Vom Haschjunkie zum Cannabispatienten

Marihuana – von der Mörderdroge zum Medikament

Viele Cannabispatienten werden es bestätigen, dass sie noch vor wenigen Jahren eher wie ein Junkie behandelt wurden, als dass man sie als Cannabispatient für voll nahm. Man galt als Drogensüchtig, wenn das Marihuana abgesetzt wurde und die Symptome der Erkrankungen voll durch schlugen. Man würde kiffen, um high zu werden und wäre von der Mörderdroge krank geworden. Zuerst kommt der Drogenentzug, dann eine Drogentherapie und zur Behandlung der Erkrankung die üblichen Medikamente – die bei vielen jedoch nicht mehr wirkten oder alles sogar noch schlimmer machen. Innerhalb der letzten Jahre entwickelte man sich in der öffentlichen Wahrnehmung endlich vom Haschjunkie zum Cannabispatienten. Marihuana macht im öffentlichen Bewusstsein derzeit eine Entwicklung von der verschrienen Mörderdroge zum Medikament.

Durchaus kiffen viele, um high zu werden. Mit welchem Recht sollte Marihuana als Medikament deswegen nicht genutzt werden? Und was ist so schlimm daran, wenn jemand ab und an gerne high werden möchte? Selbst wenn vereinzelt jemand „abhängig“ wird und ständig zwanghaft kifft, so ist dieser Cannabiskonsument von etwas anderem nicht abhängig geworden, womit man in der Statistik vielleicht einen richtigen Junkie weniger hätte?

Wer als Cannabisgegner den Kiffer zum Haschjunkie erklärt, der kommt gerne mit der Einstiegsdrogentheorie, die bereits 1998 durch die sogenannte Kleiberstudie widerlegt wurde. Wer mit Haschisch anfängt, landet nicht automatisch beim Heroin. Wenn es schon vor Jahren Millionen Cannabiskonsumenten gab, dann müssten es heute Millionen Fixer sein, die es jedoch nicht gibt. Die Einstiegsdrogentheorie lässt sich bereits aus diesem Blickwinkel ohne wissenschaftliche oder empirische Studien widerlegen – so viele Heroinabhängige gibt es einfach nicht, wie es schon vor Jahren Cannabiskonsumenten gab!

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Vom Haschjunkie zum Cannabispatienten, mit Voporizer-App zeitgemäßer inhalieren

Warum der Cannabispatient wie ein Junkie erscheinen kann

Man führe sich vor Augen, dass eine schlimme Erkrankung einen plagt. Ob Schmerzen, Multiple Sklerose oder Rheuma, die Symptome dieser und anderer chronischer Leiden können einem die Lebensqualität rauben, die Erwerbsfähigkeit ruinieren, einen sogar zum stationären Patienten oder Pflegefall machen oder früh ins Grab bringen. Per Zufall wird an einem Joint gezogen, es geht einem sofort besser. Selbsterklärend ist, dass solche Patienten, die möglicherweise nicht einmal von der medizinischen Wirkung von Marihuana wissen, sehr schnell starke Konsummuster ausprägen. Wegen den überzogenen Argumenten der Cannabisverbote glauben diese Patienten möglicherweise selber, dass sie sich mit einem Rauschmittel betäuben und wegen der Droge ihre Leiden endlich mal für ein paar Stunden ertragen können. Dass sie Marihuana wie ein Medikament einsetzen, ist ihnen möglicherweise nicht direkt bewusst.

Wird solch ein Cannabispatient im Strafrecht oder auch mit seiner Krankenakte auffällig, wird ihm erklärt, er wäre drogenabhängig. All die Symptome beim Absetzen von Marihuana sind nicht wegen der Erkrankung, sondern wegen dem Drogenentzug derart schlimm, dass nach der Drogenentwöhnung noch eine Drogentherapie folgen muss. Es wäre ein langer Weg weg von der Drogensucht hin zu einem normalen Leben, wo man natürlich die üblichen Medikamente gegen die Erkrankung einnimmt. Die Krankheit wäre möglicherweise erst durch den schlimmen Drogenmissbrauch ausgelöst worden.

