Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos https://hanftube.de Konsum, medizinische Anwendung, Repression – Freiheitskampf gegen Marktmacht – die Realität hinter dem Medienvorhang ist anders! Klickst du die rote Pille? Tue, 19 Nov 2019 17:06:32 +0100 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3 https://i0.wp.com/hanftube.de/wp-content/uploads/2018/12/cropped-favicon.png?fit=32%2C32&ssl=1 Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos https://hanftube.de 32 32 169342400 Ist Vaporisieren schädlich für die Lunge? https://hanftube.de/2019/10/31/ist-vaporisieren-schaedlich-fuer-die-lunge/ https://hanftube.de/2019/10/31/ist-vaporisieren-schaedlich-fuer-die-lunge/#respond Thu, 31 Oct 2019 15:36:51 +0000 http://hanftube.de/?p=1663 Marihuana vaporisieren ist gesünder als rauchen – doch einige bekommen Atembeschwerden. Hier gibt es Tipps zur Vaporizer Anwendung für Pollenallergiker.

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Vaporizer Anwendung – Tipps für Gräser- und Pollenallergiker

Beim Vaporisieren werden Kräuter wie Marihuana nicht verbrannt, sondern erhitzt. Die Inhaltsstoffe verflüchtigen sich und können eingeatmet werden. Es entstehen keine schädlichen Verbrennungsgase, der Vaporizer ist gesünder als Joint Rauchen – ist Vaporisieren eine gänzlich unbedenkliche Konsumform? Zumindest für Gräser- und Pollenallergiker nicht. Einige Vapos halten Stäube sehr gut zurück, da diese an Oberflächen anhaften oder die Luft durch einen Wasserfilter gereinigt wird. Andere Modelle lassen kleine Partikel durch, die damit eingeatmet werden. Für den normalen Konsumenten wäre es nicht schlimmer, als trockenes Heu an Kleintiere oder Schafe zu verfüttern. Doch der Gräser- und Pollenallergiker würde auf dieses Heu genau wie auf Marihuana bereits reagieren. Dann kann Vaporisieren schädlich für die Lunge sein, da durch die Immunabwehr allergische Reaktionen ausgelöst werden.

Eine Allergie ist nichts anderes, als eine Fehlfunktion im Immunsystem. Dieses soll uns vor Viren, Bakterien und sämtlichen schädlichen Keimen schützen. Doch der Allergiker reagiert auf harmlose Reize mit einer mehr oder weniger starken Immunabwehr. Während die Gräser- und Pollenallergie meist nur sehr ärgerlich ist, können andere Allergien wie gegen Erdnüsse einen schnellen tödlichen Verlauf nehmen. Wer jedoch auf Gräser- und Pollenflug reagiert und die Allergene inhaliert, der erfährt die allergische Abwehrreaktion an einer ungünstigen Stelle. Neben einer Enge im Brustraum und Atemnot tritt eine allgemeine Abgeschlagenheit auf. Die ständige Beeinträchtigung der Lunge kann möglicherweise eine chronische Bronchitis auslösen und zur Lungenkrankheit führen.

Wem es beim Anblick juckt, der gehört zu Gräser- und Pollenallergikern
Gräser- und Pollenallergiker finden das gar nicht schön

Byssinose oder Gräser- und Pollenallergie?

In der Textilverarbeitung wird bei einigen Verarbeitungsschritten von Baumwolle, Flachs oder Hanf die Lungenkrankheit Byssinose beobachtet. Feine Zellulose-Stäube scheinen die Verursacher zu sein. Sind diese fein genug, dann gelangen sie bis in die Lungenbläschen. Im Normalfall treten höchstens kurze Atemnot und Husten mit Auswurf auf. Die Stäube können sich jedoch in den Lungenbläschen ablagern. Wenn zugleich pflanzliche und bakterielle Allergene mit den Stäuben eingeatmet werden, können allergische Reaktionen einsetzen und eine Lungenkrankheit auslösen.

Die Byssinose wird in drei Stadien unterteilt. Im dritten Stadium wären bleibende Schäden an Lunge und Herzen mit dem Verlaufsmuster einer COPD nicht auszuschließen.

Wenn beim Vaporisieren die bereits erhitzten Kräuter umgerührt werden, damit die Vaporizer Anwendung alle Partikel wenigstens einmal genügend erhitzt, dann wird die Mischung viel feiner. Es entstehen sehr feine Stäube, die bis in die Lungenbläschen vordringen können. Unsere Lunge hat jedoch selbstreinigende Mechanismen entwickelt. Solange keine Giftstoffe inhaliert werden, sollte das alleine der Lunge keinen Schaden zufügen. Bei der überschaubaren Staubmenge, die beim Vaporisieren entsteht, wären Feinstäube der sogenannten Luftverschmutzung vermutlich das größere Problem. Wenn jedoch das Immunsystem auf Allergene anspringt, dann werden wie durch eine Entzündung auch gesunde Körperzellen angegriffen. Bei einer chronischen allergischen Reaktion in den Lungenbläschen können chronische Schäden nicht ausgeschlossen werden.

Die Beobachtung zeigt, dass bei hochwertigem Marihuana vermutlich nur Gräser- und Pollenallergiker empfindlich reagieren. Diese haben häufig bereits Hautrötungen, Heuschnupfen oder beim Mischen und anschließenden Reiben der Augen Augenreizungen, wenn sie Marihuanapflanzen oder die Blüten nur berühren. Wer kein Allergiker ist und ebenfalls Lungenprobleme bemerkt, der hat möglicherweise stark verstrecktes oder verschimmeltes Marihuana. Oder die Ursache wäre an noch anderer Stelle zu suchen. Zur Absicherung sollte für einige Wochen nicht mehr gekifft oder nur noch mit Wasserfilter gekifft werden, um gegebenenfalls einen Facharzt aufzusuchen, der einer Schweigepflicht unterliegt.

Harzende Marihuanablüte erfreut uns zum Vaporisieren, Allergiker vielleicht nicht
Harzige Blüte, kein schöner Anblick für Allergiker, auch nicht zum Vaporisieren

Tipps für die Vaporizer Anwendung

Wer als Gräser- und Pollenallergiker am Vapo zieht und Atemwegsbeschwerden feststellt, der sollte entweder auf Edibles umsteigen, oder aber seine Technik beim Inhalieren ändern. Da es für die Lunge letztendlich schädlich ist, Feinpartikel zu inhalieren, wäre das nicht nur Allergikern anzuraten.

Der einfachste Tipp für Gräser- und Pollenallergiker lautet, dass sie ihren Vaporizer generell mit einem Wasserfilter verwenden. Es muss deswegen meistens kein anderer Vapo gekauft werden, da diese Wasserkühler im Handel erhältlich sind. Meist lässt sich auf das Mundstück vom Vaporizer ein lebensmittelechter Schlauch anbringen, der wiederum an den Wasserkühler geklemmt wird. Theoretisch können sogar zwei Wasserkühler in Reihe geklemmt werden, um als Allergiker beim Vaporisieren wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Doch der nächste neue Vaporizer sollte einen Wasserfilter enthalten.

Wer keinen Wasserkühler an seinen Vaporizer anklemmen kann, der könnte noch immer ein feuchtes Taschentuch über das Mundstück legen. Auch dieses wird viele Feinpartikel zurückhalten. Ein Aktivkohlefilter allein lässt möglicherweise Kohlenstaub und andere Partikel durch und eignet sich eher für Joints und Bongs nicht allergischer Personen.

Pflanzenteile meiden, Extrakte verdampfen

Ein weiterer Tipp für Gräser- und Pollenallergiker wäre, auf Marihuana zu verzichten. Solange die Extrakte nicht mit Pflanzenöl gemischt werden, können sie in einigen Vapos auf einem Stahlpad oder anderweitig in ganz kleinen Mengen aufgetragen und verdampft werden. Es können selbst Kristalle verdampft werden, die einen Wirkstoffgehalt von über 99% enthalten. Diese sind meist als Reinstoffe und in Deutschland derzeit (2019) nur mit CBD erhältlich. Große Mengen reines THC können sehr unangenehm sein, Ängste auslösen und psychotische Zustände begünstigen.

Beim CBD Kristalle Vaporisieren liegen Erfahrungen vor. Der erste Zug schmerzte auf der Lunge, da es ungewohnt war. Es darf zuerst nur wenig inhaliert werden. Die Wirkung tritt schnell und effektiv ein. Auch andere reine Extrakte können zuerst auf die Lunge gehen, werden aber vermutlich keinerlei allergische Effekte beim Vaporisieren auslösen. Wer sehr reine Extrakte verwendet, der könnte direkt Dabben, es handelt sich um eine andere, sehr effektive Technik zum Verdampfen.

Vaporizer Wasserfilter können nicht an alle Vaporizer angebaut werden
Der Vaporizer Wasserfilter passt an den DaVinci IQ, nicht aber an den Firefly 2

Cannabinoide für Allergiker schädlich?

Wer als Gräser- und Pollenallergiker eine harzende Marihuanapflanze kaum noch anfassen kann, ohne rote Stellen mit brennendem Juckreiz zu kriegen, der sollte seine allergische Reaktion nicht auf THC oder CBD zurückführen. Es ist möglich, dass Marihuana mit Cannabinoiden, Terpenen, Terpenoiden und Flavonoiden Stoffe erzeugt, die allergische Reaktionen beim Berühren oder Vaporisieren begünstigen. Betroffene berichten, dass sie auf einige Strains empfindlicher als auf andere reagieren. Da all diese Pflanzen THC enthielten und CBD die Immunabwehr abschwächt und deswegen Autoimmunerkrankungen wie Allergien lindern kann, würden allergische Reaktionen auf andere Wirkstoffe oder Bestandteile zurückgehen müssen.

Viele Terpene, Terpenoide und Flavonoide verflüchtigen sich bei einer warmen und trockenen Lagerung in einer dunklen Kammer. Auch beim ausgiebigen Decarboxylieren (Link zur ToDo) werden sich diese Wirkstoffe mit niedrigerem Siedepunkt schon zu einem guten Teil verflüchtigen. Der Allergiker kann probieren, ob sein Marihuana dadurch weniger allergen wirkt.

Doch betroffene Allergiker erklären, dass es an der Technik vom Vaporizer liegt, ob das Vaporisieren schädlich für die Lunge ist. Wenn im Vaporizer mit und ohne Wasserkühler das gleiche Marihuana entweder schädlich oder unschädlich für die Lunge ist, dann wäre es unlogisch, aber nicht auszuschließen, dass einige Wirkstoffe und nicht nur Pflanzenpartikel vom Marihuana allergen wirken können.

THC, möglicherweise auch andere Cannabinoide und Wirkstoffe vom Marihuana, erweitert die Bronchien. Das Luftholen und auch ein Abhusten wird leichter. CBD dämpft die Immunabwehr und wird deswegen auch bei Transplantationen oder eben Autoimmunerkrankungen verwendet. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem zu stark, ein Dämpfen der Immunabwehr wirkt damit lindernd.

Das bedeutet, dass der Allergiker durch einige Cannabinoide profitiert und diese therapeutisch anwenden kann. Vor dem Cannabisverbot wurden sogar Asthma-Zigaretten in Apotheken verkauft, obwohl Rauchen damals gewiss ebenfalls als ungesund galt.

Video Vorschaubild zur Decarboxylierung Playlist

Ganz allgemein – ist Vaporisieren schädlich?

Als Konsumform ist Vaporisieren gewiss weit unbedenklicher als Rauchen. Für gesunde Menschen kann das Gefahrenpotenzial dieser Konsumform nach aktuellen Erkenntnissen ausgeklammert werden. Wer erklärt, dass es damit keine Unbedenklichkeitserklärung gibt, der sollte berücksichtigen, dass es diese für sehr viele andere alltägliche Sachen wie Zucker, Kaffee, Auto fahren, Leistungssport oder unsere Atemluft wegen des Feinstaubs ebenfalls nicht gibt.

Selbst Cannabis Patienten wird durch ihre Ärzte Vaporisiern empfohlen, da es weit weniger schädlich als Joint Rauchen ist, wenn bei dieser Konsumform überhaupt von einer Schädlichkeit gesprochen werden kann.

Das eigentliche Problem liegt in der Qualität. Hochwertiges Marihuana sollte weder Pestizide, noch Schimmel und schon gar keine Streckstoffe enthalten. So ist es auch bei daraus gewonnenen Extrakten, die für das Verdampfen zugleich kein Pflanzenöl enthalten dürfen. Es lassen sich neben Marihuana auch andere Kräuter vaporisieren. Theoretisch können Giftpflanzen verdampft werden. Dann wäre vaporisieren schädlich. Es ist zugleich möglich, dass einige Heilpflanzen als Tee oder als Eddible gesund sind, das Verdampfen jedoch ungesund und für die Lunge schädlich wäre, da die Wirkstoffe sich anders entfalten. Demnach wurde Weidenrinde vor dem Aspirin gegen Schmerzen und entzündliche Effekte verwendet. Der Geschmack beim Vaporisieren lässt vermuten, dass Weidenrinde beim Verdampfen schädlich ist.

Die eigentliche Frage lautet, ob einem Vaporisieren als Konsumform liegt. Wer als Gräser- und Pollenallergiker nicht nur wegen Marihuana immer wieder Lungenprobleme hat, der hat möglicherweise beim Ziehen Schwierigkeiten. Bei einigen Vapos muss lange gegen einen Widerstand gezogen werden, damit wenigstens etwas Nebel für die Wirkung entsteht. Bei anderen Vapos ist das Ziehen sehr einfach und der Dampf ergiebiger. Dennoch kann es für viele Konsumenten angenehmer sein, Tropfen unter die Zunge zu geben oder Edibles zu essen. Enthalten diese viel Zucker oder andere ungesunde Zutaten, gäbe es auch hier keine Unbedenklichkeitserklärung.

Weitere Informationen zum Themengebiet:
Vaporizer Anwendung – klare Gras Wirkung

Serie zum Decarboxilieren und Edibles:
Einfachste Marihuana Decarboxylierung und Extraktion

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Vaporizer Anwendung – klare Gras Wirkung https://hanftube.de/2019/10/26/vaporizer-anwendung-klare-gras-wirkung/ https://hanftube.de/2019/10/26/vaporizer-anwendung-klare-gras-wirkung/#respond Sat, 26 Oct 2019 13:41:55 +0000 http://hanftube.de/?p=1652 Joint Rauchen ist ungesund, benutze einen Vaporizer zum Kiffen. Erlerne die Technik zum Cannabis verdampfen – die Gras Wirkung ist ein klares High!

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Mit der richtigen Technik Cannabis verdampfen

Joint rauchen ist ungesund für die Lunge, verdampfen ist gesünder. Die Cannabinoide werden nicht durch eine Glutspitze, sondern ohne Verbrennung verdampft. Deswegen entstehen keine Verbrennungsrückstände. Es kommt beim Cannabis Verdampfen allerdings auf die richtige Technik an, damit sich eine klare Gras Wirkung einstellt. Genau das ist bereits der springende Punkt, weswegen viele kein Cannabis verdampfen wollen – der Vaporizer knallt nicht richtig. Wer beim Kiffen pur raucht, der hat keinen Nikotinkick.

Tabak hat entscheidende Auswirkungen auf das High beim Kiffen. Wer noch keinen Vapo hat und nicht mal bei Freunden ziehen darf, der kann sehr einfach herausfinden, ob ihm die Vaporizer Anwendung gefallen könnte. Es wird einfach einen Abend lang Marihuana pur geraucht, damit kein Nikotinkick aufkommt. Tabakverzicht kann auf Dauer sogar dazu führen, dass der Marihuanakonsum sinkt, da einen der Nikotinkick immer wieder zum Konsum drängt.

Wenn einem die klare Gras Wirkung gefällt, dann muss nur noch der richtige Vaporizer gekauft werden. Es gibt nicht nur in der Qualität, sondern auch der Technik sehr große Unterschiede.

Gefällt einem die Vaporizer Anwendung? Einfach mal den Joint pur rauchen
Wer pur Joints raucht, der hat eine klare Gras Wirkung wie beim Cannabis Verdampfen

Gängige Vaporizer Features

  • Akku Vaporizer
  • Tischmodelle für Netzstecker
  • elektrisch mit Konduktion
  • elektrisch mit Konvektion
  • Erhitzung mit Butangas oder Torch Feuerzeugen
  • nur einige Vapos erreichen hohe Temperaturen
  • schwache oder starke Vapos, die viel Nebeldampf erzeugen können
  • manuelle, digitale oder Bluetooth Bedienung
  • Vaporizer für Kräuter, Extrakte und Kristalle
  • Ballon Vaporizer wie Volcano
  • Vaporizer mit Schlauch wie Aromed
  • Vaporizer mit Wasserfilter

Für jedes Merkmal gibt es inzwischen zig Vaporizer Modelle samt passendem Zubehör. Einige Vapos kosten einige hundert Euro und lassen sich wie der Firefly 2 nur noch mit einem aktuellen Smartphone einstellen. Es haben sich dutzende Hersteller am Markt etabliert, nicht jeder Verdampfer kann empfohlen werden. Aber kein Vaporizer kann jedem empfohlen werden, da die Bedürfnisse der Anwender sehr unterschiedlich sind. Gerade Patienten mit starken Einschränkungen können keine empfindliche oder komplizierte Vaporizer Technik bedienen. Andere wollen mobil sein, die nächsten unabhängig vom Strom. Anschließend stellt sich die Frage, ob nur Marihuana, oder auch Extrakte und vielleicht auch Kristalle verdampft werden sollen.

Am sichersten ist es, sich im Freundeskreis oder bei einem Händler umfangreich beraten zu lassen und vielleicht schon das ein oder andere Modell zu probieren. Auch dann empfiehlt es sich, mit einem bewährten Einsteigermodell zu beginnen, welches sich einfach einstellen lässt. Akku Vaporizer, die in die Tasche passen, erfreuen sich inzwischen einer sehr großen Beliebtheit. An jedem Ort ist der Vapo dabei, um die klare Gras Wirkung zu genießen und daheim steht einem kein klobiger Tischvaporizer im Wege. Mit dem ersten Vapo kann jeder die richtige Technik zum Cannabis Verdampfen erlernen und kauft beim zweiten Mal bereits gezielter.

Ohne Tabak Cannabis verdampfen ist gesünder, der Aromed filtert noch durch Wasser
Die richtige Vaporizer Anwendung, bei jedem Gerät anders, hier der Aromed

Steigender Marihuana Verbrauch – Vaporizer knallt nicht

Die einen schwören auf die klare Gras Wirkung beim Verdampfen und erklären, sie könnten ihren Marihuana Verbrauch senken. Andere kiffen einige Male mit dem Vaporizer und greifen zum Joint zurück. Weswegen?

  • Vaporizer knallt nicht – wer ein Gemisch mit Tabak gewohnt ist, dem fehlt der Nikotinkick
  • Marihuana Verbrauch steigt – falscher Vapo oder falsche Technik zum Cannabis Verdampfen
  • kompliziert und unbequem – gewöhnungsbedürftiges oder falsches Vaporizer Modell
  • Akku ist schnell leer – Austauschakku oder mobile Powerbank mitführen
  • schmeckt nach Plastik – keine Billigvapos kaufen
  • Atembeschwerden treten auf – „Ist vaporisieren schädlich für die Lunge?

