist eine Konzernlegalisierung.

Aktivistenproblem erschwert Cannabis Freigabe

Über zehn Jahre Mitwirkung und Beobachtung liegen diesem Video mit Zweiteiler zugrunde. Es zeichnen sich in der heißen Phase der Cannabis Legalisierung übergreifende Muster ab. Diese werden hier nicht auf ein geheimes Netzwerk mit Geheimabsprachen, sondern auf einen Automatismus zurückgeführt. Dieses Thema vom Aktivistenproblem schlummert sozusagen seit langem im Hinterkopf.

Wer diesen zähen Prozess der schleichenden oder auch falsch verlaufenden Cannabis Freigabe verfolgt, der wird mit dieser Serie die problematische Situation der Cannabis Aktivisten besser verstehen. Auch wenn verschiedene Einzelpersonen oder „Zellkerne“ kaum im Geiste zu beschränkt sein können und damit sehr wohl etwas für ihr Fehlverhalten können, so meinen es die Allermeisten mit dem Anliegen der Cannabis Legalisierung sehr ernst und aufrichtig. Doch aufgrund der schwierigen Ausgangslage, der vielen Meinungen und des vielfach schwachen Durchhaltewillens kommt es umso mehr darauf an, dass wir mit möglichst vielen Cannabis Aktivisten möglichst konstruktiv weitermachen, zur Not eben jeder für sich in seinem Umfeld.

Für das Video zum Aktivistenproblem liefen im Hintergrund einige Stichpunkte auf dem Teleprompter, die ich hier anfüge. Möglicherweise verbessert das parallele Mitlesen das bessere Verständnis von diesem umfangreichen Problem und dem trägen Vorankommen in der internationalen heißen Phase der Cannabis Legalisierung.

Video-Analyse zum Cannabis Aktivistenproblem mit Lösungsansatz

Die minimal angepassten Teleprompter-Notizen zum Aktivistenproblem

(Die Zeitmarken für YouTube und die Stellen in Klammern wurden zusätzlich ergänzt.)

1: Zur Ausgangssituation

  • 03:16 Wir sind in der heißen Phase der Cannabis Legalisierung – der entstehende Eindruck: die Luft ist bei vielen raus und die öffentliche Resonanz weiterhin übersichtlich. Unsere Gegner würden uns alles am liebsten wieder umtreten, um in ihrer kleinen Machtwelt recht gehabt zu haben und auch wirtschaftlich weiter profitieren zu können.
  • Viele wollen auf den fahrenden Zug aufspringen – aber aus Eigeninteresse und mit der Legalisierung als Aushängeschild.
  • 04:28 Für „Sofakiffer“ ist das alles weiterhin nicht wichtig genug, diese haben keine Zeit oder Lust und das Thema ist unbequem.
  • Der Mischkonsument entsetzt sich – „Wenn ich auf Demo oder als Aktivist auffalle, was dann?“
  • 07:20 Der sozial angepasste Kiffer zeigt sich mit dem Schmuddel-Thema ungerne aus Angst um das Stigma.

07:53 Die Situation: Echte Cannabis Aktivisten haben eine starke persönliche Motivation. Hinzu kommen laufend noch mehr Leute, die ihr Pöstchen oder ihren Profit suchen und nicht immer konstruktiv arbeiten.

09:11 Klarstellung: Die konstruktiven Neulinge sind mir immer willkommen, da Kraft aus der Masse kommt.

2: Wer ist dann noch Cannabis Aktivist?

  • 10:00 Patienten – häufig mit „Defiziten“ belastet, aber vielfach bürgerlich wirkend und damit öffentlich sehr gut „vorzeigbar“. Cannabis Patienten, teils Senioren-Hippies, die das alles kennen, sind seit vielen Jahren „der Motor der Legalisierung“, da diese aus der Not heraus legalisieren müssen – Patienten schaffen es jedoch nicht alleine.
  • 11:10 Repressionsopfer – häufig durch Stigma auf der Strecke geblieben, wollen nicht mehr ausgegrenzt werden.
  • 12:16 Führerscheinopfer – massive Einschränkungen oder Verschlechterungen im Alltag bringen die Leute zum Nachdenken.
  • 13:24 Angehörige und Nahestehende oder beruflich Einblickende – diese Personen müssen sich das Trauerspiel ansehen und werden aus Solidarität aktiv.
  • (15:26 Paradoxon Repression.)