Es sind viele Cannabispatienten, die es in etwa so erlebt, aber nicht immer überlebt haben und sich nicht mehr wie ein Patient, sondern geächtet wie ein Junkie fühlten. So wurden und werden sie teils noch immer im Führerscheinrecht, bei der Jobvergabe oder auch bei Mietverträgen behandelt. Wer als Junkie gilt, wird abgewertet und „nach Unten einsortiert“. Wer wegen seinem Marihuanakonsum auf die Stufe von einem Heroin Fixer gestellt wird, der hat bessere Chancen, wirklich unter der Brücke zu enden, was für viele Patienten jedoch in absehbarer Zeit tödlich wäre.

Wer als Cannabispatient so dringend seine Hanfmedizin braucht, der würde sie immer wieder nehmen, solange, bis er vielleicht wirklich unter der Brücke als Drogentoter verendet.

Purjoint vor Mischschale, Feuerzeug und Mango
Gesünder raucht der Cannabispatient ohne Tabak mit dem Purjoint

Von der Mörderdroge zum Medikament – Marihuana in der Medizin

Die Politik, die Medien, die Mediziner, die Strafverfolgung, die Bildung sowie die Wirtschaft waren und sind teils noch immer durch überzogene oder sogar frei erlogene Argumente der Cannabisgegner derart indoktriniert, dass erst die Entwicklung des Alterns zu einem Umdenken führt. Viele Menschen haben in den wilden 70er Jahren ihren Marihuanajoint sehr genossen. Einige der Hippies konnten sich das Marihuanarauchen nie ganz abgewöhnen, sie rauchten deswegen aber nicht täglich Joints. Stellen sich mit dem Alter die üblichen Leiden ein, dann hat das Rauchen von Marihuana Auswirkungen, die ganz anders erlebt werden. Man hat starke Schmerzen, es wird ein Joint geraucht und schon ist alles wieder erträglich. Es geht nicht mehr um das High von der Droge, es geht einem als Cannabispatient darum, den Tag zu überstehen.

Viele haben den Cannabis sativa zum zweiten Mal entdeckt. In jungen Jahren wollten sie vom Kiffen high werden, im Alter nutzen sie Cannabis als Medizin. Ein weiterer Faktor ist, dass man sich gerne in der gleichen Altersklasse aufhält, wo also auch viele andere über Altersgebrechen klagen. Schon wird Marihuana in der Medizin von Patient zu Patient empfohlen, während der Arzt etwas von Droge und Drogensucht erzählt. Im gleichen Atemzug verschreibt der Arzt seine Pillen, die auf Dauer bis zum Organversagen führen können. Dem Cannabispatienten passiert das nicht, Marihuana schädigt keine Organe, sondern kann diese sogar schützen.

Was soll der Drogenkrieger denn jetzt den Jugendlichen erzählen, wenn Oma und Opa am Kiffen sind? Soll der Politiker, der Polizist oder der Psychiater erzählen, dass Opa bald Heroin spritzt und Oma auf den Strich schickt?

Ab 1996 war durch Volksentscheid Medizinhanf in Kalifornien auf Ebene vom Bundesstaat legal. Kalifornien kommt auf knapp 40 Millionen Einwohner und gilt als Seniorenresidenz innerhalb der USA. Das war der entscheidende Faktor für die heute stattfindende Cannabis-Legalisierung: Kiffende Senioren sind keine Junkies, Marihuana in der Medizin wirkt!

Infostand vom SCM, Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin
Marihuana in der Entwicklung von der Mörderdroge zum Medikament

Soll die Krankenkasse für alle Cannabispatienten Marihuana bezahlen?

Wer sich einmal die lange Liste an Leiden ansieht, bei denen Marihuana in der Medizin helfen kann, der kann sich 1 und 1 zusammen rechnen: In Deutschland könnten über eine Million Menschen durch die medizinische Behandlung mit Marihuana oder daraus gewonnen Wirkstoffen profitieren. Wenn ein Gramm Marihuana in der Apotheke derzeit über 20 Euro kostet und viele Patienten mehrere Gramm am Tag konsumieren, wären die Behandlungskosten für diese Arzneimittel vom Acker sehr hoch?