Cannabis verdampfen ist eine Wissenschaft für sich, da die im Marihuana enthaltenen Cannabinoide zum Großteil als Cannabinoidsäuren vorliegen. Diese werden durch ein Erhitzen decarboxyliert, doch die Cannabinoidsäuren haben eine niedrigere Siedetemperatur. Bei Temperaturen um 100 bis 120° Celsius bräuchten die Marihuanablüten 60 bis 120 Minuten, bei 180° Celsius reichen wenige Sekunden für die Decarboxylierung. Solange die Heiztechnik vom Vaporizer in der ganzen Kräuterkammer sehr exakt funktioniert, sollte eine genügende Decarboxylierung während dem Gras Verdampfen stattfinden. Zur Sicherheit kann dieses dennoch vorab im Minibackofen ohne Umluftfunktion decarboxyliert werden. Sollen die Terpene erhalten bleiben, dann kann das Marihuana in ein Einmachglas mit hitzebeständigem Gummiring gegeben werden.

Einige Konsumenten berichten, dass sie ihren Vaporizer erst auf hohe Temperatur aufheizen und dann runterfahren. Das Marihuana wird vor dem Vaporisieren decarboxyliert, dann werden die Cannabinoide mit den unteren, später die mit den höheren Siedepunkten inhaliert.

Vaporizer Temperatur – Siedepunkte Cannabinoide

  • THCa              105°C
  • CBDa              120°C
  • Delta-9-THC  157°C
  • Delta-8-THC  175-178°C
  • CBD                160-180°C
  • CBN                185°C
  • CBC                 220°C
  • THCV              220°C

Ab diesen Temperaturen sieden die jeweiligen Cannabinoide. Auch andere im Marihuana enthaltene Wirkstoffe wie Terpene, Terpenoide und Flavenoide haben ihre Siedepunkte. Wenn die Siedepunkte jedoch nicht nur erreicht, sondern überschritten werden, dann sieden die Wirkstoffe schneller. Viele stellen die Vaporizer Temperatur deswegen schrittweise hoch, um noch die letzten Wirkstoffe aus ihrem Gras zu holen. Sind noch grüne Krümel in der Kräuterkammer, dann sollte alles einmal umgerührt werden. Wenn alles holzig bräunlich oder schon schwärzlich ist, dann ist das komplette Marihuana verdampft. Einige nutzen die Reste noch zum Backen. Das lohnt jedoch nur, wenn diese nicht komplett ausgedampft wurden. Die Herstellung von Edibles wird in dieser Artikelserie beschrieben: Einfachste Marihuana Decarboxylierung und Extraktion

Da alle Cannabinoide ihre eigene Wirkung haben und die THC Wirkung beeinflussen, können niedrigere Temperaturen anders als die höheren wirken. Es kommt allerdings auch auf das verwendete Marihuana an. Es kann nur verdampft werden, was drinnen ist. Außerdem gibt es Kiffer, die eine seichte Gras Wirkung bevorzugen und andere, die lieber einen Vaporizer anwenden, der sehr schnell große Mengen Nebeldampf erzeugen kann.

Video Vorschaubild zur Decarboxylierung Playlist

Cannabis verdampfen – die richtige Technik erlernen

Zuerst einmal sollte der Konsument wissen, wie sein Vaporizer funktioniert. Es gibt Modelle wie den DaVinci IQ, der mit der Konduktion die gesamte Kräuterkammer aus Keramik erwärmt. Der Akku Vaporizer passt in die Tasche und kann während dem Verdampfen an die Powerbank. Wer den DaVinci IQ aufheizt und beim Kiffen vergisst, der hat sein Marihuana teilweise verschwendet. Wenn Wasser siedet, dann sucht sich der Wasserdampf seinen Weg. So verflüchtigen sich auch gesiedete Cannabinoide. Wer den DaVinci IQ hochfährt, der darf beim Kiffen das Inhalieren nicht vergessen, ansonsten steigt auf die gleiche Wirkung der Marihuana Verbrauch.

Der Firefly 2 setzt auf die Konvektion. Es wird am Heizelement die angesogene Luft sehr exakt erhitzt. Diese wird beim Ziehen durch die Kräuterkammer gesogen. Damit die Cannabinoide verdampfen und angesogen werden, soll beim Kiffen möglichst lange gezogen werden. Nicht viel auf einmal, aber lange, damit die Cannabinoide verdampfen. Ohne ein Vorheizen wird gezogen, der Firefly 2 kann in die Ecke gelegt und vergessen werden, das Marihuana wird nicht verpuffen. Eigentlich sollte auch mit dieser Technik beim hochwertigen Firefley 2 eine genügende Decarboxylierung vom Marihuana stattfinden.

Dann gibt es Aufsteckköpfe für Galsbongs oder Vaporizer, die kein Heizelement enthalten. Mit einem sogenannten Torch Feuerzeug wird die Kräuterkammer erhitzt. Einige Modelle klacken bei genügender Hitzeeinwirkung, sonst ist es Gefühlssache. Wie beim Bong Rauchen wird kräftig gezogen, bis der weiße Dampf inhaliert wurde. Hier findet eine genügende Decarboxylierung statt und es wird nichts verschwendet. Wenn die Kräuter nicht bräunlich und verbraucht aussehen, werden sie erneut erhitzt.

Bei Butangas Vaporizern kommt es auf die Technik an, ob einmal oder einige Male gezogen wird, bis die gestopfte Kräuterkammer ausgeschöpft ist. Doch in jedem Fall entscheidet bereits die Vorliebe des Kiffers, ob er ein Modell wählt, an dem er einmal, oder mehrfach ziehen muss, um kein Marihuana zu verschwenden.

Cannabis verdampfen geht auch ohne Strom mt der Vaporizer Bong
Vaporizer Bong ohne Strom: Mit Torch Feuerzeug erhitzt Cannabis verdampfen

Vaporizer Anwendung – stopfen, reinigen, pflegen

Viele Vaporizer sind ausschließlich für Marihuana oder andere Kräuter ausgelegt. Dieses wird in einem Grinder, zwischen den Fingern oder mit einer Schere zerkleinert. Wichtig ist, dass die Stielchen und Samenkörner entfernt werden und die Mischung eine gleichmäßige Konsistenz hat. Es soll nicht staubig sein, aber auch nicht zu grob. Das ist eine Gefühlssache, wie beim Joint Drehen. Weiterhin darf die Grasmischung nicht zu locker oder fest in die Kräuterkammer. Die Luft muss gut durchziehen, es darf aber keine Luftlöcher geben. Dann würde die Luft das Marihuana nur streifen und der Vaporizer wirkt nicht richtig.

Modelle mit Wasserfilter müssen mit Wasser befüllt werden. Für Akku-Modelle sind die Akkus ständig aufzuladen. Viele Vaporizer müssen regelmäßig gereinigt werden. Dazu werden möglicherweise Pfeifenreiniger, Alkoholpads oder andere Reinigungstücher benötigt. Wer einen High-Tech-Vapo sein Eigen nennt, der muss diesen möglicherweise mit einem zeitgemäßen Smartphone verbinden, um die Einstellungen vorzunehmen. Für einige Vapos müssen regelmäßig Verschleißteile wie Schläuche, Siebe oder Mundstücke ausgetauscht werden.

Nicht nur Gras verdampfen

Immer mehr Kiffer möchten Extrakte verdampfen. Sehr hochwertige Extrakte werden zum Dabben verwendet. Mit einem Titannagel wird etwas Wax oder Shatter auf die heiße Stelle gegeben. Der Dab verdampft und kann inhaliert werden. Genauso können reine und hochwertige Cannabisextrakte in einigen Vaporizern verdampft werden. In die Kräuterkammer wird ein Stahlpad gelegt, auf das ganz wenig vom Extrakt geträufelt wird. Es könnte auch ein sehr reines Haschisch sein, selbst Kristalle lassen sich verdampfen, nicht aber Extrakte, die mit Pflanzenölen gemischt werden.

Es ist sehr darauf zu achten, dass der Dampf beim Extrakte Kiffen sehr hart auf die Lunge wirken kann und ein kurzes schmerzhaftes Husten folgt. Aber auch das ist eine Gewohnheitsfrage, die richtigen Mengen zu wählen und passend stark zu inhalieren, um beim Kiffen auch nur passend high zu werden.

Wer mit seinem Vaporizer Extrakte kiffen möchte, der muss zwingend ein Modell wählen, welches sich zum Verdampfen von Extrakten eignet. Beim DaVinci IQ ist das nicht vorgesehen, beim Firefly 2 wäre lediglich zu beachten, nicht zu viel vom Extrakt auf das Stahlpad zu geben.

CBD Extrakte verdampfen macht kein High

Derzeit (2019) gibt es in Deutschland und anderen Ländern selbst für einfache Konsumenten pflanzenölfreie CBD Extrakte und CBD Kristalle, die verdampft werden können. Der Vaporizer knallt nicht ein kleines Bischen, da kein THC enthalten ist. Große Mengen CBD können einen in gewisser Weise matschig machen, lösen jedoch kein High aus. Wer es nicht medizinisch braucht, wird meist keinen Sinn darin sehen, CBD zu verdampfen oder anderweitig zu verwenden.

Viele Kiffer mögen es jedoch, wenn sie im Marihuana neben dem THC auch etwas CBD enthalten haben. Dieses wird die THC Wirkung abfedern und angenehmer, oder für Kiffer mit psychischen Leiden zugleich sicherer machen. Wem sein Gras zu stark ist, der kann möglicherweise etwas CBD Dab oder CBD Kristalle mit reinmischen, um die Wirkung abzufedern.

Extrakte vom Cannabis verdampfen, hier CBD Kristalle im Firefly 2
CBD Kristalle verdampfen – möglich im Firefly 2 Vaporizer, nur mit App

Vaporizer knallt nicht – oder zu gut?

Viele kennen das Gefühl, dass sie ein Sativa mit Haze-Einschlägen rauchen und eigentlich bereits ziemlich weit weg sind. Es stellt sich jedoch das Feeling ein, noch nicht richtig high zu sein. Schon wird erneut am Joint gezogen, womit es einem zu viel werden kann.

Mit einem Vaporizer wird auf Tabak verzichtet, wodurch dieser Effekt beim Kiffen begünstigt wird. Es gibt nicht diesen dreckigen Nikotinkick, der einen für den ersten Moment platt macht. Wer außerdem ein Sativa mit Haze-Einschlägen verdampft, der muss ohnehin berücksichtigen, dass er etwas warten muss.

Bei vielen Strains kommt die Wirkung innerhalb von Minuten, bei anderen baut sich die Marihuana Wirkung innerhalb von 20 Minuten auf. Doch beim Haze fällt es einem möglicherweise nicht mehr auf, wo man sich im Geiste bereits befindet. Ein Tipp lautet, vor dem nächsten Kiffen kurz aufzustehen. Der Kreislauf kommt in Gang und häufig überrascht es einen, wie high man eigentlich schon ist.

Beim Cannabis Verdampfen sollte der Konsument immer erst vorsichtig am Vaporizer ziehen, bis er sein Marihuana und auch seinen Vapo kennt und einschätzen kann. Gerade beim Marihuana Inhalieren setzt die Wirkung schnell ein. Es können immer noch einige Züge vom Vaporizer inhaliert werden, wenn die Gras Wirkung noch zu schwach ist. Die eigentliche Frage lautet lediglich, ob einem die klare Gras Wirkung gefällt oder man doch lieber den dreckigen Tabakkick braucht, da der Vaporizer nicht knallt, wie es viele Kiffer bemängeln und beim Tabakjoint bleiben.

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https://hanftube.de/2019/10/26/vaporizer-anwendung-klare-gras-wirkung/feed/ 0 1652
Cannabis Aktivisten für Konzernlegalisierung? https://hanftube.de/2019/09/06/cannabis-aktivisten-fuer-konzernlegalisierung/ https://hanftube.de/2019/09/06/cannabis-aktivisten-fuer-konzernlegalisierung/#respond Fri, 06 Sep 2019 14:23:25 +0000 http://hanftube.de/?p=1552 Geld kauft die Welt. Handelt es sich derzeit um eine Cannabis Legalisierung oder um die Konzernlegalisierung, die selbst Cannabis Aktivisten verblendet?

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Cannabis Freigabe – für Konzerne oder Bürger?

Selbst wenn die bisherige Cannabis Legalisierung in Nordamerika große regionale Unterschiede aufweist, so zeichnet sich das Konzept der Konzernlegalisierung ab. Konzerne drücken mit ihrer Lobby Gesetze durch, die wiederum Eigenanbau unterbinden, den Mittelstand raushalten und damit den Green Rush Milliardenmarkt für Konzerne absichern. Mit einem Oligopol lassen sich die Preise leichter manipulieren. Möglicherweise werden auch Regelungen durchgedrückt, die wiederum den Produktionsaufwand erhöhen, um mit gleicher Gewinnmarge zu kalkulieren. Wollen Cannabis Aktivisten die lang erhoffte Cannabis Freigabe für Konzerne oder für Bürger?

Was ist das Aktivistenproblem, wieso spielt es der Konzernlegalisierung in die Hände? Teil 1 vom Zweiteiler:
Cannabis legalisieren – das Aktivistenproblem

Wenn nach der Cannabis Legalisierung der einfache Marihuana Konsument vor dem Tresen steht und die Preise nicht zahlen kann, macht er sich wahrscheinlich weiterhin strafbar. Die Konzernlegalisierung ist also ein System der Ablasszahlung für die Wohlhabenden, die sich aus dem Cannabisverbot raus kaufen dürfen. Doch wer mittellos ist, der kann mit starken Konsummustern arm bleiben oder muss weiterhin Repression befürchten.

Dennoch springen viele Cannabis Aktivisten auf diese Entwicklung zur Konzernlegalisierung jubelnd auf, teils auch wissentlich, da sie wiederum in privater Sache ihren Anteil wollen. Profitorientierte Unternehmer sollten sich fragen, ob sie gegen die Konzerne konkurrieren können oder wenigstens eine Nische finden werden.

Cannabis Aktivisten, die in eigener Sache nur um ihr Pöstchen kämpfen, der Konzernlegalisierung zujubeln und sich mit ihrem „Einsatz“ eine „Anschlussverwertung“ erhoffen, sollten ebenfalls nachdenken. Mit all ihrem Geld können Konzerne auf dem normalen Arbeitsmarkt qualifizierte Personen rekrutieren. Wenn wir Cannabis Aktivisten vielfach schwierige, weniger qualifizierte oder schlecht präsentierbare Personen sind, stehen wir mit diesem Aktivistenproblem nicht alle direkt unter „Generalverdacht“? Wie genau sehen denn heutige Cannabis CEOs aus? Anzug und Krawatte mit studiertem Gesicht, welches aus ganz anderen Kreisen stammt. Wollen die etwas mit „uns“ zu tun haben?

Konzernlegalisierung für Profite? Oder Legalisierung für Bürger?
Marihuana – viel Geld mit der Konzernlegalisierung?

Cannabis Aktivisten gegen Repression und Konzernlegalisierung

Wer diese ganze Problematik um das Aktivistenproblem versteht, der sieht direkt, dass der Kampf um die Cannabis Freigabe gar nicht so einfach ist. Es kann eine Fakelegalisierung für die Konzerne geben, in der die rechtlichen Rahmenbedingungen eine Zwangsjacke bleiben oder man sich als mittelloser Konsument mit starkem Konsum wiederum strafbar macht. Als Gegenbeispiel können wir eine bürgernahe Cannabis Freigabe erstreiten, damit wir selber ein paar Pflanzen anbauen, verarbeiten, besitzen, transportieren und auch mit eingeladenen Freunden konsumieren dürfen.

Um die Cannabis Legalisierung möglichst schnell für uns selber zu erreichen, braucht es zu den repressiven Kräften oder der Konzernlegalisierung eine starke Gegenöffentlichkeit. Wenn wir in dieser Ausgangssituation nicht alle zusammenwirken können, dann bleibt es wichtig, dass wir dennoch alle am Thema der bürgernahen Cannabis Freigabe weiterarbeiten. Bringen sich überall sehr viele Einzelpersonen oder kleine Zellen für eine Cannabis Legalisierung für uns selber ein, dann können wir die Entwicklung beschleunigen. Mit Glück werden wir sogar den Entwicklungsabschnitt der drohenden Fake-Legalisierung komplett überspringen, denn nichts anders ist eine Konzernlegalisierung.

Aktivistenproblem erschwert Cannabis Freigabe

Über zehn Jahre Mitwirkung und Beobachtung liegen diesem Video mit Zweiteiler zugrunde. Es zeichnen sich in der heißen Phase der Cannabis Legalisierung übergreifende Muster ab. Diese werden hier nicht auf ein geheimes Netzwerk mit Geheimabsprachen, sondern auf einen Automatismus zurückgeführt. Dieses Thema vom Aktivistenproblem schlummert sozusagen seit langem im Hinterkopf.

Wer diesen zähen Prozess der schleichenden oder auch falsch verlaufenden Cannabis Freigabe verfolgt, der wird mit dieser Serie die problematische Situation der Cannabis Aktivisten besser verstehen. Auch wenn verschiedene Einzelpersonen oder „Zellkerne“ kaum im Geiste zu beschränkt sein können und damit sehr wohl etwas für ihr Fehlverhalten können, so meinen es die Allermeisten mit dem Anliegen der Cannabis Legalisierung sehr ernst und aufrichtig. Doch aufgrund der schwierigen Ausgangslage, der vielen Meinungen und des vielfach schwachen Durchhaltewillens kommt es umso mehr darauf an, dass wir mit möglichst vielen Cannabis Aktivisten möglichst konstruktiv weitermachen, zur Not eben jeder für sich in seinem Umfeld.

Für das Video zum Aktivistenproblem liefen im Hintergrund einige Stichpunkte auf dem Teleprompter, die ich hier anfüge. Möglicherweise verbessert das parallele Mitlesen das bessere Verständnis von diesem umfangreichen Problem und dem trägen Vorankommen in der internationalen heißen Phase der Cannabis Legalisierung.

Video-Analyse zum Cannabis Aktivistenproblem mit Lösungsansatz

Die minimal angepassten Teleprompter-Notizen zum Aktivistenproblem

(Die Zeitmarken für YouTube und die Stellen in Klammern wurden zusätzlich ergänzt.)

1: Zur Ausgangssituation

  • 03:16 Wir sind in der heißen Phase der Cannabis Legalisierung – der entstehende Eindruck: die Luft ist bei vielen raus und die öffentliche Resonanz weiterhin übersichtlich. Unsere Gegner würden uns alles am liebsten wieder umtreten, um in ihrer kleinen Machtwelt recht gehabt zu haben und auch wirtschaftlich weiter profitieren zu können.
  • Viele wollen auf den fahrenden Zug aufspringen – aber aus Eigeninteresse und mit der Legalisierung als Aushängeschild.
  • 04:28 Für „Sofakiffer“ ist das alles weiterhin nicht wichtig genug, diese haben keine Zeit oder Lust und das Thema ist unbequem.
  • Der Mischkonsument entsetzt sich – „Wenn ich auf Demo oder als Aktivist auffalle, was dann?“
  • 07:20 Der sozial angepasste Kiffer zeigt sich mit dem Schmuddel-Thema ungerne aus Angst um das Stigma.

07:53 Die Situation: Echte Cannabis Aktivisten haben eine starke persönliche Motivation. Hinzu kommen laufend noch mehr Leute, die ihr Pöstchen oder ihren Profit suchen und nicht immer konstruktiv arbeiten.