3: Das Aktivistenproblem

  • 16:33 Gesundheitliche, wirtschaftliche und Stigma-behaftete Einschränkungen erschweren alles.
  • Wer qualifiziert ist, der arbeitet meist für Geld und nicht im Ehrenamt. Mangelnde Qualifikationen machen vieles unmöglich.
  • Wer Arbeit oder Familie hat, dem fehlt häufig die Zeit oder es bestehen beim „Schmuddelthema“ Bedenken wegen des drohenden Stigmas.
  • 17:29 Die typischen Pöstchenkämpfer brauchen die Gruppe und das Thema der Cannabis Freigabe nur als Bühne und kämpfen lediglich ums Pöstchen.

18:12 Wer als überwiegender Teil der Cannabis Aktivisten überbleibt hat kein Geld, keine Zeit, keine benötigten Fähigkeiten oder ist als stigmatisierte gescheiterte Existenz kaum noch für seriös wirkende Öffentlichkeitsarbeit geeignet.

4: Das zwischenFAZIT

  • 18:42 Von vielen bleiben wenige über, die durch ihre Situation ein starkes Handicap haben.
  • Davon hat jeder den Masterplan, Diskussionen um die Cannabis Freigabe dauern länger als eigentliche Arbeiten.
  • (19:43 Stigmatisierte Ausgegrenzte.)
  • 22:39 Tendenziell haben kontraproduktive und zersetzerische Personen möglicherweise krankheitsbedingt viel mehr Durchsetzungsenergie oder Bremsenergie – die Cannabis Legalisierung wird zum Feigenblatt für den Pöstchenkampf.
  • Viele, teils nur im Hintergrund tragenden Personen, müssen auch aus Selbstschutz wieder Abstand gewinnen und haben damit recht, in diesen Situationen an sich selber zu denken.
  • 24:10 Damit wird Kontraproduktiven das Feld überlassen, das deswegen überschaubar bleibt.
  • Es bilden sich räumliche oder inhaltliche Zellen, die sich abgrenzen, aber alle für sich klein und kraftlos bleiben.

5: Die Lösung – mein Masterplan

  • 24:45 Eine allumfassende gemeinsame Lösung gibt es nicht, auch wenn viele ihren Masterplan haben, der sich jedoch nicht umsetzen lässt.
  • 25:15 Wenn nicht alle zusammen, dann kann jeder für sich möglichst konstruktiv am Thema der Cannabis Legalisierung arbeiten und vernetzt sich möglichst nur mit ausgesuchten Personen.
  • 26:13 Wer in bestehende Gruppen geht: Schaut euch das erst an, bevor ihr denen euren „Masterplan“ offenlegt. Jeder von denen hat selber einen!
  • 26:41 Wer sich in einer guten Gruppe befindet, der muss diese von Pöstchenkämpfern und zersetzerischen Personen schützen und diese teils auch ausgrenzen, was in Vereinen kompliziert sein kann. Zur Info: Es können auch Leute, die man bereits kennt, vom Legalizer zum Pöstchenkämpfer mutieren oder mit diesen Tendenzen auffliegen.
  • 29:44 Ob Demo, Petition, Flyer, Website, Kommentieren oder sich selber informieren und dann Leute informieren: all das ist wichtig.
  • 30:17 Arbeitet an den Stellen, die sich anbieten und die ihr könnt. Setzt realistische Ziele und akzeptiert in Gruppen die Mehrheitsentscheidungen, da es sonst wenig Sinn ergibt. Keiner kann alles, schon wegen des Zeitmangels. Und keiner kann für alle anderen entscheiden, da alle in ganz anderen Realitäten leben oder ganz andere Vorstellungen haben.
  • 31:35 Seid nicht enttäuscht, wenn sechs Monate nach dem eigenen „Einsatzbeginn“ der Hanf noch nicht so richtig legal ist. Die Cannabis Freigabe ist ein Entwicklungsprozess, der auch nach der „Legalisierung“ noch weitergehen wird.