Dem gegenüber stehen Kosten für Medikamente, die durch Cannabis als Medizin eingespart werden. Weiterhin werden die Apothekenpreise nach der Anlaufphase deutlich sinken. Wenn nicht mehr ein paar Kilo, sondern etliche Tonnen Marihuana benötigt werden, müssen die Preise nachgeben.

Aber auch dann soll natürlich nicht jeder Cannabispatient einfach auf Krankenkasse beliebige Mengen Marihuana konsumieren. Die Ärzte müssen Erfahrungen sammeln, um dann die richtigen Patienten von den „Spaß-Patienten“ zu unterscheiden, die einfach von der Droge high werden wollen. Berechtigte Cannabispatienten erhalten so viel Marihuana auf Rezept, wie medizinisch sinnvoll ist. Wenn die Leiden nicht erheblich sind, kann der Cannabispatient jedoch ein Privatrezept zum selber Zahlen erbeten, in ein Drogenfachgeschäft gehen oder sich selber ein paar Pflanzen anbauen. So wäre es sinnvoll, solange die nicht medizinische Abgabe an Jugendliche durch Maßnahmen für den Jugendschutz unterbunden wird.

Das würde bedeuten, dass viele Cannabispatienten mit Anspruch auf Kostenübernahme für ihre Marihunamedizin es gar nicht beanspruchen würden. Sie würden es sich auf andere Weise beschaffen, da es für sie bequemer ist oder sie flexibler selber entscheiden könnten. Der Cannabispatient könnte nach einer Marihuana-Legalisierung also zum Arzt, in das Drogenfachgeschäft oder in den Growshop und Marihuanadünger sowie potente Hanfsamen kaufen. Mit Marihuana in der Medizin könnten auf der anderen Seite sehr hohe Medikamentenkosten eingespart werden. Unsere Gesellschaft könnte mit Glück durch das Medikament vom Acker große Geldmengen sparen, wenn die Preise sich erst einmal normalisiert haben.

Outdoor-Marihuana, der obere Blütenteil
Outdoor-Marihuana könnte überall fast kostenlos wachsen, auch in guter Qualität

Das Medikament als Droge missbrauchen?

Jeder wird schon einmal das Wort „Medikamentenabhängigkeit“ gehört haben. Viele Menschen versterben sogar an ihrem Medikamentenmissbrauch. Ob es Opiate, Benzodiazepine oder auch Ritalin ist, viele Patienten brauchen diese sehr bedenkliche Medizin nicht mehr oder brauchten sie noch nie. Sie gehen von einem Arzt zum nächsten, bis einer das Rezept ausfüllt. Schon hat man als legaler Junkie seinen Dealer gefunden. Teils lassen sich auch Junkies aus der Szene Medikamente verschreiben, die sie als Droge verkaufen, um Geld für Heroin zu erhalten. Das passiert, das ist Fakt, die Mediziner wissen das.

Wenn es Marihuana auf Rezept gibt und die Krankenkassen es zahlen, dann wird es künftig passieren, dass einige Cannabispatienten dem Arzt etwas vorkrücken, um ein paar Gramm mehr zu erhalten. Wer das anders sieht, sollte sich den oberen Abschnitt erneut durchlesen.

Auch der gewöhnliche Cannabispatient ist nicht automatisch ein perfekter Mensch. Genau wie in anderen Bereichen des alltäglichen Lebens werden einige auch beim Marihuana-Medikament die Gelegenheit nutzen. Warum sollte das beim Cannabis als Medizin anders als bei Opiaten als Medizin sein? Kein Mensch käme auf die Idee, wegen der Verfehlungen Einzelner die Opiate aus der Apotheke zu verbannen. Wenn der Cannabispatient wirklich ein paar Gramm mehr rausschlägt und dafür die Finger von den Opiaten lassen kann, dann wäre das Problem überschaubar.