09:11 Klarstellung: Die konstruktiven Neulinge sind mir immer willkommen, da Kraft aus der Masse kommt.

2: Wer ist dann noch Cannabis Aktivist?

  • 10:00 Patienten – häufig mit „Defiziten“ belastet, aber vielfach bürgerlich wirkend und damit öffentlich sehr gut „vorzeigbar“. Cannabis Patienten, teils Senioren-Hippies, die das alles kennen, sind seit vielen Jahren „der Motor der Legalisierung“, da diese aus der Not heraus legalisieren müssen – Patienten schaffen es jedoch nicht alleine.
  • 11:10 Repressionsopfer – häufig durch Stigma auf der Strecke geblieben, wollen nicht mehr ausgegrenzt werden.
  • 12:16 Führerscheinopfer – massive Einschränkungen oder Verschlechterungen im Alltag bringen die Leute zum Nachdenken.
  • 13:24 Angehörige und Nahestehende oder beruflich Einblickende – diese Personen müssen sich das Trauerspiel ansehen und werden aus Solidarität aktiv.
  • (15:26 Paradoxon Repression.)

3: Das Aktivistenproblem

  • 16:33 Gesundheitliche, wirtschaftliche und Stigma-behaftete Einschränkungen erschweren alles.
  • Wer qualifiziert ist, der arbeitet meist für Geld und nicht im Ehrenamt. Mangelnde Qualifikationen machen vieles unmöglich.
  • Wer Arbeit oder Familie hat, dem fehlt häufig die Zeit oder es bestehen beim „Schmuddelthema“ Bedenken wegen des drohenden Stigmas.
  • 17:29 Die typischen Pöstchenkämpfer brauchen die Gruppe und das Thema der Cannabis Freigabe nur als Bühne und kämpfen lediglich ums Pöstchen.

18:12 Wer als überwiegender Teil der Cannabis Aktivisten überbleibt hat kein Geld, keine Zeit, keine benötigten Fähigkeiten oder ist als stigmatisierte gescheiterte Existenz kaum noch für seriös wirkende Öffentlichkeitsarbeit geeignet.

4: Das zwischenFAZIT

  • 18:42 Von vielen bleiben wenige über, die durch ihre Situation ein starkes Handicap haben.
  • Davon hat jeder den Masterplan, Diskussionen um die Cannabis Freigabe dauern länger als eigentliche Arbeiten.
  • (19:43 Stigmatisierte Ausgegrenzte.)
  • 22:39 Tendenziell haben kontraproduktive und zersetzerische Personen möglicherweise krankheitsbedingt viel mehr Durchsetzungsenergie oder Bremsenergie – die Cannabis Legalisierung wird zum Feigenblatt für den Pöstchenkampf.
  • Viele, teils nur im Hintergrund tragenden Personen, müssen auch aus Selbstschutz wieder Abstand gewinnen und haben damit recht, in diesen Situationen an sich selber zu denken.
  • 24:10 Damit wird Kontraproduktiven das Feld überlassen, das deswegen überschaubar bleibt.
  • Es bilden sich räumliche oder inhaltliche Zellen, die sich abgrenzen, aber alle für sich klein und kraftlos bleiben.

5: Die Lösung – mein Masterplan

  • 24:45 Eine allumfassende gemeinsame Lösung gibt es nicht, auch wenn viele ihren Masterplan haben, der sich jedoch nicht umsetzen lässt.
  • 25:15 Wenn nicht alle zusammen, dann kann jeder für sich möglichst konstruktiv am Thema der Cannabis Legalisierung arbeiten und vernetzt sich möglichst nur mit ausgesuchten Personen.
  • 26:13 Wer in bestehende Gruppen geht: Schaut euch das erst an, bevor ihr denen euren „Masterplan“ offenlegt. Jeder von denen hat selber einen!
  • 26:41 Wer sich in einer guten Gruppe befindet, der muss diese von Pöstchenkämpfern und zersetzerischen Personen schützen und diese teils auch ausgrenzen, was in Vereinen kompliziert sein kann. Zur Info: Es können auch Leute, die man bereits kennt, vom Legalizer zum Pöstchenkämpfer mutieren oder mit diesen Tendenzen auffliegen.
  • 29:44 Ob Demo, Petition, Flyer, Website, Kommentieren oder sich selber informieren und dann Leute informieren: all das ist wichtig.
  • 30:17 Arbeitet an den Stellen, die sich anbieten und die ihr könnt. Setzt realistische Ziele und akzeptiert in Gruppen die Mehrheitsentscheidungen, da es sonst wenig Sinn ergibt. Keiner kann alles, schon wegen des Zeitmangels. Und keiner kann für alle anderen entscheiden, da alle in ganz anderen Realitäten leben oder ganz andere Vorstellungen haben.
  • 31:35 Seid nicht enttäuscht, wenn sechs Monate nach dem eigenen „Einsatzbeginn“ der Hanf noch nicht so richtig legal ist. Die Cannabis Freigabe ist ein Entwicklungsprozess, der auch nach der „Legalisierung“ noch weitergehen wird.

6: Was jeder ganz alleine kann

  • 32:39 Ihr könnt Veranstaltungen besuchen und damit unterstützen.
  • Ihr könnt legale Hanfprodukte nutzen und damit unterstützen.
  • 33:49 Informiert euch, um bei passenden Gelegenheiten andere zu informieren. Achtet aber darauf, eure Gegenüber nicht zu nerven, da der Effekt dann ins Gegenteil umkippt.
  • 35:23 Beteiligt euch an Petitionen, Umfragen, Diskussionen, wenn es sich anbietet und sinnvoll ist.

7: Bitte beachtet

  • 35:33 Wenn ihr euch auf Leute einlasst oder die Aktionen von Personen, Gruppen oder Unternehmen unterstützt: Schaut euch das vorher an, ob ihr das wollt. Es gibt neben den Blendern auch Verblendete oder Falschfahrer, denen man ihre Bühne nicht vergrößern muss.
  • Wenn ihr euch direkt oder mitlaufend auf etwas eingelassen habt und nach und nach bemerkt, dass es entgleist: Ihr könnt es versuchen, aber viele lassen sich nicht retten, springt dann rechtzeitig wieder ab! Sonst seid ihr es, die denen die Bühne geben, um das Trauerspiel länger am Leben zu halten.
  • 39:02 Zieht nach Rückschlägen Konsequenzen und macht wenigstens für euch oder mit bewährten Kontakten dennoch weiter.

8: Die Begründung

  • 40:39 Millionendemos oder Piratenregierungen würden die Cannabis Freigabe beschleunigten, diese wird es in unserer heutigen Welt so aber nicht geben.
  • Wenn nicht alle zusammenwirken, dann soll eben jeder für sich oder in kleinen Zellen am gemeinsamen Thema möglichst konstruktiv arbeiten.
  • Nicht Einzelpersonen, sondern millionenfache kleine Einzelleistungen bauen Kraft auf.
  • 41:07 Wir müssen daran weiter arbeiten, damit unsere Gegner uns nicht mit Medienkampagnen umwerfen oder eine Fake Legalisierung als Konzernlegalisierung durchdrücken.

9: Schlussgedanken

  • 42:42 Der Großteil der Cannabis Aktivisten möchte eine bürgernahe Legalisierung mit Eigenanbau, Eigenverarbeitung und ohne aufwendige Sicherheitsräume oder Tresore.
  • In Nordamerika ist die Legalisierung regional durchwachsen, es zeichnen sich dennoch deutliche Kräfte für die Konzernlegalisierung ab.
  • Viele Pöstchenkämpfer und Verblendete springen bei der Konzernlegalisierung auf, die mit ihrer Lobby alles unnötig kompliziert, um ihre Märkte zu sichern.
  • 43:30 Wer in der Konzernlegalisierung arm ist, macht sich für starke Konsummuster weiterhin strafbar und wird geahndet. Kiffer würden Menschen zweiter Klasse bleiben.
  • (45:28 Weiterhin strafbar?)
  • Deswegen kommt es auf die Kraft aus der Masse an, die für die bürgernahe Legalisierung eintritt und sich nicht von einem Dilemma ins andere treiben lässt.
  • (49:15 Der Großteil ist konstruktiv, kaputtmachen ist jedoch leicht.)
  • (50:13 Danke für eure Aufmerksamkeit.)

51:01 Damit bedanke ich mich für eure Aufmerksamkeit und hoffe, dass ihr mich abonniert und bei weiteren Themen wieder dabei seid, auch wenn diese immer wieder schwierig und unschön sind. Aber nur, wenn wir der Wahrheit ins Gesicht schauen, können wir ihr ein anderes Gesicht geben.

Cannabis Patienten sind die effektivsten Cannabis Aktivisten
Cannabis Aktivisten wollen Menschenrechte für sich und andere

Was ist das Aktivistenproblem, wieso spielt es der Konzernlegalisierung in die Hände? Teil 1 vom Zweiteiler:
Cannabis legalisieren – das Aktivistenproblem

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Cannabis legalisieren – das Aktivistenproblem https://hanftube.de/2019/09/06/cannabis-legalisieren-das-aktivistenproblem/ https://hanftube.de/2019/09/06/cannabis-legalisieren-das-aktivistenproblem/#respond Fri, 06 Sep 2019 14:08:40 +0000 http://hanftube.de/?p=1550 Wo bleibt die Legalisierung? Insider kennen das Aktivistenproblem der internen Zersetzung. Cannabis legalisieren ist kein Kampf um persönliche Vorteile!

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Legalisierung als Feigenblatt – Kampf um Bühne und Profit

Immer mehr wissenschaftliche Studien und Erhebungen verdeutlichen, dass Cannabiskonsum sich nicht verbieten lässt und weit weniger schlimm ist, wie es im War on Drugs angeprangert wird. In Colorado geht die Welt nicht unter, Holland steht mit legaler Marihuana Abgabe ebenfalls nicht unter Wasser. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Gesellschaft durch die Legalisierung, nicht durch das Cannabisverbot, profitiert. Die spannende Frage lautet: Wo bleibt der große Knall, weswegen ist Marihuana noch nicht weltweit legal? Cannabis legalisieren ist ein zäher Prozess, der auch am Aktivistenproblem erlahmt. Schon bei vorherigen und leider gescheiterten Legalisierungswellen ging es vielen nur um ihre privaten Belange. Die Cannabis Legalisierung war lediglich das Feigenblatt für den Kampf um die Bühne und dem eigenen Profit in der Green Rush Goldgräberzeit.

Kommt die Cannabis Freigabe für uns Bürger? – wie dieses Aktivistenproblem der Konzernlegalisierung in die Hände spielt. Teil 2 vom Zweiteiler:
Cannabis Aktivisten für Konzernlegalisierung?

Über zehn Jahre Beobachtung in Legalize-Kreisen liegen diesem Zweiteiler mit Video zugrunde. Es soll aufgeschlüsselt werden, was das Aktivistenproblem ist, wie es zustande kommt, weswegen es orts- und personenunabhängig wie ein Automatismus abläuft und wieso dieses Aktivistenproblem die Cannabis Legalisierung massiv bremst.

Pöstchenkämpfer, die für sich alleine in der öffentlichen Wahrnehmung untergehen und die Gruppe oder Legalize-Bewegung nur als Bühne für ihre Selbstdarstellung benötigen, spielen in diesem Aktivistenproblem eine Schlüsselrolle. Es wird weniger um die Legalisierung, als erbittert um die Bühne gekämpft. Selbst um Kleinigkeiten wird gefochten, um mit gefestigter Führungsposition künftigen Widerspruch zu ersticken. Die Legalize-Kreise sind also nicht grundlos überschaubar geblieben.

Unsere Gegner mit ihren wirtschaftlichen, ideologischen und machtpolitischen Interessen geben das Cannabisverbot nicht freiwillig auf. Altbekannte Methoden der selbst finanzierten Studien und Medienkampagnen sollen die Entwicklung aufhalten und rückgängig machen. Deswegen ist Cannabis legalisieren als Entstehungsprozess auf eine starke Gegenöffentlichkeit angewiesen. Das Aktivistenproblem ist leider extrem kontraproduktiv.

Video-Analyse zum Cannabis Aktivistenproblem mit Lösungsansatz

Ausgangssituation der Cannabis Aktivisten

Die wenigsten der langjährig Aktiven stoßen zufällig auf das Thema, um dann aus Einsicht für die gute Sache Cannabis legalisieren zu wollen. Die meisten aktiven und langjährigen Verfechter der Cannabis Legalisierung haben ein starkes persönliches Motiv.

Der wohl wichtigste Teil der Legalize-Szene sind die Cannabis Patienten. Diese sind häufig schon aus dem Jugendalter entwachsen oder bereits Senioren. Vielfach wirken diese Cannabis Patienten bürgerlich und unauffällig. Diese Gruppe der Marihuana Konsumenten kann inzwischen sehr glaubwürdig schildern, dass es bei ihnen nicht um das angeblich böse High, sondern um die allseits legitime medizinische Versorgung geht. Wer jedoch so krank ist, dass er trotz Cannabisverbot und der öffentlichen Ächtung dennoch für die Cannabis Legalisierung öffentlich in Erscheinung tritt, der musste bislang zumindest sehr verzweifelt sein. Ein Großteil dieser Cannabis Patienten ist also massiv eingeschränkt oder krankheitsbedingt auch schwierig im Umgang und kämpft aus dem Notstand heraus.

Ein weiterer Teil in den Legalize-Kreisen sind die Repressionsopfer und auch Führerscheinopfer. In vielen Berufsgruppen führt der Akteneintrag im Führungszeugnis, welches jedes Jahr vorzulegen ist, zur Kündigung. Auch der Führerscheinverlust kann zum fatalen Lebenseinschnitt werden. Dann gibt es diejenigen, die mit Haftstrafen zu kämpfen haben. Die Folgen der Repression drücken sie immer weiter an den gesellschaftlichen Rand, wodurch sich auf Dauer Schäden einstellen.

Ein weiterer Teil, der aktiv für die Cannabis Legalisierung eintritt, kommt als Angehöriger oder im Beruf mit Cannabis Patienten und anderen Repressionsopfern in Kontakt und damit zum Nachdenken. Wer den vielfach auftretenden Mechanismus der ausgesprochenen guten Absichten und dem Erreichen vom genauen Gegenteil durchschaut, der möchte Cannabis legalisieren, um das zu beenden.

Aus den genannten Gruppen tritt wegen des Stigmas, vermutlich auch wegen der Aktivistenprobleme, leider nur ein kleiner Teil aktiv für die Cannabis Legalisierung ein.

Zu wenige zeigen sich öffentlich, um den Cannabis legalisieren
Cannabis legalisieren – wenigstens einige gehen auf die Straße!

Ursachen vom Aktivistenproblem

Ob Cannabis Patienten oder Repressionsopfer – es handelt sich zum überwiegenden Teil um Personen, die über wenig Geld, begrenzte Fähigkeiten und insgesamt überschaubare Möglichkeiten verfügen. Der Cannabis Patient kann sich öffentlich besser darstellen, hat in seinem Alltagskampf aber nicht mehr viel Kraft. Repressionsopfer haben möglicherweise die Energie, können sich öffentlich jedoch weniger gut darstellen. Gerade konsumierende Repressionsopfer laufen Gefahr, dass sie durch Öffentlichkeitsarbeit für den Hanf erneut auffallen. Viele setzen sich aus Angst nicht für sich ein. Sie befürchten, schneller in das Visier der Drogenfahnder zu geraten, die schließlich gegen die Cannabis Legalisierung sind.

Cannabis Aktivisten leiden nicht nur durch ihre prekäre und stigmatisierte Situation. Viele Cannabis Patienten oder an den gesellschaftlichen Rand gedrückten Repressionsopfer sind schwierig im Umgang. Wer Cannabis legalisieren will, der sollte mit anderen zusammen arbeiten und sich organisieren. Wenn ein erhöhter Teil der Ansprechpartner schwierig im Umgang ist, dann erschwert das den Kampf gegen das Cannabisverbot. Viele Personen, die durchaus sinnvoll mitwirken und häufig auch die Basis von Gruppenstrukturen sind, machen das nicht lange mit. Auch Neulinge, die das Aktivistenproblem noch kennenlernen müssen, sind sehr schnell enttäuscht, frustriert und wieder weg.

Das Aktivistenproblem wird in jeder heißen Legalize-Phase gesteigert. Sobald Cannabis legalisieren schick ist und sich der Green Rush Milliardenmarkt Stück um Stück auftut, kommen sehr viele Akteure mit Eigeninteressen ins Spiel. Die Cannabis Legalisierung ist das Feigenblatt im Kampf um die Bühne und/oder den Profit. Vielen geht es weniger ums Geld als um das eigene Pöstchen, die öffentliche Beachtung und möglicherweise eine Anschlusskarriere.

Etliche dieser „Cannabis Aktivisten“ oder „Unternehmer“ wollen lediglich auf den „fahrenden Zug“ aufspringen, sich bis zur Lok durchkämpfen und das Kommando übernehmen, um sich ihren „Anteil“ zu sichern. Solch ein Kampf um die Bühne von Newcomern oder auch etablierten Aktivisten ist kontraproduktiv und heizt das Aktivistenproblem an.

Cannabis Unternehmer wittern ihre ganz große Zeit
Legalisierung – Cannabis Unternehmer im Höhenflug

Die Folgen vom Aktivistenproblem

Repressive Kräfte werden das Cannabisverbot nicht freiwillig aufgeben. Diese stammen teils aus der Wirtschaft und haben großen Einfluss auf Politik und Medien. Nur eine Gegenöffentlichkeit kann die Schreckenskulisse um den angeblichen „Mörder der Jugend“, Marijuana, einstürzen lassen. Wenn diese Gegenöffentlichkeit fast Mittellos ist und sich im Innern selber zerlegt, dann kann der gegenteilige Effekt eintreten: „Sieh dir mal diese Drogenabhängigen an, mit härteren Verboten wäre das endlich vorbei.“

Für Öffentlichkeitsarbeit braucht es vorzeigbare Personen, die mit genügender Kompetenz vorgehen. Wenn jedoch schwierige Patienten, an den gesellschaftlichen Rand gedrückte Repressionsopfer und Pöstchenjäger in eigener Sache nicht mehr zusammenwirken, sondern als kontraproduktiver Haufen auffallen, dann lässt sich das nur noch als massives Aktivistenproblem bezeichnen. Wir brauchen die Repression nicht mehr, wir schaffen uns auch selber!

Total unterschiedliche Personen finden beim Cannabis Legalisieren zueinander, die nicht mehr zur harmonischen Zusammenarbeit imstande sind. Große Veranstaltungen, bedeutende Demonstrationen oder Bürgerbegehren können kaum noch entstehen.

Viele Aktivisten, die mit gutem Willen wirklich Cannabis legalisieren wollen und zugleich sinnvolle Basisarbeit leisten, ziehen sich frustriert zurück. Wegen dieser Aktivistenprobleme bleibt die Legalize-Szene also selbst in der heißen Phase der internationalen Cannabis Legalisierung zumindest in Deutschland überschaubar. Es wird an dieser Stelle jedoch vermutet und sogar beobachtet, dass es sich beim Aktivistenproblem um einen Automatismus handelt. Dieser findet komplett ohne eine vernetzte Absprache von ganz alleine also international statt.