6: Was jeder ganz alleine kann

  • 32:39 Ihr könnt Veranstaltungen besuchen und damit unterstützen.
  • Ihr könnt legale Hanfprodukte nutzen und damit unterstützen.
  • 33:49 Informiert euch, um bei passenden Gelegenheiten andere zu informieren. Achtet aber darauf, eure Gegenüber nicht zu nerven, da der Effekt dann ins Gegenteil umkippt.
  • 35:23 Beteiligt euch an Petitionen, Umfragen, Diskussionen, wenn es sich anbietet und sinnvoll ist.

7: Bitte beachtet

  • 35:33 Wenn ihr euch auf Leute einlasst oder die Aktionen von Personen, Gruppen oder Unternehmen unterstützt: Schaut euch das vorher an, ob ihr das wollt. Es gibt neben den Blendern auch Verblendete oder Falschfahrer, denen man ihre Bühne nicht vergrößern muss.
  • Wenn ihr euch direkt oder mitlaufend auf etwas eingelassen habt und nach und nach bemerkt, dass es entgleist: Ihr könnt es versuchen, aber viele lassen sich nicht retten, springt dann rechtzeitig wieder ab! Sonst seid ihr es, die denen die Bühne geben, um das Trauerspiel länger am Leben zu halten.
  • 39:02 Zieht nach Rückschlägen Konsequenzen und macht wenigstens für euch oder mit bewährten Kontakten dennoch weiter.

8: Die Begründung

  • 40:39 Millionendemos oder Piratenregierungen würden die Cannabis Freigabe beschleunigten, diese wird es in unserer heutigen Welt so aber nicht geben.
  • Wenn nicht alle zusammenwirken, dann soll eben jeder für sich oder in kleinen Zellen am gemeinsamen Thema möglichst konstruktiv arbeiten.
  • Nicht Einzelpersonen, sondern millionenfache kleine Einzelleistungen bauen Kraft auf.
  • 41:07 Wir müssen daran weiter arbeiten, damit unsere Gegner uns nicht mit Medienkampagnen umwerfen oder eine Fake Legalisierung als Konzernlegalisierung durchdrücken.

9: Schlussgedanken

  • 42:42 Der Großteil der Cannabis Aktivisten möchte eine bürgernahe Legalisierung mit Eigenanbau, Eigenverarbeitung und ohne aufwendige Sicherheitsräume oder Tresore.
  • In Nordamerika ist die Legalisierung regional durchwachsen, es zeichnen sich dennoch deutliche Kräfte für die Konzernlegalisierung ab.
  • Viele Pöstchenkämpfer und Verblendete springen bei der Konzernlegalisierung auf, die mit ihrer Lobby alles unnötig kompliziert, um ihre Märkte zu sichern.
  • 43:30 Wer in der Konzernlegalisierung arm ist, macht sich für starke Konsummuster weiterhin strafbar und wird geahndet. Kiffer würden Menschen zweiter Klasse bleiben.
  • (45:28 Weiterhin strafbar?)
  • Deswegen kommt es auf die Kraft aus der Masse an, die für die bürgernahe Legalisierung eintritt und sich nicht von einem Dilemma ins andere treiben lässt.
  • (49:15 Der Großteil ist konstruktiv, kaputtmachen ist jedoch leicht.)
  • (50:13 Danke für eure Aufmerksamkeit.)

51:01 Damit bedanke ich mich für eure Aufmerksamkeit und hoffe, dass ihr mich abonniert und bei weiteren Themen wieder dabei seid, auch wenn diese immer wieder schwierig und unschön sind. Aber nur, wenn wir der Wahrheit ins Gesicht schauen, können wir ihr ein anderes Gesicht geben.

Cannabis Patienten sind die effektivsten Cannabis Aktivisten
Cannabis Aktivisten wollen Menschenrechte für sich und andere

Was ist das Aktivistenproblem, wieso spielt es der Konzernlegalisierung in die Hände? Teil 1 vom Zweiteiler:
Cannabis legalisieren – das Aktivistenproblem

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.