Der Cannabispatient ist zumindest kein Haschjunkie. Wenn man ihm seine Marihuana-Medizin wegnimmt und er anschließend wie ein Junkie wirkt, dann ist es kein Drogenentzug. Es ist eine ungenügende Medikation, wegen der ein Cannabispatient sofort Marihuana konsumieren sollte. Genauso ist ein Diabetiker, der Insulin braucht oder jemand, der Mittel zum Senken vom Blutdruck braucht, kein Junkie. Solche Patienten sind dringend auf ein genügend wirksames Medikament angewiesen. Wenn jetzt in der öffentlichen Wahrnehmung diese Mörderdroge zum Medikament wird, dann wirkte Marihuana auch zuvor bereits medizinisch. Wer als Cannabispatient einst wie ein Junkie behandelt wurde, wird gerne bestätigen, dass Marihuana trotz der Drogenverbote auf dem Schwarzmarkt verfügbar ist und für viele ein Medikament sein kann. Ein legal regulierter Cannabismarkt kann allerdings die Qualität für Patienten und Konsumenten besser prüfen. Es kann zugleich ein besserer Jugendschutz umgesetzt werden, wenn Erwachsene belangt werden, die sich nicht dran halten.

Quellen:
https://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/ppg/forschung/cannabis/index.html

Nutzhanf, ökologisch gesünder als Baumwolle

Hanf gedeiht ohne Pestizide und hat bessere Textilfasern

Was hat der Drogenkrieg mit Jeanshosen, Seilen, Mikroplastik, Bodenerosion, Trinkwasser, Umweltgift oder gar Tschernobyl und Fukushima zu tun? Eine ganze Menge, da das Hanfverbot nicht allein unsere Freiheit, sondern auch unsere Gesundheit und unseren Lebensraum bedroht. Nutzhanf ist ökologisch gesünder als Baumwolle und gedeiht ohne Pestizide wie Insektizide, Herbizide oder Fungizide, womit das Trinkwasser nicht leidet. Hanf hat die besseren Fasern als Baumwolle, es entsteht kein Mikroplastik, Hanf schützt die Böden und verbessert diese. Nutzhanf kann selbst Umweltgifte und sogar strahlende Partikel aufnehmen und aus dem Boden ziehen, um diesen durch die Phytosanierung wieder nutzbar zu machen.

Ideologische Drogenkrieger haben die berauschende Wirkung von Marihuana nur für Panikmache genutzt. Mit der Angst vieler Mütter und der empörten Spießbürger wurde ein Feldzug gegen die ganze Pflanzengattung Cannabis vorangetrieben. Es ging zum einen um rassistische Motive, um Farbige, Latinos und Mexikaner zu diskreditieren. Zum anderen ging es darum, die gerade entwickelte Nylonfaser gewinnbringend auf dem Markt zu etablieren. Nutzhanf war der Konkurrent auch anderer wirtschaftlicher Interessen, den es als Gesamten zu verbieten galt.

Hanftextilien
Hanftextilien als Konkurrent der Synthetikfasern ist ökologisch

Nutzhanf wurde zusammen mit Marijuana verboten

Mit dem Marijuana Tax Act vom 01.10.1937 war dieses Marijuana als Droge der Farbigen, Latinos und Mexikaner noch nicht als Gesamtes verboten. Der legale und gewinnbringende Anbau von jedem Hanf war jedoch unmöglich, womit an diesem Tag das Quasiverbot der ganzen Pflanzengattung Cannabis in den USA ausgerufen wurde. Innerhalb der UNO wurde dieses „Drogenverbot“ 1961 über die Single Convention on Narcotic Drugs mehr oder weniger stark weltweit etabliert. Erst am 21.12.2018 wurde dieser Nutzhanf in den USA wieder legalisiert.