Kaum finden sich Cannabis Aktivisten zusammen und haben vielleicht schon ein paar vorzeigbare Leistungen im Kampf gegen das Cannabisverbot auf dem Fleißkonto, schon kommen schwierige Personen und in der heißen Phase der Legalisierung um so mehr Pöstchenkämpfer. Zudem besteht immer die Gefahr, dass verdiente Mitstreiter doch noch ausreißen und die Gruppe in eigener Sache als Bühne nutzen wollen. Die meisten überschauen das Aktivistenproblem nicht und können sich gegen diesen zersetzerischen Automatismus nicht mehr rechtzeitig wehren.

Das Aktivstenproblem der Selbstzersetzung verhagelt alles
Aktivistenproblem – draußen Regen, intern Selbstzersetzung

Cannabis legalisieren – der Masterplan

Es ist kein Phänomen der Legalize-Kreise, doch stärker ausgeprägt, dass Diskussionen länger als die eigentliche Legalize-Arbeit dauern. Das liegt auch daran, dass praktisch jeder seinen Masterplan für die Cannabis Legalisierung hat und als ultimative Sofortlösung verfechtet. Teils kommen Newcomer auf die „Legalize-Bühne“ und erklären, dass nur alle mitmachen müssen, damit das Cannabisverbot direkt kippt. Das alles haben wir schon xfach gehört. Selbst wenn es so wäre, „wir alle zusammen“ funktioniert beim Cannabis legalisieren nicht. Sonst wäre das Cannabisverbot schon lange gekippt!

Wenn nicht alle zusammen, dann können immer noch alle für sich oder in kleinen Zellen mit ausgesuchten Aktivisten am gemeinsamen Thema arbeiten. Arbeitet der Großteil davon konstruktiv an der Cannabis Legalisierung, dann entsteht aus der Masse heraus Kraft. Ob Demos besuchen, Petitionen zeichnen, im Web Kommentieren, diskutieren oder legale Hanfprodukte von Mittelständlern verwenden, all das bringt die Cannabis Legalisierung weiter, wenn es sehr viele machen.

Bevor ein Cannabis Aktivist andere informiert, sollte er sich selber fundiert einarbeiten. Zudem ist in der Öffentlichkeit auf ein repräsentables Auftreten zu achten. Wer wirklich einen Drogenkrieger mit versteinertem Herzen vor sich hat, der soll diesen besser ruhen lassen und nicht dessen repressiven Kräfte wecken. Sinnvoller ist das Gespräch mit Personen, die aufgeschlossen sind und sich informieren wollen.

Aufgrund vom Aktivistenproblem gibt es jedoch Aktionen oder Veranstaltungen von Blendern, Verblendeten oder Falschfahrern. Allein durch die eigene Anwesenheit gibt man diesen Personen bereits ihre Bühne und hält ihre „Arbeit“ am Leben. Wer die Möglichkeit hat, der sollte deswegen prüfen, ob er nur die Veranstaltungen und Inhalte unterstützen möchte, oder auch die Personen. Doch letztendlich kommt es auf den Einsatz aller konstruktiven Cannabis Aktivisten an!

Kommt die Cannabis Freigabe für uns Bürger? – wie dieses Aktivistenproblem der Konzernlegalisierung in die Hände spielt. Teil 2 vom Zweiteiler:
Cannabis Aktivisten für Konzernlegalisierung?

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Alkoholismus – Therapie mit Cannabis https://hanftube.de/2019/08/02/alkoholismus-therapie-mit-cannabis/ https://hanftube.de/2019/08/02/alkoholismus-therapie-mit-cannabis/#respond Fri, 02 Aug 2019 10:59:13 +0000 http://hanftube.de/?p=1479 Alkoholiker aus dem Entzug scheitern am Suchtdruck. Die Behandlung der Alkoholkrankheit braucht Zeit. CBD aus dem Cannabis kann das Suchtgedächtnis löschen.

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Die Behandlung der Alkoholkrankheit braucht Zeit und Nerven

Nicht jeder Alkoholkonsum mündet in Alkoholismus. Auch beim Alkohol trifft es die einen und die anderen nicht. Einige wollen nicht viel oder regelmäßig trinken und bei anderen ist der Weg mit dem ersten Bier schon vorgezeichnet. Es liegt an den Menschen und ihrem Lebensumfeld. Genauso hilft die Therapie mit Cannabis den einen und den anderen vielleicht nicht. Doch an einer Stelle wird die Therapie mit Cannabis oder eben CBD Extrakten jedem helfen, der ständig zu viel Alkohol trinkt: Cannabis schützt die Organe und Nerven. Ob so oder so, wer wegen seiner Alkoholkrankheit in Behandlung geht, der braucht Zeit und Nerven. Nur langsam entwickelte man sich zum problematischen Alkoholiker und ähnlich langwierig ist der Weg, bis man ein stabiler trockener Alkoholiker ist.

Alkoholismus als Alkoholkrankheit verstehen in Teil 1:
Alkoholentzug allein heilt keine Alkoholsucht

Wird bedacht, dass allein in Deutschland knapp 10 Millionen Menschen laut wissenschaftlicher und medizinischer Erkenntnisse zu viel trinken und 74.000 Todesfälle in Folge vom Alkoholkonsum verbucht werden, dann ist man mit seinem Alkoholismus nicht alleine. Es handelt sich um eine Volkskrankheit. Übermäßiger Alkoholkonsum kann das Auftreten von über 200 verschiedener Erkrankungen begünstigt. Mit jedem Glas Bier wird es schlimmer, weswegen der Absprung nicht früh genug erfolgen kann. Cannabis, oder eben ein CBD Extrakt, kann in der Therapie eine wichtige oder sogar die entscheidende Rolle spielen.

Sicherlich sind viele Menschen gegenüber dem Alkoholismus nicht verständnisvoll, doch man ist nur einer von vielen mit Alkoholproblem. Es ist ganz normal, dass es in der Behandlung der Alkoholkrankheit mehrere Rückfälle gibt, bis man gefestigter ist und die Alkoholtherapie gelingt. Das alles sind in Anbetracht der wachsenden Schäden an Körper, Geist und im sozialen Umfeld jedoch keine Gründe, es nicht immer wieder mit der Behandlung der Alkoholkrankheit zu versuchen.

Eine befestigte Insel mit Bäumen im See
Alkoholismus – die trockene Insel erreichen

Trockene Alkoholiker – Flucht in die Ersatzsucht

In Fachkreisen wird von Suchtdruck oder Suchtgedächtnis gesprochen. Hier werden teils nur kurze, aber positiv belegte Konsummomente eingebrannt. Wer über Jahre Alkoholkrank ist, der brennt sich mit jedem Bier sein Alkoholproblem im Suchtgedächtnis fest. So ist es auch mit anderen Süchten, dass diese sich im Suchtgedächtnis manifestieren. Wer als einsichtiger Alkoholiker aus der Entgiftung und vielleicht sogar aus der Alkoholtherapie kommt und nur eben ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt kauft, der greift schon reflexartig zum Flachmann im Kassenbereich. Oder aber der trockene Alkoholiker kippt in der kleinsten Stresssituation durch seine persönlichen Trigger um und wird rückfällig.

Der Suchtdruck kann selbst Jahre nach einer Alkoholentwöhnung wieder aufkommen, da die Alkoholkrankheit sich im Suchtgedächtnis manifestiert hat. Damit sich das manifestierte Suchtgedächtnis durch ein Abstinenzphase löscht, müssen bei vielen trockenen Alkoholikern wenigstens 5 oder über 10 Jahre vergehen. Erst dann können sie mit Freunden am Bierstand stehen und sich sicher fühlen.

Über solch eine Zeit widersteht keiner seinem Suchtdruck. Wer als trockener Alkoholiker nicht auf Alkohol rückfällig wird, der sucht sich seine andere „Droge“. Ob es sich um Medikamente handelt, die einen ruhig stellen oder um sedierende Drogen: trockene Alkoholiker tauschen den Alkohol häufig nur gegen etwas anderes, um ihren Suchtdruck in den Griff zu kriegen. Damit wird das Suchtgedächtnis nur auf andere Substanzen umgeschrieben, die Sucht bleibt jedoch erhalten.

An dieser Stelle kommt Cannabis als Therapie ins Spiel. Cannabinoide schädigen die Organe nicht und selbst das berauschende THC wird von den meisten sehr gut vertragen. Mit einer geringen Dosis Cannabis kommt der trockene Alkoholiker durch den Tag, am Abend kann er jedoch ein High erleben. Wer seinen Geist nicht zu sehr erweitern möchte, der konsumiert anstelle von einem Sativa ein Indica oder wählt Marihuana mit geringem THC und hohem CBD Gehalt.

Therapie mit Cannabis kann Suchtgedächtnis löschen

Sicherlich muss bei der Wirkweise von Cannabis noch viel geforscht werden, da neben zig Cannabinoiden auch Terpene, Terpenoide und Flavonoide in die Wirkung rein fließen. Damit gibt es unzählige Marihuana Sorten, womit praktisch jeder sein Marihuana finden kann, noch keiner ist vom Kiffen gestorben. Je nach Marihuana Sorte sind meist THC und/oder CBD in großen Mengen enthalten. Wer keinen Rausch möchte, der wählt ein Marihuana mit sehr wenig THC und viel CBD oder weicht auf ein CBD Extrakt aus.

Neben THC (Tetrahydrocannabinol) ist bereits CBD (Cannabidiol) gut erforscht. Es wurde sogar wissenschaftlich belegt, dass Cannabidiol die Fähigkeit hat, das Suchtgedächtnis zu löschen. Dieses ist jedoch ein langwieriger Prozess. Ein trockener Alkoholiker müsste sich über Jahre mit CBD Cannabis oder CBD Extrakten substituieren, um sein Suchtgedächtnis wirklich zu löschen. Doch während der Anwendung von Cannabis als Therapie schwindet bereits der Suchtdruck. Wer an der Supermarktkasse entlang muss, hat nicht automatisch einen Flachmann gekauft. Der trockene Alkoholiker kommt besser durch diese jahrelange Phase, in der sich bei vielen ein Rückfall nach dem anderen reiht.

Weiterhin schützen verschiedene Cannabinoide die Organe und Nerven. Diese werden immerhin durch langjährigen Alkoholkonsum angegriffen. Das bedeutet, dass Alkoholiker ohne Willen zur Therapie dennoch Cannabis oder eben ein CBD Extrakt nutzen sollten, da dieses die alkoholbedingten Erkrankungen abfedert oder sogar abwendet. Man müsste also noch gar kein Alkoholiker sein, um die Folgen von einem problematischen Alkoholkonsum durch Cannabis abfedern zu können. Weiterhin ergänzen sich die Wirkungen von Alkohol und Cannabis, wodurch im Normalfall deutlich weniger getrunken wird. Außerdem kann Alkohol enthemmen und auch aggressiv machen. Cannabis wirkt diesen Begleiterscheinungen vom Alkoholismus entgegen.

CBD Tropfen mit 15% CBD Gehalt
CBD Tropfen können das Suchtgedächtnis der Alkoholkrankheit löschen

Die Alkoholkrankheit rächt sich im Alter

Der eigene Alkoholismus oder auch der Alkoholkonsum im Bekanntenkreis werden gerade von jungen Menschen nicht als problematisch erkannt. Wer jung ist, der kann noch arbeiten, feiern und mit wenig Schlaf im Alltag bestehen. Man tobt sich aus, so machen das alle, so haben das schon die Eltern und auch Großeltern gemacht. Während beim Cannabis der problematische Cannabiskonsum bei Jugendlichen geradezu in einer gesellschaftlichen Hysterie angeprangert und verschriehen wird, so gering fallen im Normalfall die langfristigen Folgen aus. Jugendalkoholismus ist ebenfalls ein Thema, hat aber einen ganz anderen Stellenwert. Durch jugendliche Problemkiffer wird immerhin jeglicher nicht medizinischer Cannabiskonsum stigmatisiert und gesellschaftlich geächtet.

Genauso können sich Jugendliche einige Lebensjahre oder ihren ganzen Lebensweg auch mit Alkohol verbauen. Doch der ständige übermäßige Alkoholkonsum holt selbst die weniger problematischen Trinker im Alter wieder ein. Wer über Jahre Alkoholkrank ist und sein Leben noch bestreitet, der kann anhand älterer Alkoholiker sehen, dass diese Zeit irgendwann vorüber ist. Die Schäden an Körper und Geist sowie im sozialen Umfeld werden mit der Zeit größer und übermächtig. Beim Cannabiskonsum kann es hingegen umgekehrt sein. Hier knicken einige Jugendliche wirklich erst einmal ein. Doch meistens fangen diese sich von ganz alleine und können trotz weiterem Genusskonsum von Cannabis ihr Leben wieder alleine bewältigen.

Im Laufe der Zeit wird aus dem Genusskonsum von Cannabis bei vielen wegen ihrem Altersgebrechen ein medizinischer Cannabiskonsum. In ähnlichen Zeitabständen werden einige Alkoholiker zu trockenen Alkoholikern, da sie bereits so kaputt sind, dass sie nicht mehr weitertrinken können. Wer in jungen Jahren erkennt, dass er ständig zu viel Alkohol trinkt, der sollte es vielleicht einmal mit Cannabis probieren. Wenn die Alkoholkrankheit einen gar nicht erst packt, dann kann auch weiterhin bei entsprechenden Anlässen mitgetrunken werden. Mit Cannabis oder auch durch die nicht psychoaktiv wirkenden CBD Extrakte lässt sich bei einigen vielleicht das Schlimmste vermeiden.

Abstinenz, Ersatzsucht oder Therapie mit Cannabis?

Jeder Süchtige und damit auch jeder Alkoholkranke ist einzeln zu betrachten. Neben den jeweiligen Einzelpersonen spielen sehr viele weitere Faktoren mit in das Alkoholproblem hinein. Für einige mag es wirklich das Richtige sein, komplett von allem abzulassen und sich durch einige Rückfälle in die Abstinenz zu retten. Doch vermutlich gelingt für die meisten Alkoholkranken dieser Absprung aus dem Alkoholismus nicht durch den prompten Einschnitt zur Abstinenz.

Nicht jeder springt auf Cannabis als Therapie an. Einige mögen vielleicht die Wirkung vom THC nicht. Oder es besteht noch kein Wille, um vom Alkohol Abstand zu nehmen und es wird als unangenehm empfunden, wenn durch die THC-Wirkung weniger Alkohol durchgeht. Genauso denken nicht allein viele Alkoholkranke, die ihren Alkoholkonsum als Leistung werten.

Dann sollte jedoch die Therapie mit CBD Extrakten versucht werden. Möglicherweise reicht das allein nicht, möglicherweise sind in Stressmomenten sedierende Medikamente nötig, um nicht direkt den nächsten Rückfall zu erleiden. Aber auch dann kann die Therapie durch Cannabis oder eben CBD Extrakte ergänzt werden, um geringere Dosierungen für sedierende Medikamente zu benötigen. Mit etwas Glück können diese nach einer Stabilisierung reduziert und abgesetzt werden, womit dann alleinig das CBD Extrakt oder eben Cannabis für die langjährige Therapie genügen würden.

Alkoholismus sollte in vielen Situationen also nicht mit der abrupten Abstinenz beantwortet werden. Es gibt selbst Ansätze zu einer akzeptierenden Therapie, in der Alkoholiker ohne körperliche Entzugssymptome weiterhin gelegentlich trinken dürfen. Selbst der Ansatz zu Trinker-Altenheimen oder Trinker-Wohngruppen wird bereits umgesetzt. Das Ziel lautet, dass Alkoholkranke im geschützten Rahmen gesünder leben und weniger, sowie seltener Alkohol trinken. Auch hier können CBD Extrakte aufgrund ihrer schützenden Wirkung für Leber und Nerven eingesetzt werden, um die Betroffenen gesund zu halten.

Vaporizer mit frischem und verbrauchtem Marihuana
Vaporisieren macht die Therapie mit Cananbis gesünder

Behandlung vom Alkoholismus – das Umfeld muss stimmen

Neben dem körperlichen und leider auch geistigen Verfall ist zugleich der gesellschaftliche Abstieg beim Alkoholismus meist nur eine Zeitfrage. Es kann zehn oder 20 Jahre gut gehen, dennoch wird die Alkoholkrankheit jeden irgendwann einholen. Wer aus diesem Alkoholsumpf raus möchte, der kann nicht einfach nur Körper und Geist durch Mediziner behandeln lassen. Auch Cannabis als Therapie wird wenig helfen, wenn man sich bereits in einem sehr verkommenen Umfeld bewegt. Wem die Wohnung verschimmelt, wer kein Geld für Miete und Essen hat und wessen Freunde allesamt genauso dastehen, der kann seine Alkoholkrankheit auch mit Cannabis oder CBD Extrakten nicht überwinden.

Neben Körper und Geist muss also auch das ganze Umfeld „behandelt“ werden. Wer als trockener Alkoholiker nicht stabil ist, der muss sich zwingend von seinen Säuferfreunden und auch den Trinkerorten trennen. Man kann nicht mehr in die Fußballkneipe, muss langjährige Bekanntschaften erst einmal stehen lassen und zieht am besten in eine andere Gegend oder vorübergehend in eine Wohngruppe.

Beim Drogen- oder auch Alkoholkonsum entscheiden Set und Setting über die Wirkung. Wer sich bereits schlecht fühlt oder in einer düsteren Atmosphäre Alkohol trinkt, der wird schneller depressiv, ausfallend oder sogar gewalttätig. Genauso ist es bei der Behandlung vom Alkoholismus, dass Set und Setting über das Befinden entscheiden. Wer sich gut motiviert an schönen Orten oder im geschützten Rahmen bewegt, der hat viel höhere Chancen, dass seine Behandlung vom Alkoholismus mit wenigen Rückfällen gelingt.

Marihuana outdoor in der Blütenbildung
Weswegen nicht Outdoor Marihuana für die Behandlung anbauen dürfen?

Der Therapie mit Cannabis eine Chance geben

Zur erfolgreichen Alkoholtherapie gehört zuallererst die Einsicht beim Betroffenen, dass er in seinem Leben dringend etwas ändern muss. Wer durch Alkoholismus bereits richtig am Ende ist und entweder früh sterben oder sich ändern muss, der hat in schwierigen Lebensverhältnissen gegen starken Suchtdruck zu kämpfen. Der Alkoholkranke muss sein Suchtgedächtnis im geschützten Umfeld erst einmal verblassen lassen, um stabilisiert durch den Alltag zu gehen. Die Ersatzsucht mit Medikamenten oder Drogen ist also naheliegend. Wer sein Alkoholproblem lediglich mit einer anderen Sucht austauscht, der muss sehr darauf achten, dass er sich für mildere Substanzen entscheidet. Ob Medikamente oder Drogen, in beidem schlummert ein hohes Abhängigkeitspotenzial mit den damit verbundenen Problemen.

Wer sich von seiner Alkoholkrankheit verabschieden möchte oder von Medikamenten oder Drogen wieder mehr Abstand gewinnen will, der sollte sich die Therapie mit Cannabis vor Augen führen. Sicherlich kann THC einen berauschen, den Antrieb schwächen und in Einzelfällen alles schlimmer machen. THC macht jedoch nicht körperlich abhängig, schädigt nicht die Organe und bei den allermeisten nicht den Geist. Wer dennoch kein Risiko eingehen möchte, der sollte CBD Extrakte probieren. Je nach Person reichen vielleicht schon 10 bis 50 mg in drei bis vier Dosierungen über den Tag verteilt, bei anderen wären möglicherweise auch ein paar 100 mg täglich einzunehmen, um den Suchtdruck genügend zu dämpfen. In jedem Fall wird CBD dazu beitragen, das Suchtgedächtnis zu löschen, womit der trockene Alkoholiker mit Glück nach einigen Jahren bereits wieder stabil durch sein Leben geht und nicht bei jeder Stresssituation wieder umkippt.

Alkoholismus als Alkoholkrankheit verstehen in Teil 1:
Alkoholentzug allein heilt keine Alkoholsucht

Quellen und weiterführende Informationen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26833888
https://www.hindawi.com/journals/cjgh/2018/9430953/

Der Beitrag Alkoholismus – Therapie mit Cannabis erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

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https://hanftube.de/2019/08/02/alkoholismus-therapie-mit-cannabis/feed/ 0 1479
Alkoholentzug allein heilt keine Alkoholsucht https://hanftube.de/2019/07/26/alkoholentzug-allein-heilt-keine-alkoholsucht/ https://hanftube.de/2019/07/26/alkoholentzug-allein-heilt-keine-alkoholsucht/#respond Fri, 26 Jul 2019 09:45:53 +0000 http://hanftube.de/?p=1471 Ein Alkoholiker kann seine Alkoholsucht nicht durch einen einfachen Alkoholentzug durchbrechen, da sein Suchtgedächtnis ihn ruft, CBD kann es löschen.

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Generelle Abstinenz führt trockene Alkoholiker zum Rückfall

Jede Alkoholsucht ist anders. Doch vielfach wird eine Alkoholabhängigkeit nicht mit einem Alkoholentzug durchbrochen, sondern durch eine andere Sucht ausgetauscht, um dem nächsten Rückfall zu entgehen. Während die Anonymen Alkoholiker sich gegenseitig die totale Abstinenz predigen, geht das bei vielen Alkoholkranken am Lebensalltag komplett vorbei. Jeder Stressmoment lässt trockene Alkoholiker wieder zur Flasche greifen. Oder aber sie steigen auf Medikamente oder Drogen um, die ebenfalls ein hohes Suchtpotenzial entfalten und keine langfristige Lösung auf Knopfdruck sind. Immer häufiger rückt auch die Therapie mit Cannabis in den öffentlichen Fokus. Dabei geht es weniger um das berauschende THC, als vielmehr um das nicht psychoaktiv wirkende CBD. Dieses kann dabei helfen, das Suchtgedächtnis zu löschen, womit der Suchtdruck schwindet und Rückfälle langfristig seltener werden oder ausbleiben.

Alkoholsucht mit Cannabis behandeln in Teil 2:
Alkoholismus – Therapie mit Cannabis

Vielfach wird erklärt, dass Cannabiskonsum in einen stärkeren Alkoholkonsum und damit in einer Alkoholsucht mündet. Wer jedoch Menschen über Jahre beobachtet, die sich das Kiffen mit intensiverem Alkoholkonsum abgewöhnt haben, der sieht das anders. Um keinen Ärger mit der Justiz zu provozieren, bleibt der Cannabis weg und das Alkoholproblem wird schlimmer und schlimmer. Es hat aus diesem Blickwinkel den Anschein, dass Cannabis problematische Trinker stabilisiert und sie ohne ihren Joint erst völlig in die Alkoholsucht abrutschen. Es mag durchaus sein, dass es viele Menschen mit starkem Konsummuster gibt, die gerne kiffen, sowie trinken und es deswegen zu derartigen Fehlinterpretationen kommt.

Wer bereits mehrfach im Alkoholentzug war und mit dem ein oder anderen Alkoholiker redet, der erfährt von der stabilisierenden Wirkung von Cannabis in Trockenphasen. Demnach ist es unter vielen langjährigen Trinkern bekannt, dass Cannabis eine Therapie bei Alkoholismus sein kann und einigen Alkoholikern hilft, anderen vielleicht nicht. Doch was nicht sein durfte, das hatte eben nicht zu sein und wurde aus der öffentlichen Wahrnehmung ausgeblendet.

Ein Regenbogen im grauen Himmel
Alkoholentzug und der Weg zum Ende vom Regenbogen

Alkoholsucht ist eine wissenschaftlich anerkannte Erkrankung

Viele Probleme verstehen nur diejenigen, die sie selber wenigstens ansatzweise haben. Wer kein Alkoholproblem hat, der denkt sich, dass Alkoholiker es nur wollen müssen, damit sie trocken werden und abstinent bleiben. Sie müssen einmal durch den Alkoholentzug, dann in die Therapie und können zurück ins Leben. Dabei ist der körperliche Alkoholentzug das kleinste Problem, der jedoch ohne medizinische Hilfe tödlich verlaufen kann.

Laut neuster ICD 10 Einstufungen braucht es nicht mehr Entzugserscheinungen, um als Alkoholiker zu gelten. Sehr viele Menschen mit massivem Alkoholproblem und dem Zwang zum Trinken haben keinerlei körperlichen Alkoholentzug, können aber dennoch nicht ohne den Alkohol ihren Alltag bewältigen. Zudem dreht sich im Kopf immer mehr alles um Alkohol und in den jeweiligen Trigger Situationen erfolgt der zwanghafte Griff zur Flasche.

In der heutigen Medizin werden sechs Kriterien genannt. Wenn wenigstens drei der Kriterien über einen längeren Zeitraum zutreffen, dann gilt man als Alkoholiker. Ein Leben ohne Alkohol ist nicht mehr möglich, der immer in Reichweite sein muss, um sich sicher zu fühlen.

Selbsttest: drei Treffer reichen zum Status vom Alkoholiker!

  • mit dem Alkoholkonsum nicht von selber aufhören können
  • mit dem ersten Schluck Alkohol wird weiter getrunken
  • in Stressmomenten zur Flasche greifen
  • heimlich und alleine trinken
  • alkoholbedingte Organschäden
  • ich und sein Umfeld durch Alkoholkonsum schädigen

Die körperliche Abhängigkeit mit dem durch Medikamente abgefederten Alkoholentzug ist bei der Alkoholkrankheit also zu vernachlässigen. Das Problem liegt bei der Alkoholsucht im Kopf, weswegen der nächste Rückfall vorprogrammiert ist. Alkoholiker können gar nicht anders, als aus der Entgiftung direkt in den nächsten Kiosk zu laufen. Wer bereits mehrfach durch den Alkoholentzug ging oder schon eine Alkoholtherapie hinter sich hat, der weiß das und möchte nicht den nächsten Rückfall bauen. Weil dieser gute Wille jedoch nicht reicht, ist die Alkoholsucht eine Alkoholkrankheit, die sich nicht durch eine kurze Abstinenz durchbrechen lässt.

Der schleichende Prozess vom Alkoholismus

Ein suchtkranker Alkoholiker muss erst einmal den Punkt erreichen, an dem er sich nicht allein im Innern, sondern auch in seinem Außenverhalten eingesteht, ein schweres Alkoholproblem zu haben. Alkohol war im Gegensatz zu Cannabis schon immer gesellschaftlich anerkannt. An jeder Ecke gibt es Alkohol zu kaufen, an jeder zweiten Ecke wird Alkohol getrunken. Es gehört sogar zum guten Ton, dass man unter Freunden, Bekannten, in der Familie und auch im Unternehmen einen mittrinkt. Wer am nächsten Tag nicht allein verkatert ist, sondern einen richtigen Filmriss hat, der ist mitunter noch anerkannter. Wer viel verträgt und sternhagelvoll die verrücktesten Dinge macht, der ist unter anderen Trinkern der Held.

Es ist vom normalen Alkoholkonsum zum problematischen Alkoholkonsum ein sehr schleichender Prozess. Selbst wer bereits ein Alkoholproblem hat und ohne Alkohol nicht mehr im Alltag bestehen würde, kann noch viele Jahre komplett unauffällig weitertrinken. Mit der Zeit fallen die üblichen Ausfallerscheinungen immer geringer ins Gewicht. Wenn irgendwo nicht getrunken werden darf, dann wird der Alkohol eben umgefüllt und ein scharfes Mundwasser, Kaugummi oder Ähnliches verwendet, um die Alkoholfahne zu kaschieren. Zugleich wird ein Umfeld gesucht, welches selber trinkt oder sich blenden lässt. Problemsituationen werden umgangen, weswegen sich über Jahre das soziale Umfeld ändert und die Alkoholsucht einen zwangsläufig einholt. Wer als Alkoholiker wegen dem wachsenden Alkoholproblem mit seiner Existenz und im Sozialleben immer weiter abrutscht, der kann außerdem schwere Depressionen ausprägen. Diese können den Absprung aus der Alkoholsucht selbst bei therapiewilligen Alkoholikern noch weiter erschweren.

Es geht für viele also kein Weg daran vorbei, im gewohnten sozialen Umfeld ein Bier nach dem anderen zu trinken. Ein geläuterter Alkoholkranker würde andere Trinker in den ersten Jahren gar nicht ohne Rückfall ertragen, sowie diese mit einem Abstinenzler nichts anzufangen wissen. Man muss praktisch sein ganzes Umfeld wechseln, um ein trockener Alkoholiker werden zu können.

Zwei Asam Bockbier vom Weltenburger Kloster
Trinken hat Tradition – Bockbier aus der ältesten Klosterbrauerei

Alkoholkrankheit – mangelnde Einsicht

Der schleichende Prozess vom unproblematischen zum problematischen Alkoholkonsum, der im sozialen Zusammenbruch mündet, kann also Jahrzehnte dauern. Man selber hat über lange Zeit den Eindruck, einfach nur mitzutrinken und alles im Griff zu haben. Vielfach blenden Alkoholiker völlig aus, dass sie selber und auch ihr Umfeld mit Frau, Kindern und Arbeitsplatz Schaden nehmen. Keiner gesteht sich solch ein Problem freiwillig ein. Eigentlich jeder möchte an seiner schleichenden Alkoholsucht vorerst festhalten und vielleicht irgendwann einmal weniger trinken. Aber noch nicht sofort, da andere Sachen vorerst wichtiger sind, so die Begründung für das Hinauszögern vom ersten Alkoholentzug.

Selbst wer sein Alkoholproblem im Innern bereits kennt, der gesteht sich meist nicht die Ausmaße ein und schiebt seine Probleme auf andere Faktoren. Auch bei vielen anderen Abhängigkeiten greifen diese Mechanismen automatisch ineinander. Doch beim gesellschaftlich anerkannten und allgegenwärtigen Alkohol, der zudem die Wahrnehmung einengt und zu einer Selbstüberschätzung beiträgt, greifen diese Verdrängungsmechanismen noch besser.

Solange der Alkoholkranke sich sein Alkoholproblem nicht eingesteht und von sich aus eine Änderung wünscht, bleibt ein Alkoholentzug mit Therapie zur Förderung der Abstinenz praktisch gesehen aussichtslos. Auch bei anderen Süchten, ob Substanz- oder Verhaltenssüchten, muss der Erkrankte häufig erst im persönlichen Scherbenhaufen den Punkt erreichen, an dem gar nichts mehr geht, damit er sich auf eine Therapie und Änderungen im Leben einlässt. Die Familie, die Freunde und teils auch Arbeitgeber stehen nicht selten über Jahre vor ihrem Problemtrinker und können nur abwarten oder sich voneinander trennen.

Bierausschank – aus der Flasche in den Plastikbecher
Allgegenwärtiger Bierausschank lässt selbst trockene Alkoholiker einknicken

Nicht nur körperliche Erkrankungen durch Alkohol

Die Alkoholsucht ist eine Erkrankung, bei der viele direkt an einen Leberschaden, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nervenschäden, absterbende Hirnzellen und vor allem an Krebserkrankungen denken. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Teils neigen psychisch Erkrankte zum Alkoholismus oder dieser begünstigt die Ausprägung psychischer Erkrankungen. Wer alkoholisiert ist, der neigt zur Selbstüberschätzung und dazu, etwas intensiver in seiner eigenen Ich-Welt zu leben, als es andere Menschen tun.

Viele trinken ein paar Bier für die Stimmung und wollen einander beeindrucken, es alles besser wissen und behaupten unhaltbare Dinge oder machen Versprechungen, die sich später nicht realisieren lassen. Wer jedoch ständig alkoholisiert ist, der kann bis in die Alkohol Psychose abrutschen und entgleitet der Realität Schritt um Schritt, bis er von niemandem mehr ernst genommen wird. Das begünstigt einen weiteren sozialen Abstieg, die Alkoholsucht wird zur Abwärtsspirale.

Wer bereits als Spiegeltrinker ständig rund 2 Promille hält, der isst häufig weniger sowie der Darm Vitamin B1 schlechter aufnimmt. Dieses kann in das Korsakow Syndrom münden. Es handelt sich um Schädigungen am Gehirn, die irreparabel sind und meistens nur noch behandelt werden können. Das Erinnerungsvermögen ist stark beeinträchtigt. Doch wer am Korsakow Syndrom leidet, der kleidet die Erinnerungslücken spontan mit seiner selbstgefälligen Fantasie aus und glaubt sich selber.

Weil Alkoholismus ein schleichender Prozess ist, in dem die meisten Alkoholiker ihre Verdrängungsmechanismen aufbauen und lernen, ihr Trinken zu kaschieren, kommt die Einsicht bei den meisten bereits reichlich spät. Wenn allerdings noch psychische Erkrankungen mit einem stückweisen oder kompletten Realitätsverlust vorliegen, dann wird es um so unwahrscheinlicher, dass die betroffenen Alkoholiker sich Hilfe suchen oder annehmen. Es muss meist ein schwerer persönlicher Tiefpunkt abgewartet werden, damit Therapieversuche überhaupt fruchten können.

Die Utopie: Vom Alkoholentzug zur Abstinenz

Nicht allein die Anonymen Alkoholiker, sondern auch viele Menschen ohne Alkoholproblem hängen einer Utopie an. Der einsichtige Alkoholiker muss nur wollen, dann kann er durch den Alkoholentzug und mit einer Alkoholtherapie zur Abstinenz finden.

Wer einmal ein trockener Alkoholiker ist, der darf nie wieder Alkohol trinken, das wird den meisten einleuchten. Doch der Abstinenzgedanke geht viel weiter. Wer einmal ein Suchtproblem hatte, der muss nicht nur seine persönliche Substanz, sondern auch jede andere meiden. Trockene Alkoholiker haben innerhalb von diesem Gedankenspiel also generell jegliche psychoaktiv wirkende Substanz zu meiden.

Auch dieser Gedankengang ist nachvollziehbar. Wer bereits mit Alkohol Probleme hatte, der hat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit sedierenden Medikamenten oder Drogen ein schweres Problem. Dennoch bleibt dieses Ziel vom abstinenten Leben für viele Schwerstabhängige und damit auch für viele schwere Alkoholiker eine Utopie, die sich im praktischen Alltag nicht realisieren lässt. Wer in dieser Situation den Teufelskreis vom Alkoholentzug und dem folgenden Rückfall durchbrechen will, der muss einen Ausweg suchen, mit dem ein normales Leben möglich wird. Hier kommt die Therapie mit Cannabis oder einem nicht psychoaktiv wirkendem CBD Extrakt ins Spiel.

Doch auf dem Schwarzmarkt ist Cannabis zu teuer, wegen des Verbots nicht erhältlich oder nicht in guter Qualität verfügbar. Sicherlich gibt es in Deutschland inzwischen Marihuana aus der Apotheke. Doch die meisten Ärzte werden bei einem vorliegenden Suchtproblem kein Cannabis verschreiben. Das alles erschwert dem Alkoholiker den Behandlungsvesuch mit Cannabis, da für viele auch CBD Extrakte zu teuer sind. Aufgrund der ungenügenden Versorgung baut der eigentlich trockene Alkoholiker den nächsten Rückfall und muss erneut in den Alkoholentzug.

Ein Cannabis Joint im Aschenbecher, ein anderer daneben
Alkoholsucht – Cananbis Joint kann gegen Rückfall helfen

Das Ziel: Trockene Alkoholiker ohne Rückfall

Nicht allein der einsichtige Alkoholkranke, sondern auch seine Familie, seine Mitarbeiter und das gesamte nicht alkoholkranke Umfeld haben ein und dasselbe Ziel: Der trockene Alkoholiker soll im Leben bestehen, ohne beim kleinsten Trigger einen Rückfall zu bauen. Man möchte sich wieder aufeinander verlassen und gesittet miteinander umgehen können. Genauso, wie der Weg vom regelmäßigen Alkoholkonsum bis zum therapiewilligen Alkoholiker lang ist, genauso ist der Weg lang, um ein stabiler trockener Alkoholiker zu werden.

Cannabis als Therapie eignet sich vermutlich nicht für jeden und kann auch dann nur ein Baustein sein. Medizinischer Beistand, Selbsthilfegruppen und mitwirkende Angehörige sind sehr wichtig. Doch all das kann erst greifen, wenn der Alkoholkranke wirklich den Punkt erreicht hat, an dem er sich selber ändern möchte.

Alkoholsucht mit Cannabis behandeln in Teil 2:
Alkoholismus – Therapie mit Cannabis

Quellen und weiterführende Informationen:
https://www.a-connect.de/stufen.php
https://www.rehaklinik-serrahn.de/alkohol-psychose/
https://www.onmeda.de/krankheiten/korsakow-syndrom.html

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Das Konjunkturpaket Krieg bringt uns um https://hanftube.de/2019/06/20/das-konjunkturpaket-krieg-bringt-uns-um/ https://hanftube.de/2019/06/20/das-konjunkturpaket-krieg-bringt-uns-um/#respond Thu, 20 Jun 2019 10:00:31 +0000 http://hanftube.de/?p=1419 Durch Krieg entsteht gleich dreifacher Umsatz: Erst bombardieren, dann wieder aufbauen und die chronisch Kranken pflegen. Doch viele überleben nicht.

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Kapitalismus – unser Schuldgeldsystem ist eine Blase

Wir leben im Krieg, immer: Der kalte Krieg war wohl nie vorüber, denn es folgten umgehend Maßnahmen der territorialen Erweiterungspolitik vom „Verteidigungsbündnis“ Nato über den Vorboten der EU in Osteuropa. Zum War on Drugs gesellte sich der War on Terror als Ergänzung zum Ölkrieg. Trumps Handelskrieg löst die Politik der Freihandelsabkommen ab, die jedoch auch nur ein Krieg reicher gegen armer Länder ist. Oder wer genau profitiert von den Freihandelsabkommen zwischen der EU und Afrika? Es wird also nicht allein mit Waffen gekämpft, denn der Kapitalismus mit seinem Schuldgeldsystem hat viele Möglichkeiten. Doch vor allem das Konjunkturpaket Krieg bringt uns um, da es Menschen direkt und auch indirekt tötet.

Was aber hat Krieg mit dem Kapitalismus zu tun und weswegen handelt es sich um ein Konjunkturpaket? Unser Wirtschafts- und Finanzsystem hat einen schweren Systemfehler. Mit der Geldschöpfung entsteht durchaus Geld aus dem Nichts, weswegen Banken ihren Kunden die Kredite nur so um die Ohren hauen. Doch das ist das Problem, da eine Kreditlast entsteht, die mit dem Zinseszins immer schwerer wird. Privathaushalte, Unternehmer und ganze Länder werden mit der Kreditlast eingefangen und müssen im globalen System gehorchen.