Selbst THC armer Nutzhanf wurde in den USA zwischenzeitlich nur während dem Zweiten Weltkrieg für kurze Zeit aus militärischen Gründen angebaut. Mit der Kinofilmkampagne „Hemp for Victory“ mussten die Farmer zum Hanfanbau mühsam überredet werden, so effektiv war die Hetze gegen Marijuana. Diese wurde zuvor mit der Kinofilmkampagne „Reefer Madness“ und den Boulevard-Medien von William Randolph Hearst vorangetrieben.

Das Ziel lautete, die Pflanzengattung Cannabis weltweit auszurotten und alle zu diskreditieren oder gar offen zu bekämpfen, die Hanf, Cannabis, Nutzhanf oder Marijuana nutzen. Die rassistische Motivation am Drogenkrieg wurde noch einmal durch Richard Nixon bestätigt, der den eigentlich bereits laufenden War on Drugs offiziell ausrief. Neben ethnischen Gruppen wurden auch ideologische wie die Hippies, die den Vietnam Krieg erschwerten, gezielt verfolgt.

Genau diese USA sind es nun, die aufgrund von Volksentscheiden schrittweise die Pflanzengattung Cannabis wieder legalisieren, womit ein weltweiter Impuls gegeben wird. Dieser kommt genau richtig, da unsere Welt am Kaputtgehen ist und Nutzhanf nicht lediglich gesünder als Baumwolle ist, dieser Nutzhanf ist zugleich sehr ökologisch und kann dazu beitragen, die Welt zu retten, in der wir leben, ohne die wir sterben.

Hanfseil
Robustes und haltbares Hanfseil, das nässebeständig für den Kriegseinsatz taugt

Warum ist Baumwolle nicht ökologisch?

Für den rentablen Anbau der Feldfrüchte wird mit Monokulturen gearbeitet, die ohnehin bereits bedenklicher sind. Nutzhanf verträgt sich gut mit sich selber und kann über viele Jahre als Monokultur ohne Kulturwechsel auf der gleichen Fläche angebaut werden. Baumwolle ist empfindlich gegen Schädlinge und Krankheiten, sie infiziert sich in einer Monokultur gegenseitig. Es werden deswegen große Mengen von Spritzmitteln eingesetzt. Das geht soweit, dass Unternehmen wie Monsanto genetisch veränderte Baumwolle erzeugt, die gegen Spritzmittel wie Glyphosat resistent ist. Das Unkraut wird solange mit Pestiziden kaputt gespritzt, bis superresistente Unkräuter, die Superunkräuter, entstehen und alles wieder Zunichtemachen. Das geschieht derzeit nicht nur in weiten Regionen der USA, womit unter verdeckter Hand über den Einsatz von noch bedenklicheren Pestiziden diskutiert wird.

Derzeit ist der Großteil der Baumwolle genetisch verändert, um angeblich wirtschaftlicher anbaubar zu sein. Der Farmer kann größere Mengen Pestizide auftragen. Er vergiftet sich selber, seine Böden und verseucht die Gewässer samt dem Trinkwasser, womit er zugleich die Folgegenerationen vergiftet. Es treten Schädigungen am Erbgut auf, die vererbt werden und möglicherweise noch Schaden anrichten, wenn das Grundwasser wieder weniger stark belastet ist.

Das ist nicht alles. Baumwolle braucht viel Dünger und sehr viel Wasser, womit Gewässer und das Grundwasser aufgebraucht werden, während Menschen kein sauberes Trinkwasser haben. Die derzeitige Landwirtschaft ist auf Phosphorit-Minen angewiesen, da sie mit der Ernte Phosphor vom Land weg trägt. Ohne Phosphor wird nichts wachsen, es müsste ein ökologischer Nährstoffkreislauf etabliert werden, da die Phosporit-Minen bald erschöpft sind.

Baumwolle verbraucht derzeit rund 2,4% der weltweiten Agrarfläche, aber rund 25% der Insektizide und rund 11% aller Pestizide werden hier versprüht. Baumwolle ist definitiv nicht ökologisch sowie Allergiker mit belasteter Baumwolle zu kämpfen haben. Diese Baumwolle konnte Hanffasern während der Industrialisierung im britischen Empire nur deswegen verdrängen, da sie aus Übersee billig importiert wurde und sich sehr einfach maschinell verarbeiten lässt. Nutzhanf hat längere und schwierigere Textilfasern.