Es gibt im Kapidalismus jedoch die Inflation und das Wirtschaftswachstum. Unser Geld verliert an Wert, weswegen auch die Kreditlast abnimmt. Zugleich wächst die Wirtschaft, womit die Kreditlast wiederum abnimmt. Der Systemfehler am Schuldgeldsystem liegt darin, dass dieses Finanzsystem aufgrund der Kreditlast zwanghaft wachsen muss, um nicht in sich zusammenzubrechen.

Da die Finanzwirtschaft schon lange aufgrund vieler gehebelter Finanzmarktprodukte viel mehr Volumen als die Realwirtschaft aufbringt, ist diese Realwirtschaft den digitalen Finanzmärkten nur noch angehangen. Es entscheidet nicht mehr der Markt, sondern der Finanzmarkt, ob aufgrund der Spekulationen Rohstoffpreise nach oben oder unten gehen.

Dieses zum Wachsen verdammte Schuldgeldsystem ist eine aufgeblähte Blase, die platzen muss, da es ewiges Wachstum in der Realwirtschaft nicht gibt. Das aus Berechnung oder vielleicht auch Verzweiflung aufgesetzte Konjunkturpaket Krieg bläht das Schuldgeldsystem weiter auf, womit das Platzen noch etwas hinausgezögert wird. Durch Krieg entsteht gleich dreifacher Umsatz: Erst bombardieren, dann wieder aufbauen und die chronisch Kranken pflegen.

Flashmob mit „Leichen“
Flashmob – kein Werben für`s Sterben

Krieg für das Wirtschaftswachstum

Wir wollen Frauenrechte und Schulen für Kinder, also bombardieren wir Frauen und Kinder. Gleichzeitig wundern wir uns, dass wir ständig noch mehr Terroristen haben. Doch nun ist der Syrienkrieg überstanden und wir können endlich im Frieden leben? Nein, wenn es Frieden gibt, dann fliegt uns die Weltwirtschaft beziehungsweise die digitale Finanzindustrie um die Ohren. Wir leben im Raubtierkapitalismus, der ständig neues Blut vergießt, um mit einer militärischen Materialschlacht das Wirtschaftswachstum zu beflügeln.

Es geht nicht darum, dass die Rohstoffländer nicht verkaufen wollen, es geht auch nicht um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht allein darum, mit dem Konjunkturpaket Krieg für Wirtschaftswachstum im Kapitalismus zu sorgen. Sicherlich werden die Kriegsschauplätze so gewählt, dass sich auch daraus „positive“ Wirtschaftseffekte ergeben. Gekämpft wird deswegen dort, wo es Rohstoffe wie Rohöl gibt, oder wo mit geopolitischer Kontrolle die Rohstoffströme gesichert werden.

Das kann gar nicht sein, wir bombardieren Frauen und Kinder mit abgereichertem Uran, damit es ihnen bald besser geht? Saudi-Arabien ist ein sehr enger Verbündeter vom „kultivierten und ethisch richtigen Westen“. Es handelt sich um keine Demokratie und aufgrund vieler Verletzungen der Menschenrechte schauen wir aus Höflichkeit oder Scham gar nicht so genau hin. Der hoffentlich überstandene Jemenkrieg war also kein Ereignis, welches in unseren Medien hoch- und runterging, da immerhin wir „Guten“ die Jemeniten zusammen mit den Saudis bombardierten. Die jemenitische Hochkultur hatte den Lehmhüttenbau hervorgebracht und als Fortbewegungsmittel Eselskarren genutzt.

Hunderte Milliarden Dollar wurden in einer Materialschlacht verpulvert, um Jemen zu bombardieren, womit dieser von iranischen Einflüssen befreit werden soll. Selbst wenn iranische Einflüsse für den Moment rückläufig wären, so würde es keine zwei Jahre dauern, bis diese stärker als zuvor sein könnten. Jürgen Grässlin erklärt in seinem Buch „Das Netzwerk des Todes“ Kleinwaffen zur Massenvernichtungswaffe. Mehr braucht es nicht, um gegen Nototruppen die Untergrundstellung zu halten. Der Jemenkrieg ist aus militärischer Sicht letztendlich völlig schwachsinnig. Doch auch dieser Krieg hat als Konjunkturpaket die globalisierte Weltwirtschaft beflügelt.

Vortrag von Jürgen Grässlin zum Netzwerk des Todes
Jürgen Grässlin – Netzwerk des Todes

Konjunkturpaket Krieg: Who`s next?

Syrien und Jemen sind soweit durch, doch die Liste ist noch lang und die ersten drängeln sich schon vor. Wer hätte schon gedacht, dass es möglicherweise in Venezuela weitergeht? Mit Nordkorea laufen immerhin Verhandlungen, in der Ukraine könnte es jederzeit eskalieren und der Iran muss sich schon lange gedulden. Das wären nur die vorderen Plätze in der Warteliste. Da die USA beim Bombardieren nicht immer das Zielland treffen und es eine Eskalationsgefahr zum Weltkrieg gibt, bleibt die Frage spannend, wo genau denn nun der nächste Krieg als wirtschaftliches Konjunkturpaket mit ein oder zwei Kriegslügen angefacht wird. Historische Ereignisse zeigen, dass ein sogenannter offensiver Verteidigungskrieg im Normalfall mit einer Kriegslüge beginnt. So war es schon in Vietnam im Golf von Tonkin, so war es auch beim Polenfeldzug.

Das ist zumindest der Gedankengang Mitte 2019. Doch wenn dieser neue Krieg ausgestanden ist, wird sich diese Frage erneut stellen. Geld kann auf das menschliche Gehirn wie Kokain wirken. Viele einflussreiche Milliardäre investieren deswegen in Rüstungs-Konzerne. Wer so viel Geld und Macht hat, der kann mit seinem Einfluss spielend einfach den nächsten Krieg provozieren, womit Rüstungsaktien steigen und Dividenden ausgeschüttet werden. Solange dieses globalisierte Wirtschaftssystem vom Militärisch Industriellen Komplex besteht, solange wird es einen Krieg nach dem anderen geben.

Mitte 2019 scheint es an verschiedenen Orten auffällig zu zündeln. Die Frage um den nächsten großen Krisenherd, in dem das Geld nur so verpulvert wird, ist damit wohl noch nicht beantwortet. Verschiedene Machtblöcke scheinen diesen nächsten Krieg hierhin oder dorthin ziehen zu wollen, doch die Friedensfrage wird keiner stellen.

Bundeswehrstand wirbt für`s Sterben
Bundeswehr – das Konjunkturpaket Krieg braucht „Personal“

Weswegen uns dieser Krieg umbringt

Das Schuldgeldsystem ist eine Blase, die sozusagen mit dem Moment platzt, an dem sie nicht weiter aufgeblasen wird. Es müssen deswegen Kosten geschaffen werden, die von der Bevölkerung nicht angefochten werden. Der Sozialstaat wird also kaputt gespart, da kein Geld da ist. Doch mit der nächsten Kriegslüge werden weit höhere Kosten erschaffen, die auf den Steuerzahler umgelegt werden, während die Milliardäre mit ihren Waffen und anderen Rüstungsgütern innerhalb der Realwirtschaft die höchsten Gewinnspannen haben.

Solange die Bomben irgendwo anders runterkommen und die Finanzwirtschaft sich stabilisiert, wäre der Nutzen also höher, als der Schaden? Diese Argumentation ist nach dem Hitzesommer 2018, der sich nun wohl regelmäßig wiederholen wird, stark verkürzt. Zum einen ist unser Kapitalismus mit seinem Schuldgeldsystem eine Blase, die dann eben etwas später platzen würde, doch mit noch größerer Wucht. Zum anderen ist der Militärisch Industrielle Komplex einer der weltweit größten Umweltverschmutzer. Dabei geht es nicht allein um CO² Ausstoß. Es geht auch um die Vernichtung von Ökosystemen, die Verseuchung durch Kampfstoffe und strahlende Zeitbomben.

Wir werfen nur einen kurzen Blick auf Uranmunition. Diese besteht aus abgereichertem Uran, welches im Betrieb von Kernkraftwerken, die wiederum für Atombomben die Grundvoraussetzung sind, als Abfall vorkommt. Es können Geschosse produziert werden, die günstig, aber sehr durchschlagend sind. Doch beim Aufprall oder während dem Durchschlagen pulverisiert ein Teil vom abgereicherten Uran zu Nanopartikeln. Diese werden über die Atemluft, Nahrung oder auch beim Kontakt mit Uranstäuben vom Körper aufgenommen. Die Alpha-Strahlung kann nicht einmal ein Blatt Papier durchdringen. Doch diese Strahlung wirkt im Körper ununterbrochen. Krebs und Erbgutschäden sind laut der Kritiker ein Genozid an der Bevölkerung.

Es trifft jedoch auch uns, sogar sehr direkt. Die Soldaten kehren mit bleibenden Schäden heim und kriegen behinderte Kinder. Stäube der Uranmunition können mit Winden weit getragen werden und werden teils an Orten festgestellt, an denen keine Uranmunition verschossen wurde. Für „Deadly Dust – Todesstaub. Uran-Munition und die Folgen“ von Frieder Wagner braucht es stählerne Nerven. Abgereichertes Uran ist nur einer von vielen Kampfstoffen.

Straßenkunst mit Skelette auf Sand unter einer Giraffen
Peace is matter of people like you and me

Kapitalismus in der globalen Krise

Hillary Clinton hätte auf Freihandelsabkommen zur Entmachtung demokratischer Systeme und vermutlich auf Iran und Russland gesetzt. Donald Trump möchte eine Mauer zu Mexiko, da er mit dem frühzeitig angestrebten Konflikt in Venezuela Lateinamerika ins faschistische Chaos stürzen möchte. Doch spätestens dann wäre wohl China dafür fällig, zur größten Volkswirtschaft aufzusteigen. Diesen Platz innerhalb der globalisierten Weltwirtschaft wird die heutige USA um jeden Preis verteidigen wollen, was jedoch nicht ausschließt, dass wir im Eskalationsprozess doch in einen Krieg gegen Russland und auch Iran verwickelt werden. Denn wofür sollen wir europäischen Natostaaten sonst 2% vom BIP (Gesamtumsatz, nicht Steuereinnahmen) in Rüstung stecken? Der Kapitalismus investiert ungerne, um alles verrosten zu lassen. Das Konjunkturpaket Rüstung mündet also zwangsläufig in das Konjunkturpaket Krieg.

Doch weswegen handeln die USA nicht mit Venezuela gute Konditionen für Rohöl aus und ziehen direkt gegen den aufsteigenden Rivalen in die Entscheidungsschlacht? Ein sehr großer Teil der Konsumwaren wird aus China importiert. Stehen die kaufrausch-süchtigen US-Amerikaner vor leeren Regalen, dann droht Bürgerkrieg. Der typische US-Amerikaner steht unter Waffen und kann diese verwenden.

Donald Trump oder seine Nachfolger müssen also erst die heimische Wirtschaft soweit umgestalten, dass gewisse Abhängigkeiten nicht mehr bestehen. Deswegen zieht Trump gegen China und weitere Länder zuerst in den Handelskrieg und versucht die heimische Wirtschaft zurück ins Land zu holen, so die These. Diese Politik des Protektionismus mündete innerhalb der Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1929 mit der geplatzten Blase vom Schuldgeldsystem in den Schwarzen Freitag und damit in den Zweiten Weltkrieg. Und sicherlich ist ein heißer Krieg gegen China ein Weltkrieg und als dieser eine Verzweiflungstat. Doch die US-Wirtschaft konnte dank ihrer abgelegenen „Insellage“ in beiden Weltkriegen gewinnen und stimuliert ihren Schuldgeld Kapitalismus seitdem mit dem Konjunkturpaket Krieg.

Dieser Entscheidungskrieg gegen China könnte allerdings zur finalen Kernschmelze der technisierten Menschheit werden. „The coming War on China“ von John Pilger legt einen auffällig großen Fokus auf die Strahlenschäden überlebender Bewohner der Bikini Islands, die im Kernwaffen-Testgebiet als Menschliche Meerschweinchen für Studienzwecke herhalten. Der Anblick der Überlebenden würde Mut machen, dass es nicht so schlimm ist. Doch beim Anblick ihrer mutierten Kinder kommt richtig Freude auf, dass diese wohl nicht mehr dazu fähig sein werden, sich zu reproduzieren.

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Richter Andreas Müller – das Recht auf Rausch https://hanftube.de/2019/05/07/richter-andreas-mueller-das-recht-auf-rausch/ https://hanftube.de/2019/05/07/richter-andreas-mueller-das-recht-auf-rausch/#comments Tue, 07 May 2019 09:40:39 +0000 http://hanftube.de/?p=1317 Richter Andreas Müller möchte kiffen dürfen, fordert auf dem GMM Dortmund das Recht auf Rausch und erklärt das Cannabis Verbot für verfassungswidrig.

Der Beitrag Richter Andreas Müller – das Recht auf Rausch erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

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Cannabis Verbot verfassungswidrig – Verfassungsklage angestrebt

Jugendrichter Andreas Müller ist dem Namen nach gewiss im ganzen Land bekannt: er ist ein Richter, der sich das Recht auf seine eigene Meinung nicht verbieten lässt und sich auf Hanfdemos für das Recht auf Rausch ausspricht. Es geht ihm nicht um das alleinige Recht auf Rausch mit Alkohol. Es geht Richter Müller darum, dass jeder Erwachsene zugleich das Recht auf freie Entscheidung hat. Er hält das Cannabis Verbot für verfassungswidrig und strebt eine Verfassungsklage an.

Ähnliches tat er bereits und hat damit die Regelung zur sogenannten Geringen Menge für Cannabis auf den Weg gebracht, die im Übrigen keine legale Menge ist. Selbst wenn 180.000 BtM Ermittlungsverfahren in Deutschland, meist gegen einfache Cannabiskonsumenten, vielfach ins Leere verlaufen, so sind die Betroffenen stigmatisiert. Viele Kiffer werden mit einem verunstalteten Führungszeugnis oder dem Führerscheinentzug für unberauschtes Fahren zugleich im Beruf als „Menschen zweiter Klasse“ benachteiligt.

Das muss endlich aufhören, doch es kommt auf uns alle an. Richtig wählen und auch im passenden Moment die Wut darüber heraus brüllen, so brüllt Andreas Müller zum Auftakt in gewohnter Manier auf dem GMM Dortmund 2019 vor über 600 Teilnehmern. Anschließend zog der Global Marijuana March Dortmund zur Hanfmesse CNBS, auf der für Richter Müller noch die Buchlesung „Kiffen und Kriminalität, der Jugendrichter zieht Bilanz“ auf dem Programm stand.

Andreas Müller möchte aufgrund seiner Lebenserfahrung und seiner beruflichen Einblicke als Richter kiffen dürfen. Er fordert diese Freiheit als das Recht auf Rausch und erklärt demnach das Cannabis Verbot für verfassungswidrig. Damit ist er wohl der einzige deutsche Richter, der mit solchen Positionen offensiv die Öffentlichkeit sucht und bei nächster Gelegenheit eine Verfassungsklage einreicht oder unterstützt.

Andreas Müller möchte als Richter kiffen dürfen!

Gibt es das Recht auf Rausch?

Jetzt könnten konservative und elitäre Kritiker in die Diskussion einsteigen, dass es kein Recht auf Rausch gibt. Der Staat würde in der gesellschaftlichen Pflicht stehen, seinen freien Bürgern gewisse Freiheiten wieder zu entziehen. Diese ganze Diskussion um das Cannabis Verbot können wir hier mit sehr logischer Argumentation überspringen: Drogen und Drogenkonsum lassen sich wie auch die sexuelle Ausrichtung oder deren Ausübung nicht einmal unter Androhung und Ausführung der Todesstrafe verbieten. Es gibt immer Menschen, die konsumieren wollen und deswegen Drogen nachfragen. Wo die Nachfrage ist, da wird das Angebot geschaffen, so die Funktionsweise der freien Marktwirtschaft. Und welche Märkte sind richtig frei und entziehen sich jeglicher Kontrolle? Schwarzmärkte!

Mit dem Drogenverbot entsteht also immer auch in der Form vom Schwarzmarkt die unkontrollierte Drogenfreigabe. Selbst wenn Richter Müller gewiss gegen eine Überregulierung ist, so wünscht auch er sicherlich Altersbeschränkungen und Qualitätskontrollen für den kommerziellen Handel. Andreas Müller hätte aber gewiss nichts dagegen, wenn freie Bürger einfach ihr eigenes Marihuana auf dem Balkon oder im Garten anbauen. Doch immer, wenn der kommerzielle Handel sich nicht an die Regeln hält, könnte der Staat einschreiten, ohne dass es auch die seriösen Händler oder kleinen Cannabiskonsumenten trifft. Genau diese Selektion gibt es beim Cannabis Verbot auf dem Schwarzmarkt nicht, womit häufig die seriöser arbeitenden Dealer besonders hart gestraft werden, da sie in ihrem Marihuana mehr Wirkstoffgehalt haben.

GMM Demo Dortmund 2019
GMM Demo Dortmund 2019 – für das Recht auf Rausch ohne Alkohol

Will das BtMG sein Ziel einhalten, muss es sich abschaffen

Drogenkonsum lässt sich durch Drogenverbote nicht unterbinden, wird durch diese jedoch viel gefährlicher. Junge Menschen kommen aufgrund vom Cannabis Verbot mit richtigen Kriminellen in Kontakt, die nicht nur Marihuana im Angebot haben und nicht nur im Drogenhandel tätig sind. Wollen Mütter und konservative Bürger wirklich diese unkontrollierte Drogenfreigabe auf dem Schwarzmarkt?

Es braucht also keine Diskussion über das Recht auf Rausch, da sich das Drogenverbot nicht durchsetzen lässt. Repression macht Drogen für die Gesellschaft lediglich noch gefährlicher. Wenn das BtMG wirklich Schaden von der Gesellschaft abhalten möchte, dann muss es abgeschafft werden, um Drogen und Drogenkonsum aus dem Strafrecht zu entnehmen und rechtlich in das Gesundheitssystem zu überführen. Dieses ist zumindest die Forderung des ehemaligen Polizeipräsidenten aus Münster, Hubert Wimber, der genau wie Andreas Müller in LEAP Deutschland Mitglied ist. Es ist der Ableger von Law Enforcement Against Prohibition aus den USA. In dem Verein werden Richter, Staatsanwälte, Polizisten oder andere Personen, die in der Strafverfolgung mitwirken, Mitglied und bekämpfen den War on Drugs. Damit zählt auch Frank Tempel, ehemals Bundestagsabgeordneter der Linken sowie Kriminalbeamter in der Drogenverfolgung, zu den Mitgliedern von LEAP Deutschland.

Andreas Müller, Jugendrichter und Buchautor
Andreas Müller – Buchlesung zu seinem Werk “Kiffen und Kriminalität”

Richter Andreas Müller – einer von vielen, aber mutiger

Es ist ein offenes Geheimnis, dass viele, die im War on Drugs Konsumenten und Kleindealer jagen, sehr wohl begriffen haben, dass der Drogenkrieg gescheitert ist. Vielleicht sind diese Richter, Staatsanwälte und Polizisten nicht für ein verbrieftes Recht auf Rausch. Aber diese Personen verstehen, dass Drogenverbote mehr Schaden als Nutzen anrichten. Ob das Cannabis Verbot verfassungswidrig ist, kann genau wie diese Frage um das Recht auf Rausch übersprungen werden: das BtMG soll Schaden abhalten und muss aus diesem Gedanken heraus im Sinne von Hubert Wimber abgeschafft werden.

So weit sind wir in der öffentlichen Diskussion noch nicht und so weit würde Jugendrichter Andreas Müller möglicherweise nicht mitziehen. Doch das Cannabis Verbot ist in seinen Augen verfassungswidrig, womit er darauf hofft, dass in seinem Amtsbezirk ein Vorfall auf seinem Schreibtisch landet, mit dem er endlich die ersehnte Verfassungsklage einreichen kann.

Auch deswegen erscheint dieser mutige Richter als Redner wiederholt auf dem Global Marijuana March in Dortmund, um vor hunderten Demonstranten seine Wut heraus zu brüllen, um mit allen zusammen gegen dieses dogmatisch begründete Cannabis Verbot zu demonstrieren. Selbst das wechselhafte „Aprilwetter“ mit Sonne, Regen und Graupel konnte ihn und über 600 motivierte Demonstranten am 04.05.2019 nicht davon abhalten, sich laut und deutlich gegen dieses Cannabis Verbot auszusprechen, welches die Zielsetzung vom BtMG weit verfehlt und jedes Jahr zigtausende Existenzen allein in Deutschland erschwert oder nachhaltig zunichtemacht.

Fotos vom GMM und der CNBS:
https://flic.kr/s/aHsmcb3PD8

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Drogenverbote – Kinder zum Dealer schicken https://hanftube.de/2019/04/27/drogenverbote-kinder-zum-dealer-schicken/ https://hanftube.de/2019/04/27/drogenverbote-kinder-zum-dealer-schicken/#respond Sat, 27 Apr 2019 16:06:33 +0000 http://hanftube.de/?p=1284 Der Schwarzmarkt – die unkontrollierte Drogenfreigabe für Minderjährige, der Dealer lacht. Was haben Kinder davon, wenn Erwachsene für Drogenverbote büßen?

Der Beitrag Drogenverbote – Kinder zum Dealer schicken erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

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Der Schwarzmarkt ist die unkontrollierte Drogenfreigabe

In der Debatte um die Hanf Legalisierung könnte der Eindruck entstehen, dass Drogenverbote, die eben auch für Erwachsene gelten, die Minderjährigen vor Drogenkonsum schützen sollen. Jungendschutz ist gut und wichtig, dass verstehen nicht allein Mütter, sondern kommt auch in konservativen und spießigen Kreisen sehr gut an. Nur, dass sich Drogen und damit der Drogenkonsum nicht einfach verbieten lassen. Wenn in der Diskussion um die Hanf Legalisierung von den Gegnern diese unkontrollierte Drogenfreigabe energisch abgelehnt wird, dann ist es ihnen schwer zu erklären, dass wir diese durch den Schwarzmarkt bereits haben. Wer Drogen verbietet, der schickt Kinder zum Dealer. Wollen Mütter das wirklich? Und was haben Kinder davon, wenn Erwachsene für ihren Cannabiskonsum geahndet werden?

Es gibt sicherlich auch Kinder und Jugendliche, die rauchen und Alkohol trinken. Hier handelt es sich um sehr bedenkliche Genussmittel, oder eben Drogen, die viele Drogentote produzieren. Aber in einem freien Land mit Bürgerrechten muss sich kein Erwachsener wegen der lieben Kinder das Rauchen oder Trinken abgewöhnen, solange er sein Leben noch einigermaßen im Griff hat. Es gibt Regelungen und Gesetze für den Jugendschutz, der dann eben durchgesetzt werden muss.

Doch wie ist es auf dem Schwarzmarkt, auf dem unter anderem Drogenabhängige ihren Eigenkonsum finanzieren und teils konsumfördernd „werben“? Gibt es hier diesen Jugendschutz? Nein. Es gibt durchaus viele Erwachsene, die mit Drogen verantwortungsvoller als andere umgehen. Aber selbst wenn die Drogen durch mehrere Hände gehen müssen, so landen sie letztendlich auch bei zahlenden Jugendlichen. Viele Jugendliche haben wenig Geld, sind aber durch Schule, Freizeitleben und Social Media sehr gut vernetzt. Deswegen finanzieren diese sich teils über Drogenhandel, weswegen es viele Erwachsene gibt, die bei Jugendlichen Drogen kaufen. Gibt es Erwachsene, die Tabak und Alkohol bei Kindern oder Jugendlichen kaufen? Höchstens bei Azubis, die jedoch nichts davon selber besitzen.

Reste einer Marihuana Mischung
Marihuana Mischung: der Schwarzmarkt ist die unkontrollierte Drogenfreigabe

Nicht durchsetzbare Drogenverbote sinnvoll?

Die Opiumkommission von 1909 mündete in die Drogenverbote, mit denen Drogenabhängigen in einigen Ländern selbst die Todesstrafe droht. Da es einst zuerst um Opiate oder Opioide ging, wird Cannabis sozusagen dazugerechnet, obwohl es sich wie bei anderen geahndeten Wirkstoffen um eine ganz andere Substanzgruppe mit ganz anderen Wirkungen und Gefahren handelt. Das sind einfach alles Drogen, Drogen sind ganz schlimm und eine große Gefahr für die Jugend. Nur, dass sich der Drogenkonsum nicht verbieten lässt. Gerade für Jugendliche, die in Deutschland weder Tabak noch Alkohol einfach kaufen können, wird der Drogenschwarzmarkt noch interessanter. Jung wirkende Minderjährige haben Probleme beim Bierkaufen, nicht aber, wenn sie Drogen kaufen wollen.

Drogenverbote sind also nicht durchsetzbar. Es gibt immer eine Nachfrage nach Drogen. Dort, wo es eine Nachfrage gibt, entsteht auch ein Angebot. Doch dieses Drogenangebot entzieht sich jeder staatlichen Regulierung. Wird ein Dealer aus dem Verkehr gezogen, dann stehen drei andere bereit, um den Marktanteil zu übernehmen.

Bleiben die besseren Drogendealer am Markt? Nein, wer besonders stark verstreckte und damit häufig sehr gesundheitsschädliche Drogen verkauft, der wird mit sehr milden Strafen sogar noch belohnt. Es wird eben nicht die gesundheitliche Gefährdung, sondern der Wirkstoffgehalt geprüft. Wenn die Gesellschaft durch Drogenverbote ihre Kinder zum Dealer schickt, dann hat dieser häufig also besonders gefährliche Drogen im Angebot.

Es kommt sogar noch schlimmer: Haschisch und Marihuana machen die Konsumenten nicht so abhängig, wie das ein oder andere Pulver. Zudem sind riechende Cannabisprodukte viel einfacher zu finden, nehmen viel Volumen ein und bringen weniger Geld als Pulverdrogen. Bei vielen Dealern gehört es auf dem Schwarzmarkt also dazu, dass sie mal nicht das eine, sondern nur das andere haben. Und genau damit wurde bereits aus vielen Kiffern doch noch der Junkie, so, wie es die Drogenpolitik so gerne vorwegnimmt.

Eine in Deutschland legal verkaufte CBD Marihuanablüte
Legale Marihuanablüte möglicherweise sicherer, als beim Dealer?

Der Schwarzmarkt fördert nicht die Drogenmündigkeit

Wie kommt der Kiffer also wirklich zum Heroin? Durch die unkontrollierte Drogenfreigabe, die ein Schwarzmarkt nun mal ist. Es gibt keine Qualitätskontrolle, keine Substanztrennung und keine Aufklärung, mit der Drogenmündigkeit entstehen könnte. Der einfache Kiffer bewegt sich in einer Mischszene, in der sich schnell mal was ausprobieren lässt.

Wie ist es denn beim Biertrinken? Die meisten Jugendlichen oder jungen Erwachsenen erlernen unsere „Trinkkultur“ in Anwesenheit von Erwachsenen, die auch mal auf die Bremse treten oder vorher schon was dazu sagen. Wer den Alkoholrausch bereits kennt, der landet selbst mit Schnaps seltener im Krankenwagen.

Dank der unkontrollierten Drogenfreigabe auf dem Schwarzmarkt springen viele Jugendliche direkt ins kalte Wasser oder müssen einander etwas beweisen, wobei dann aber keiner auf die Bremse tritt. Jugendlichen oder jungen Erwachsenen fehlen Erfahrungswerte. Deswegen kommt es auf die Anwesenheit von verantwortungsvollen und kundigen Personen an. Aufgrund der Drogenverbote und der damit verbundenen Heimlichtuerei kriegen diese aber häufig nichts von den ersten Konsumerfahrungen ihrer Mitmenschen mit. Dementsprechend können sie nichts für den Saver Use machen und dürften es juristisch nicht einmal.

Jugendliche, die dennoch Drogen probieren, sind dann auf Gedeih und Verderb auf sich gestellt. Das soll nicht bedeuten, dass Eltern oder nahe stehende Erwachsene Minderjährigen das Kiffen beibringen sollen. Es bedeutet lediglich, dass wenn die Jugendlichen es ohnehin machen, die Erfahrungswerte eines älteren und verantwortungsvollen Konsumenten Schlimmeres verhindern können.

Sich wählen lassen und Kinder zum Dealer schicken

Kinder und Jugendliche sind nicht nur in unserer Gesellschaft ein sensibles Thema. Kinder können nicht einfach ihr Leben leben, sie sind auf Fürsorge angewiesen. Es ist ganz normal und gelegentlich dringend notwendig, dass auch mal über die Köpfe von Kindern und Jugendlichen hinwegentschieden wird. Genauso sind Kinder aber auch ihren eigenen Eltern ausgesetzt und müssen teils vor diesen geschützt werden.

Minderjährige sind also noch nicht Mitglieder der Gesellschaft, die für sich selber sorgen können und damit auch „selber schuld“ wären, wenn es mal nicht rund läuft. Die Eltern und die Gesellschaft stehen in der Pflicht, Kindern ein geschütztes Aufwachsen zu ermöglichen. Dabei müssen Jugendliche sich aber auch immer mehr aus diesen Schutzmechanismen lösen können, um nicht von heute auf morgen auf sich allein gestellt zu sein. Das selbstständige Leben will immerhin wie die Drogenmündigkeit erlernt werden.

Viele Politiker oder auch Medienvertreter nutzen diesen sensiblen Punkt innerhalb unserer Gesellschaft gezielt aus, indem sie Schutz versprechen. Mit jedem Blick auf jugendliche Drogentote oder im Wahlkampf werden noch härtere Drogenverbote angekündigt, um die Jugendlichen zu schützen. Mehr Repression ist jedoch mehr Stress für die Drogenabhängigen und mündet deswegen in noch mehr Drogentote. Das haben zumindest schweizer Beobachtungen klar belegen können.

Wenn sich Drogenkonsum nicht verbieten lässt, dann bleibt die Nachfrage bestehen, womit Dealer für das Drogenangebot sorgen. Der Schwarzmarkt wird zur unkontrollierten Drogenfreigabe. Weder Qualitätskontrollen, noch Substanztrennung und schon gar kein Jugendschutz lassen sich durchsetzen, da jeder Erwischte direkt vor dem Richter steht. Wer sich als Dealer viel verantwortungsbewusster verhält, der hat keinerlei Vorteile. Wozu sollen Drogendealer, die ihre Drogensucht finanzieren wollen, dann überhaupt noch auf etwas achten? Und wer nicht an Jugendliche verkauft, der verkauft eben an Personen, die es machen. Drogenverbote schicken Kinder zum Dealer, da sie sich nicht durchsetzen lassen.

Joint mit Feuerzeug
Nehmen Kinder Schaden, wenn Erwachsene ihren Joint rauchen?

Jugendschutz geht nur mit einem regulierten Drogenmarkt

Beim Tabak und Alkohol wirken mächtige Lobbyverbände auf die Politik. Es gibt rund 1000 bis 2000 Drogentote pro Jahr in Deutschland. Cannabistote kommen in der Statistik nur deswegen vor, da Marihuana und synthetische Cannabinoide zusammengefasst werden. Richtige Cannabistote gibt es also nicht. Es sind allerdings 100.000 bis 200.000 Tote jährlich durch Tabak und Alkohol. Dennoch lassen sich umfassende Werbeverbote für den gesamten öffentlichen Raum und die gesamte frei zugängliche Medienlandschaft nicht durchsetzen.

Wegen des wachsenden öffentlichen Drucks gibt es vielversprechende Teilerfolge und gerade vom Tabak lassen viele Jugendliche aufgrund der Aufklärung die Finger. Dazu mag beitragen, dass auch bei Verkaufsautomaten und Verkaufsstellen viel intensiver als vor 20 Jahren auf den Jugendschutz geachtet wird, während es beim Alkohol häufig noch zu lasch läuft. Doch neben den offiziellen Verkaufsstellen kann auch die private Weitergabe an Jugendliche geahndet werden, was gelegentlich sogar passiert und abschreckend wirkt. Weswegen sollte jemand Tabak und Alkohol an Jugendliche geben und sich damit Repressalien aussetzen, die es sonst nicht zu befürchten gäbe? Das ist zumindest der springende Punkt, weswegen dieser Jugendschutz auch im Privaten ansatzweise funktioniert. Mit etwas gezielter und dosierter Kontrolle, vor allem bei entsprechenden Vorfällen, könnte es sogar noch besser funktionieren.

Und genau das alles geht eben nicht, wenn Drogenverbote mit dem Schwarzmarkt in die unkontrollierte Drogenfreigabe münden. Gibt der Drogendealer nicht direkt an Jugendliche ab, dann macht er dieses häufig eben indirekt, da seine Käufer einen Teil weiterverkaufen. Wer Jugendschutz für illegale Drogen wünscht, der muss also für die Legalisierung von Drogen sein. Nur innerhalb von einem legalen Rahmen können Drogen reguliert werden. Damit kann zugleich eine Substanztrennung stattfinden. Mit der Hanf Legalisierung wäre wenigstens der Cannabis schon einmal von anderen Drogen abgegrenzt. Genauso sind auch Tabak und Alkohol von anderen Drogen getrennt verfügbar, womit der Wechsel von einer zur anderen Substanz bereits seltener vorkommt.

Legalisierung von Hanf in Deutschland

Die Hanf Legalisierung ist ein Thema, bei dem viele sich fragen, warum überhaupt noch darüber diskutiert werden muss. Cannabis ist nicht komplett unbedenklich, aber doch bei weitem nicht so schlimm, wie die Drogenpolitik es vermuten ließe. Wenn es um die Legalisierung aller Drogen geht, dann stehen Befürworter jedoch weiterhin auf verlorenem Posten. Die Legalisierung von Drogen wird immerhin mit der unkontrollierten Drogenfreigabe gleichgesetzt, die es mit dem Schwarzmarkt allerdings schon lange gibt. Beim Drogen Legalisieren kann allerdings auch jede Droge für sich reguliert werden. Der Zutritt zu den Abgabestellen kann mit verschiedenen Hürden oder Bedingungen verknüpft werden. Die Drogen werden gruppiert, womit es räumlich voneinander getrennte Drogenfachgeschäfte, oder für ländliche Regionen gesicherte Drogenautomaten, geben würde.

Aber dank der Drogenverbote werden wir weiterhin Kinder zum Dealer schicken? Oder die Minderjährigen schicken ihre volljährigen Freunde vor? Wenn die regulierte Drogenabgabe für die Drogenkonsumenten attraktiver als der Schwarzmarkt wäre, dann würde dieser auf einen Schlag den Großteil seiner Kunden verlieren. Dieser Schwarzmarkt für Drogen würde also massiv einbrechen und wäre damit bereits viel übersichtlicher. Wer dann noch Drogen an Kinder und Jugendliche verkaufen will, der müsste auch weiterhin mit schweren Repressalien rechnen und wäre viel schneller überführt. Selbst Drogenabhängige, die sich mit Dealerei selber finanzieren wollen, würden vor der Abgabe an Jugendliche zurückschrecken.

Genauso können Volljährige mit voller Härte geahndet werden, die in Drogenfachgeschäften kaufen oder selber produzieren, um einen Teil der Drogen anschließend an Jugendliche zu geben. Diese Erwachsenen würden es sich sehr genau überlegen, ob sie dieses Risiko eingehen, wenn sie ansonsten nichts zu befürchten hätten. Wer sich aufgrund der Drogenverbote generell bedeckt halten muss, der würde gewiss weniger auf den Jugendschutz achten.

Die Grüne Jugend fordert freie Drogen
Keine Drogenverbote, sondern freie Drogen mit der Grünen Jugend

Die sinnvolle Legalisierung aller Drogen ist möglich

Die Legalisierung von Hanf ist mehr als nur Überfällig, um erwachsenen Bürgern ihre Freiheit über sich selber in mündiger Selbstverantwortung einzuräumen. Zudem würde allein diese Legalisierung von Hanf den Schwarzmarkt für Drogen schrumpfen lassen. Um Jugendliche zugleich effektiver vor anderen Drogen schützen zu können, wäre es besser, wenn auch andere Substanzgruppen in einem sinnvollen Rahmen reguliert werden. Erwachsene müssten einfach nicht mehr für ihre Drogen auf den Schwarzmarkt zugreifen, der nach dem Zusammenschrumpfen auch für Jugendliche weniger verfügbar wäre.

Unter anderem in Colorado zeigt sich, dass die Legalisierung von Hanf nicht bedeutet, dass experimentierfreudige Jugendliche auf andere Drogen umschwenken. Häufig finden Minderjährige wegen Marihuana zum Schwarzmarkt und würden zumindest im Anfang die allermeisten anderen Drogen komplett ablehnen. Das Cannabisverbot kann deswegen aufgrund der mangelnden Substanztrennung wirklich zum Sprungbrett in die harte Drogensucht werden. Das passiert eben, wenn Wähler ihre Kinder zum Dealer schicken, da sie durch Drogenverbote die Jugend schützen wollen.

Wenn in der heutigen Diskussion um die Legalisierung von Hanf in Deutschland zu vernehmen ist, dass „das Verbot von Cannabis ist nicht mehr zeitgemäß“, dann kann nur noch gekontert werden, dass es das noch nie war, da es sich noch nie durchsetzen ließ. Probleme, die sich nicht durch Verbote komplett vermeiden lassen, können häufig deutlich abgefedert werden. Demnach hat Portugal im Jahr 2001 aus Verzweiflung den Konsum jeder Droge entkriminalisiert. Die Heroin-Epidemie bedrohte mit rund 1% Drogensüchtigen die nationale Sicherheit. Also wird auf sinnvolle Weise der Konsum jeder Droge entkriminalisiert, um das unlösbare Drogenproblem wenigstens einzugrenzen. Der problematische Drogenkonsum, HIV Infektionen, Hepatitis, die Verelendung der Drogenabhängigen und andere gravierende Probleme sind seitdem stark zurückgegangen. Weniger Kinder rutschen in die harte Drogensucht mit Beschaffungskriminalität oder Prostitution, wenn einfach ein anderer gesellschaftlicher Umgang mit Drogen erfolgt. Wäre das kein Argument in der Diskussion mit hysterisch wirkenden Müttern?

Wie genau funktioniert dieser von Anfang an verlorene War on Drugs?

Es gab eigentlich keine nennenswerten Drogenprobleme, die den War on Drugs rechtfertigen würden, den Nixon nur noch offiziell ausrief und durch die Gründung der DEA verschärfte. Die vorhandenen und gerechtfertigten Probleme gingen wohl eher darauf zurück, dass Opiate und andere Wirkstoffe in den Drugstores der USA einst für jeden frei zugänglich waren. Mit einer ohnehin einsetzenden Regulierung für Medikamente und etwas sinnvoller Aufklärung wären diese Probleme bereits sinnvoller und auch humaner gemindert worden.