Kleidung aus Nutzhanf, teils mit Baumwollanteil
Nutzhanf ist ökologisch gesünder als Baumwolle, auch für die Haut!

Warum ist Nutzhanf ökologisch?

Hanf kann ohne Ackergifte angebaut werden. Der Anbau von Nutzhanf verschlingt weniger Dünger und es wird weniger Wasser als für Baumwolle benötigt. Wenn es die Böden und Niederschläge hergeben, dann wächst Hanf innerhalb von 100 Tagen auf über 4 Meter Höhe. Dabei nimmt dieser Hanf den anderen Pflanzen das Sonnenlicht und erstickt selbst superresistente Unkräuter. Ganz ohne Spritzmittel wachsen auf Hanffeldern jedes Jahr weniger Unkräuter, da diese gar nicht mehr Samen bilden.

Nutzhanf kann auf guten Böden bis zu zwei Meter tief wurzeln und lockert sowie belüftet damit den Boden. Die Erdkrume kann Platzregen besser aufnehmen, um das Wasser und auch den Boden zu halten. Hanf bindet CO2 und produziert auf gleicher Fläche 4,1 mal mehr Zellstoff, als schnell wachsende Wälder, so US-Behörden noch kurz vor dem Hanfverbot.

Der Zellstoff der Hanfpflanzen kann häufiger recycelt werden, als es mit Zellstoff von Bäumen geht. Die Textilfasern der passenden Hanfpflanzen sind viel hochwertiger als Baumwolle. Textilien aus Nutzhanf werden länger halten, enthalten keine Giftstoffe und wirken antibakteriell. Wer ständig schwitzt und entsprechend riecht, der soll einmal Hanftextilien probieren. Diese nehmen den Schweiß auf, es bilden sich jedoch nicht die typischen Bakterien. Hanftextilien bleiben länger frisch und müssen seltener gewaschen werden. Auch das ist ökologischer als Baumwolle.

Hanf verbessert die Böden, ist als Rohstoff haltbarer und zugleich extrem flexibel. Aus den Hanfsamen können Farben hergestellt werden. Aus den Schäben, Fasern und Hanfsamen entstehen Verbundstoffe, die leichter und dennoch stabiler als Stahl sind. Henry Ford präsentierte 1941 sein Auto vom Acker aus nachwachsenden Verbundstoffen, angetrieben mit Pflanzenöl. Er hat es schnell „auf den Kompost“ gefahren, da die Erdöl-Industrie und auch andere Industriezweige bereits zu mächtig waren.

Hanffasern
Hanffasern sind vielseitig, robust und nässebeständig

Ökologischer Fußabdruck beim Hanf im Grünen

Unsere Erde ist endlich, unser Bevölkerungswachstum scheint unendlich, Kapitalismus muss unendlich wachsen oder wächst sich kaputt. Nun ist es soweit, dass man nicht einfach weiter ziehen kann, da wir als die Menschheit schon überall in Massen sind. Oder waren im Sprachverständnis um 1965, als es weniger als die Hälfte der heutigen Menschen gab, Begriffe wie Ökologischer Fußabdruck, nachhaltig, Bio, Fair Trade oder das gerade stattfindende sechste Massensterben ein Begriff? Dieses Sechste Massensterben wird vielen noch nicht geläufig sein, die Dinosaurier überlebten das fünfte Massensterben nicht.

Der Ökologische Fußabdruck rückt uns spät in unser Bewusstsein, vielleicht schon zu spät? Auch dann kann unser jahrtausendealter Begleiter, der Nutzhanf, das Übel wenigstens noch abfedern, damit wir als die Menschheit so glimpflich wie möglich durch den „Flaschenhals“ in ein neues Zeitalter eintreten.

Der nachhaltige Ackerbau ist dabei wichtiger, als viele sich bewusst sind. Böden geben nur dann etwas her, wenn sie erhalten werden. So erklären einige Forscher, dass Rom als einstiges Imperium an Hunger zugrunde ging, denn mit Hunger gehen Menschen auf die Barrikaden. Gerade Land in Hanglagen erodierte nach der Rodung und wurde komplett unbrauchbar, womit es bei wachsender Bevölkerung eine negative kritische Masse gab. Genau das passiert leider erneut zu dem Punkt, an dem unsere Rohstoffe und Energieträger auf dem Acker nachwachsen sollen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Nutzhanf

Dieser Nutzhanf ist ein schnell nachwachsender und damit nachhaltiger Rohstoff, der die Böden sogar regeneriert. Die gewonnene Biomasse hat viele Qualitäten, kann sehr haltbar verarbeitet werden und nach der Nutzung wird alles kompostiert. Zeitungen und Kartonagen können genau wie Textilien recycelt, kompostiert oder noch als Brennstoff verwendet werden. Hanfbeton, Dämmstoffe aus Hanf, Bioplastik, Verbundstoffe und andere auf ökologisch getrimmte Produkte aus Biomasse sind ungiftig. Gäbe es keine Zweitverwertung, könnte alles auf einer ungesicherten Müllhalde oder einer Abraumhalde entsorgt werden.

Die Hanffaser ist also nur ein Bestandteil der Hanfpflanze. Je nach Verwendungszweck werden unterschiedliche Hanfpflanzen angebaut, um weiche Fasern für Intimwäsche oder grobe Fasern für Seile zu gewinnen. Diese Hanffasern sind durchaus nässebeständig. Wenn sie in das Meer gelangen, dann braucht es jedoch keine Jahrhunderte, damit sie sich zersetzen. Genau das ist bei Synthetikfasern wie der Nylonfaser der Fall. Diese Kunststoffe zersetzen sich zuerst noch in Mikroplastik, welches sich wiederum in Organismen ablagert. Möglicherweise werden höhere Lebensformen in den Meeren bald aussterben, da sie das Mikroplastik nicht überleben? Es ist nicht allein das Plastik. Der Kunststoff nimmt verschiedene Giftstoffe aus dem Wasser wie ein Filter auf, womit die Meerestiere zusätzlich belastet werden.

Solange Nutzhanf nicht mit giftigen oder schädlichen Substanzen zusammen verarbeitet wird, bleiben die erzeugten Produkte ökologisch und werden die Umwelt kaum belastet. Der Nutzen vom Hanfanbau ist enorm, wenn Farmland regeneriert und erhalten wird sowie das Grundwasser später nicht mit Pestiziden verseucht ist.

Baustoffe aus Hanf für Wärmedämmung
Baustoffe aus Hanf für Wärmedämmung

Auf Baumwolle und Synthetikfasern verzichten?

Entscheidet der Verbraucher über das Angebot oder entscheidet das System darüber, was sich der Verbraucher leisten kann? Sicherlich ist Bio, Fair Trade, Öko oder im allgemeinen „nachhaltig“ viel besser, als nach einem kurzen Raubbau in der selbstgemachten Endzeit aufzuwachen. Überall dort, wo es im praktischen Alltag gut geht, sollen Verbraucher auf Baumwolle, Synthetikfasern und auch auf andere bedenkliche Rohstoffe wie fossile Rohstoffe verzichten. Wer gezielter konsumiert, der kann mit Glück ohne Verzicht weniger konsumieren und schützt die Welt bereits damit.

Hanffasern können der Baumwolle oder den Synthetikfasern weit überlegen sein. Vielfach sind sie das derzeit nicht, da die Nachfrage noch nicht eine entsprechende Produktion etablierte. Wer jedoch die Auswahl hat, der kann mit Hanfprodukten kaum etwas falsch machen. Ob als Rohstoff, Baustoff, Lebensmittel, Medizin oder auch Genussmittel: Im Vergleich zu den gängigen Alternativen ist Hanf das geringere Übel und sogar ökologisch gesund. Hanf ist Medizin für Menschen, Nutzhanf ist Medizin für die ganze Welt.