Doch aus rassistischer und wirtschaftlicher Motivation wurden massive Drogenverbote politisch auf den Weg gebracht und juristisch durchgesetzt. Damit die Bevölkerung in den USA das mitgemachte, gab es regelrechte Schmierblattkampagnen, die Vorkommnisse aufblähten oder frei erfunden haben, um vor allem gegen Cannabis eine Pogromstimmung aufzubauen. Der „good old Hemp“ war zu der Zeit als Konkurrent verschiedener Produkte vielen ein Dorn im Auge. Das ist er aus genau diesem Grunde noch immer, womit viele Kreise die Legalisierung von Hanf um praktisch jeden Preis stoppen wollen. Gerade unlösbare Probleme bringen viel Umsatz und damit Gewinn, womit viele in Wirklichkeit solche Probleme nicht mindern, sondern aufblähen wollen. Jugendschutz ist nur das vorgeschobene Argument, um die Drogenpolitik auf Spur zu bringen.

Im War on Drugs wird laufend erklärt, dass man mit noch härteren Strafen zur drogenfreien Welt kommt, womit die Jugend geschützt wäre. Doch praktisch immer wird vom gesteckten Ziel das genaue Gegenteil erreicht.

Joep Oomen von ENCOD
ENCOD – Joep Oomen widmete sein Leben dem Kampf gegen Drogenverbote

Die entscheidende Drogenfrage

Es werden immer mehr Drogen auf immer riskantere Weise genommen, womit immer mehr Geld auf dem Schwarzmarkt verdient wird, mit dem sich Kriminelle oder auch Rebellen finanzieren. In Mexiko hat die Polizei den Kampf gegen Drogenkartelle seit langem verloren, womit die Armee übernahm. Viele Regionen in Mexiko bieten ein Leben wie im Krieg, Mexiko ist aus diesem Blickwinkel einer der Failed States. Dennoch muss mit noch mehr Repression noch härter gegen diese Drogen gekämpft werden, womit die Kriminellen im Gegenzug immer brutaler werden. Der War on Drugs wird zur Gewaltspirale, in der unzählige Existenzen untergehen und viele Menschen den Tod finden.

Durch Drogenverbote werden Kinder zum Dealer geschickt, da der Schwarzmarkt die eigentliche unkontrollierte Drogenfreigabe ist. Ein sinnvoll regulierter Drogenmarkt würde den Schwarzmarkt austrocknen, womit Kinder es schwer hätten, noch einen Dealer zu finden.

Das Geld im illegalen Drogenmarkt gefährdet unsere Gesellschaft und produziert Failed States. Drogenverbote schützen nicht die Jugendlichen, sie gefährden ganze Staaten und schwächen die Gesellschaft. Es stellt sich deswegen abschließend noch die rhetorische Drogenfrage an alle ideologisch und kaum rational argumentierenden Drogenverbotskrieger:

Was haben euch all die Kinder denn getan, dass ihr immer noch diese von Anfang an gescheiterte Drogenpolitik der totalen Drogenverbote wählt?

Quellen:
http://m.20min.ch/schweiz/zuerich/story/29287940
http://blogs.taz.de/drogerie/2017/04/15/trotz-cannabislegalisierung-kiffen-immer-weniger-schueler-in-den-usa/
http://www.ik-armut.de/inhalt/Portugal%20hat%20Konsum%20von%20Drogen%20entkriminalisiert.htm
https://www.heise.de/tp/features/15-Jahre-entkriminalisierte-Drogenpolitik-in-Portugal-3224495.html

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Es hilft uns keiner, die Lobby für Hanf sind wir https://hanftube.de/2019/03/29/es-hilft-uns-keiner-die-lobby-fuer-hanf-sind-wir/ https://hanftube.de/2019/03/29/es-hilft-uns-keiner-die-lobby-fuer-hanf-sind-wir/#comments Fri, 29 Mar 2019 11:31:27 +0000 http://hanftube.de/?p=1217 Vorbestraft und ohne Führerschein ist es schwer. Was ändert es, wenn alle kiffen und auf dem Sofa abwarten? Als Lobby für Hanf müssen wir aktiv werden!

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Als Hanfaktivisten für die Cannabis Legalisierung aktiv sein

Viele Menschen rauchen lieber Marihuana, als dass sie Bier trinken und lassen sich das nicht verbieten. Was daran ist schlimm? Das seine angeblichen Ziele verfehlende Cannabisverbot ist schlimm, da es den Marihuanaraucher stigmatisiert und massiv schädigen kann. Wer vorbestraft ist, vielleicht keinen Führerschein hat oder einfach in das Klischeebild passt, der hat es bei der Suche nach einem guten Job oder einer Wohnung schwerer. Aber was soll sich schon am Cannabisverbot ändern, während alle kiffen, auf dem Sofa sitzen und abwarten? Wenn wir etwas an dieser Misere ändern wollen, dann müssen wir aufstehen und als Hanfaktivisten für die Cannabis Legalisierung aktiv sein. Wer sonst soll es denn tun, wenn nicht wir selber? Denn die Lobby für Hanf sind wir!

Geld kauft sich eine professionelle Lobby, die effektiv die Medien manipuliert oder auf Politiker Einfluss nimmt. Wir sind vielleicht viele, wir sind als Hanflobby jedoch nicht organisiert und können uns ohne klare Hierarchie nicht straff organisieren. Der typische Marihuanakonsument wird im Ehrenamt eine straffe Hierarchie nicht akzeptieren. Zudem hat jeder Kiffer in seinem Nebeldunst ganz andere Vorstellungen von der Cannabis Legalisierung. Die einen wollen es überall anbauen und den Leuten schenken, die anderen möchten einen kontrollierten Eigenanbau, die nächsten eine kontrollierte Abgabe oder auch nur den medizinischen Cannabiskonsum. Einige wollen mit Petitionen Cannabis legalisieren, andere mit massenhaften Selbstanzeigen und die nächsten träumen von einer Cannabis Demonstration mit einer Million Demonstranten. Diese eine Lobby für Hanf gibt es also nicht, aber auch eine sinnvolle Vielfältigkeit hilft beim Cannabis Legalisieren.

Rollstuhlfahrer auf der Cannabis Demo Dampfparade
Ohne Cannabis wäre ich tot – Rollstuhlfahrer als Lobby für Hanf

Das Problem der Hanfaktivisten

Man findet sich mit einigen anderen Hanfaktivisten zusammen, die als Hanflobby Cannabis legalisieren wollen und ist schnell frustriert. Oft geht wesentlich mehr Zeit und Energie für das Abstimmen von Aktionen durch, als diese beanspruchen. Dann hat man etwas geplant, der Erfolg der Aktion liegt weit hinter der Erwartung. Das macht keinen Spaß, schon wirft man alles über den Haufen, sitzt mit dem Joint auf dem Sofa und wartet wieder ab. ABER: Geld hat weiterhin die stärkere Lobby, bedeutende Personenkreise sind gegen die Cannabis Legalisierung und werden diese immer wieder torpedieren.

Wenn wir die Lobby für Hanf sind, wie lauten denn unsere Möglichkeiten? Wer wirklich zusammen mit anderen Lobbyarbeit für die Cannabis Legalisierung machen möchte, der kann nur mit denen als Hanflobby zusammen wirken, die sich finden. Das sind nicht immer Hanfaktivisten, mit denen eine zielstrebige Zusammenarbeit gelingen kann. Alternativ müsste man mit Geld für die Leistung bezahlen, um diktieren zu können – das Geld haben die Allermeisten von uns nicht.

Marihuana ist eine Medizin bei diversen Leiden, womit viele Patienten für die Cannabis Legalisierung aktiv sein wollen. Von diesen haben viele ihre Defizite oder konnten sich wegen ihrer Erkrankung keine wertvollen Fähigkeiten aufbauen. Auch etliche gesellschaftlich an den Rand gedrückte wollen gerne die Legalisierung von Gras vorantreiben, erlitten in ihrem Lebenswandel jedoch durch die Stigmatisierung ebenfalls Defizite. Andere mit gutem Job haben nicht die Zeit, ihnen ist das Thema zu unbequem oder auch zu gefährlich.

Die Cannabis Lobbyisten sind leider eine durchwachsene Szene, wo man untereinander mehr redet, als macht. Es mangelt nicht an solchen, die genau wissen, was für die Cannabis Legalisierung zu machen ist und sich als Führer hervortun wollen. Will man in seiner Freizeit gefügig folgen, ist das alles überhaupt zielstrebig und sinnvoll? Weiterhin bringt es nicht viel, wenn sich viele kleine Hanflobbys bilden, die alle wenig auf die Reihe kriegen und zugleich Klischeebilder erfüllen. Damit arbeiten viele selbsterklärte Hanfaktivisten oder auch Hanfführer leider der Cannabis Prohibition massiv in die Hände.

Wir sind die entscheidende Lobby für Hanf

Anstelle einer Neugründung sollte man Hanfaktivisten suchen und schauen, ob man sich in deren Legalisierungs-Bewegung sinnvoll integrieren kann. Wenn eine Aktivistengruppe stärker auftritt, gewinnt sie an Aussagekraft. Hält man sich in der Gruppe etwas zurück, ist man aus den gröbsten Diskussionen raus, kann aber dennoch bei wertvollen Legalize Aktionen dabei sein. Als Erstes sollte jedoch geschaut werden, was diese Hanfaktivisten bereits für Erfolge beim Cannabis Legalisieren zu verbuchen haben, wie deren Zusammenarbeit verläuft und ob für einen selber alles passt. Wer als Hanfaktivist hereinstürmt und alles besser kann, der soll sich nicht wundern, wenn er sich keine Freunde macht und nichts Sinnvolles bewirkt.

Wer vor Ort keine Lobby für Hanf findet, welcher er sich anschließen will, der kann immer noch wertvolle Arbeit für die Cannabis Legalisierung leisten. Man kann sich als Hanflobby in Facebook Gruppen oder in Foren mit dem Thema der Cannabis Legalisierung einbringen. Im Laufe der Zeit lernt man andere Hanfaktivisten kennen und hat die Info, wo Veranstaltungen, Petitionen oder Aktivistengruppen sind. Hier kann man als Teilnehmer oder auch per Spende mitwirken, viele Aktionen sind gut. Wenn einige von diesen groß sind, ist das besser. Es kommt also nicht allein auf die Veranstalter, sondern auch die Gäste und Teilnehmer an, wenn wir die effektive Lobby für Hanf sein wollen.

Lars Knacken als Hanfclown, hier mit Schminke!
Viele Cannabisaktivisten machen uns den Hanfclown

Warum nicht einfach als Hanflobby im Bundestag wirken?

Jeder Bundestagsabgeordnete hat eine öffentliche Mailadresse oder auch eine eigene Website. Der Bundestag ist die Stelle, in der die sinnvolle Cannabis Legalisierung hoffentlich bald beschlossen und dann zeitnah umgesetzt wird. Warum nicht einfach als Cannabis Lobby im Bundestag oder eher bei Bundestagsabgeordneten wirken? Der Grund ist ein ganz einfacher: Wer sich mit dem Thema rund um das Cannabisverbot noch nicht grundlegend auseinandergesetzt hat, der hat häufig falsche Vorstellungen.

Dass Marihuana keine Einstiegsdroge für Heroin oder Kokain ist, soviel mag man als Newbie in eine Diskussion einbringen. Besser ist es, wenn direkt noch ein paar Fakten der praktischen Drogenpolitik folgen: In den Niederlanden wird im EU Durchschnitt eben nicht viel mehr gekifft, das gilt auch für Jugendliche. Bei anderen Drogen ist es in den Niederlanden ebenfalls nicht schlimmer. In Portugal wurde 2001 der Konsum von allen Drogen entkriminalisiert. Seitdem sind Drogenprobleme rückläufig, mit Problemkonsumenten kann sinnvoller geredet werden, Cannabis legalisieren ist also sinnvoll. Vor einer Diskussion sucht man sich also mit Google seriöse Quellen und druckt ein paar Artikel oder Statistiken aus, schon tritt man als Hanflobby in der Diskussion rund um die Drogenpolitik seriöser auf.

Mit der Zeit kann sich jeder eine ganze Mappe mit Ausdrucken anlegen, sich Wissen aneignen und in Gesprächen um die Cannabis Legalisierung Erfahrungen sammeln. Dass Nutzhanf ein wertvoller Rohstoff ist und es Hanföl ohne THC gibt, welches medizinisch wirkt, sollte als Cannabis Infos bei allen Hanfaktivisten enthalten sein. Die Bundestagsabgeordneten könnte man sogar dennoch in Ruhe lassen. Wenn wir als Lobby für Hanf das öffentliche Denken über Marihuana ändern, zieht die Drogenpolitik automatisch nach.

Die Diskussionskultur entscheidet

Die Interessenvertretung für den Hanf muss an die Leute heran und mit belegten Fakten sinnvoll diskutieren – dafür braucht es viele, es kann aber jeder für sich alleine als Hanfaktivist damit anfangen und muss sich nicht mit anderen abstimmen. Wer als Hanflobby für die Cannabis Legalisierung argumentieren möchte, der soll jedoch bedenken, dass die Gegenüber sich freiwillig auf die Diskussion einlassen müssen und soll im höflichen und sachlichen Ton reden. Es müssen auch einmal Gegenargumente stehen bleiben, es müssen auch Diskussionen abgebrochen werden. Bei Personen aus dem öffentlichen Leben wie Politikern oder Personen im Gesundheitswesen darf die Lobby für Hanf auch etwas nerven, wenn es sachlich bleibt und die Diskussion ums Cannabis Legalisieren sinnvoll ansetzt.

Wer als Hanflobby sein Gegenüber nur stresst, der wird wiederum der Cannabis Prohibition in die Hände spielen, Cannabis legalisieren geht anders. Deswegen entscheidet die eigene Diskussionskultur über den Erfolg bei der Meinungsbildung zur Cannabispolitik. Im alltäglichen Leben, im Internet und auf Veranstaltungen werden sich von ganz alleine immer wieder Möglichkeiten auftun, um als Hanfaktivist für eine andere Drogenpolitik rund um den Hanf zu argumentieren.

EU zertifizierter Nutzhanf, männlich blühend
Selbst Nutzhanfanbau ist in Deutschland genehmigungspflichtig, eine männliche Hanfblüte

Lobbyismus für die Cannabis Legalisierung

Die Einflussnahme auf die Politik funktioniert auch ohne Geld, wenn sie aus der Masse heraus kommt. Wenn immer mehr als Interessenvertreter für die Cannabis Legalisierung in Deutschland sinnvoll etwas machen, dann wird der Konsum von Marihuana etwas schneller entkriminalisiert und dann legalisiert. Wer hingegen äußerlich oder im Gespräch hässliche Klischeebilder vom verkommenen und verblödeten Kiffer erfüllt, der bleibt mit seinem Joint besser daheim auf dem Sofa und zeichnet vielleicht hier und da eine Petition, spendet ein paar Euro und bleibt bei Veranstaltungen und Demonstrationen in den hinteren Reihen. Wer möglicherweise ein paar Hanfsamen unter der Lampe hochzieht oder für die Freunde Marihuana einkauft, der sollte allein deswegen schon im Hintergrund bleiben und dennoch möglichst seriös wirken.

Für die Legalisierung von Hanf in Deutschland soll das Auftreten und auch die Argumentation eine gewisse Seriosität ausstrahlen. Wenn man alternativ versifft daher kommt, so sollte man in den richtigen Momenten als Lobby für Hanf auf Bürgerlich machen, damit die Außenwirkung stimmt. Das medizinische Marihuana ist deswegen als Argument für die Hanflobby Goldwert. Wenn bürgerlich wirkende Erwachsene im fortgeschrittenen Alter als Hanfaktivisten erklären, dass Kiffen besser als alle anderen Schmerzmittel ist, wer will denn dann von einer Droge reden, die einem automatisch das Leben ruiniert?

Wenn wir die Lobby für Hanf sind und die Legalisierung von Gras wollen, dann dürfen wir nicht losstürmen, um andere Leute nieder zu reden, die uns danach für psychiatrische Fälle halten. Ein ruhiges und überlegtes Auftreten sowie eine gesittete Diskussion, die auf Fakten basiert und mit Quellen belegt werden kann, werden die Legalisierung von Hanf in Deutschland viel schneller vorantreiben. Wer das nicht kann, der hält sich in den richtigen Momenten besser etwas zurück, kann aber dennoch als die Lobby für Hanf Veranstaltungen besuchen – irgendwoher muss das Grundlagenwissen für spätere Diskussionen immerhin herkommen!

Drei Joints neben einer Bedrocan-Dose und Aschenbecher
Joints für Patienten reichen nicht, Cannabis Legalisierung für alle!

Cannabis legalisieren – warum eigentlich aufstehen?

Für was braucht es die Hanflobby, wenn wir hier in Deutschland und damit in Europa doch ohnehin nur im Windschatten der Drogenpolitik der USA bleiben? Die Cannabis Legalisierung in den USA läuft und kommt wenige Jahre später auch zu uns. Warum vom Sofa aufstehen, wenn wir als Hanflobby doch eigentlich keinen Unterschied machen?

Die Cannabis Legalisierung hat auch aufgrund vieler hartnäckiger Hanfaktivisten die kritische Masse wirklich zuerst in den USA erreicht, von der sie nun in alle Welt ausstrahlt. Wenn wir alle jedoch auf dem Sofa einfach abwarten, dann ist eher mit einer Cannabis Legalisierung für die Konzerne als für uns Menschen zu rechnen. Die Unternehmen verdienen ihr Geld und können ihre eigene Hanflobby aufstellen, die jedoch Konzerninteressen vertritt. Das bedeutet, dass die Politik lediglich für das große Geld die Märkte sichert, damit wir aus dem Geschäft weitgehend draußen bleiben und vor dem Tresen stehen. Möglicherweise bliebe sogar der Eigenanbau selbst für den eigenen Marihuanakonsum ohne Abgabeabsichten wegen dem scheinheiligen Argument strafbar, dass etwas in die Hände von Jugendlichen geraten könnte. Oder die Unternehmen müssen sich für Anbau- oder Vertriebslizenzen bewerben, die so vergeben und besteuert werden, dass die Marihuanapreise künstlich oben bleiben.

Wollen wir denn für unsere Freiheit zu kiffen ein Leben lang arm und bevormundet bleiben? Wollen wir uns bei „Mc Weed“ vorsetzen lassen, was „die da oben“ über unsere Köpfe hinweg entscheiden? Nein, das wollen wir vermutlich nicht, womit es an uns liegt, jetzt in der kritischen Phase als Lobby für Hanf auf die kommende Cannabis Legalisierung massiv Einfluss zu nehmen. Nur dann, wenn wir als Hanflobby selber legalisieren, wird diese Cannabis Legalisierung in unserem Sinne sein und nicht allein Konzerne bereichern.

Quellen:
http://www.ik-armut.de/inhalt/Portugal%20hat%20Konsum%20von%20Drogen%20entkriminalisiert.htm
https://www.heise.de/tp/features/15-Jahre-entkriminalisierte-Drogenpolitik-in-Portugal-3224495.html

Der Beitrag Es hilft uns keiner, die Lobby für Hanf sind wir erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

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