Quellen:
https://www.keine-gentechnik.de/dossiers/baumwolle-gentechnik/
https://utopia.de/ratgeber/bio-baumwolle-wissenswertes/
http://www.oeko-fair.de/kleiden-schmuecken/baumwolle/baumwollhandel/

Marihuana Eigenanbau – unter 1 Euro das Gramm!

Homegrow unter Kunstlicht, Outdoor-Growing ist noch günstiger

Die weltweite Cannabis Legalisierung nimmt Fahrt auf, eine Legalize-Meldung folgt der anderen. Selbst in Deutschland, Österreich und in der Schweiz wird immer offensichtlicher nicht mehr um das „ob“, sondern „wie“ diskutiert. In Kanada und vielen US-Bundesländern wird bereits ganz legal an Genusskonsumenten Marihuana verkauft. Vielfach werden den Cannabis-Konsumenten schlichtweg die Taschen leer gemacht, wobei der Marihuana Eigenanbau mit weniger als 1 Euro (oder Dollar) Unkosten pro Gramm für jeden halbwegs begabten Grower möglich ist.

Der Homegrow unter Kunstlicht ist leider nicht ökologisch. Wer einen Garten hat, der würde mit Outdoor-Growing noch mehr Geld sparen und die Umwelt schonen. Mit den richtigen Hanfsamen oder Hanfstecklingen wird selbst mit mitteleuropäischen Sommertagen ein erstklassiger Outdoor Marihuana Eigenanbau möglich.

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Geschäftemacher im Rausch der Cannabis Legalisierung

Marihuana Start Ups und Hanflobby im Ekelmodus

Aufgrund der Cannabis Legalisierung herrscht eine Goldgräberstimmung, die auch ihre Schattenseiten hat. Der Drogenmarkt ist die ganze Zeit bereits da. Das Verbot verhindert nicht den Konsum, sondern verlagert nur den Umsatz in den Schwarzmarkt, der keinen Verbraucherschutz kennt. Wenn dieser kriminalisierte Cannabismarkt innerhalb weniger Jahre zu einem legalen Markt wird, dann ist das für viele eine große Chance.

Die Geschäftemacher sind im Rausch der Cannabis Legalisierung und haben grüne Dollarzeichen vor den Augen. Viele dieser Geschäftemacher gründen Marihuana Start Ups, ohne wirklich Ahnung vom Stoff zu haben. Es geht um das schnelle Geld, die künftige Marktposition und damit auch um die Marktmacht.

Selbst die Hanflobby befindet sich in gewisser Weise im Ekelmodus, da vielen ihre Position wichtiger als das Thema ist. Jeder möchte einen wichtigen Posten einnehmen, um als Ansprechpartner bereits da zu sein, wenn die Geschäftemacher mit ihren Koffern voll Geld kommen. Es geht weniger um die Cannabis Freigabe mit legalem Eigenanbau von Cannabis, als um den eigenen Anteil vom grünen Geldkuchen.

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Investieren für Rendite – Marihuana Aktien kaufen?

Cannabis Aktien Crash droht nach Green Rush High!

Mit der Cannabis Legalisierung kann die legale Cannabisbranche in immer mehr Regionen mit immer mehr Produkten Fuß fassen. Der Green Rush ist nicht allein in Nordamerika bereits im vollen Gang, es herrscht internationale Goldgräberstimmung. Neben den Unternehmern haben auch die Anleger dicke grüne Dollarzeichen vor den Augen, viele wollen für die bessere Rendite Marihuana Aktien kaufen.

Die meisten Anleger, oder eher Spekulanten, hoffen auf das schnelle Geld. Sie wollen aus 10.000 Euro in den kommenden Jahren 100.000 machen. Mit der Cannabis Legalisierung kann der Spekulant einfach in alles investieren, wo Hanf dran steht, so der Irrglaube. Es droht bei einer Überhitzung leider der Cannabis Aktien Crash nach dem Green Rush High.

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Aus der Szene – Infos rund um Cannabis und Drogen