Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos https://hanftube.de Konsum, medizinische Anwendung, Repression – Freiheitskampf gegen Marktmacht – die Realität hinterm Medienvorhang ist anders! Klickst du die rote Pille? Sun, 27 Sep 2020 13:44:50 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 https://hanftube.de/wp-content/uploads/2018/12/cropped-favicon-1-32x32.png Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos https://hanftube.de 32 32 Leichtbauplatten für Logistik und Bauwesen https://hanftube.de/leichtbauplatten-fuer-logistik-und-bauwesen/ https://hanftube.de/leichtbauplatten-fuer-logistik-und-bauwesen/#respond Sun, 27 Sep 2020 13:36:39 +0000 https://hanftube.de/?p=2604 Nachwachsender Hanf für stabile Bauplatten senkt Energiekosten Nicht nur in der Logistik, auch im Bauwesen sind steigende Energiekosten ein Problem: Es geht nicht allein um die CO2-Bilanz oder Nachhaltigkeit. Es geht schlichtweg um die Kosten, wenn Leichtbauplatten nachgefragt werden. Ob in Frachtflugzeugen, Güterwagons, LKWs oder auch auf Schiffen: Weniger Gewicht senkt die Energiekosten. Genauso benötigen … Leichtbauplatten für Logistik und Bauwesen weiterlesen

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Nachwachsender Hanf für stabile Bauplatten senkt Energiekosten

Nicht nur in der Logistik, auch im Bauwesen sind steigende Energiekosten ein Problem: Es geht nicht allein um die CO2-Bilanz oder Nachhaltigkeit. Es geht schlichtweg um die Kosten, wenn Leichtbauplatten nachgefragt werden. Ob in Frachtflugzeugen, Güterwagons, LKWs oder auch auf Schiffen: Weniger Gewicht senkt die Energiekosten. Genauso benötigen Häuser weniger tragende Elemente und lassen sich höher bauen, wenn leichte Baustoffe eingesetzt werden. Wenn diese gute Dämmwerte mitbringen, senkt auch das die Energiekosten. Leichtbauplatten für das Transportwesen oder den Trockenbau aus Hanf sind deswegen interessant. Zudem ist Hanf ein nachwachsender Rohstoff, der Böden regeneriert und CO2 bindet.

Wer gelegentlich heimwerkert oder auf Baustellen unterwegs ist, kennt Baustoffe wie Rigips, Spanplatten oder OSB-Platten. Es handelt sich um genormte Platten, die sich mit passendem Ständerwerk sehr schnell und auch sehr flexibel zusammenbauen lassen. In den meisten Wohnungen sind diese Bauplatten irgendwo verbaut. Sie werden in sehr großen Mengen hergestellt und sind dadurch vergleichsweise günstig. Doch diese Bauplatten sind schwer. Sicherlich gibt es auch schnell nachwachsende leichte Hölzer wie Balsa oder Paulownien, diese sind jedoch teuer.

Würde sich das Bauwesen dazu entschließen, würden Landwirte Hanf für Leichtbauplatten anbauen. Mit hohen Kapazitäten in der Verarbeitung wären Leichtbauplatten oder andere Baustoffe aus oder mit Hanf konkurrenzfähig. Wenn der Hanf zugleich die Böden regeneriert, CO2 bindet, sehr gut dämmt und wenig wiegt, würde die Nachfrage direkt steigen: Mit der besseren CO2-Bilanz kaufen die Verbraucher bereits aus Imagegründen die ökologische Variante!

Die ganze Themenserie:

Nachwachsende Rohstoffe – Green Deal mit Hanf

Nicht nur Leichtbauplatten, auch Dämmung und dämmende Wände für das Bauwesen
Hanf als Baustoff – flexibel einsetzbar für Dämmung, dämmende Wände und vieles mehr

Leichtbauplatten nach Verwendungszweck – Auflistung

  1. Hanfschäben mit Lehm als Kleber für den Trockenbau
  2. Hanfschäben mit Bindemittel und Beschichtung für die Logistik
  3. zerkleinerte Hanfschäben mit Fasern und Spezialklebern für hohe Ansprüche
  4. robuste Schnellbauplatten aus Hanf für den Messebau
  5. Hanfschäben mit Zusätzen für besseren Brandschutz
  6. Hanf und andere Naturstoffe für Allergiker

Nachwachsender Hanf für Leichtbauplatten – Verwendungszwecke

  1. Im Trockenbau müssen Schnellbauplatten nicht unbedingt stabil sein. Rigips ist es nicht, dennoch sind Trennwände aus Rigips gängig. Für den Trockenbau werden Hanfschäben mit Lehm verklebt, der zugleich atmet und die Feuchtigkeit reguliert. Diese Leichtbauplatten lassen sich leicht zuschneiden und montieren. Es wird etwas Putz drübergezogen, schon kann tapeziert werden. Schnellbauplatten aus Hanf und Lehm atmen, dämmen, sind ökologisch und binden CO2. Diese Bauplatten eignen sich deswegen für Allergiker oder ein klimaneutrales Bauen.
  2. Für die Logistik müssen Leichtbauplatten unbedingt stoßfest sein. Hanfschäben und etwas Kleber wie für Spanplatten werden nicht genügen. Diese Bauplatten müssen beschichtet sein, wenn sie stoßfest und nässeabweisend sein sollen.
  3. Je nach Verarbeitung, Bindemittel oder Beschichtung können Hanf-Bauplatten deutlich stabiler als OSB-Platten oder Spanplatten sein. Sie würden dadurch schwerer werden, könnten aber selbst hohen Ansprüchen genügen.
  4. Für den Messebau oder in ähnlichen Situationen muss alles schnell gehen. Schnellbausysteme mit Schnellbauplatten etablieren sich. Mit der passenden Verarbeitungstechnik eignen sich beschichtete Leichtbauplatten aus Hanf.
  5. Werden Hanffasern aus den Hanfstängeln entfernt, bleiben die Schäben als kleine leichte holzartige Stückchen über. Diese lassen sich weiter zerkleinern und mit Bindemittel pressen. Es ist also wie beim Anmischen anderer Baustoffe, dass sich weitere Zutaten leicht unterrühren lassen. Damit ließen sich auch Brandschutzmittel direkt einarbeiten.
  6. Allergiker müssen reizende Stoffe in ihrer Umgebung reduzieren. Hanf, Lehm und ähnliche Baustoffe aus der Natur können ohne Zusatzstoffe zum Segen für Allergiker werden. Es lassen sich mit den richtigen Techniken moderne, stabile und gut dämmende Gebäude für Allergiker erbauen.
Nachwachsender Hanf, Lehm und Kalk – Naturstoffe für Allergiker und ökobewusste Bauherren
Allergiker sollten auf Naturstoffe setzen – nachwachsender Hanf mit Lehm oder Kalk verarbeitet

Wabenplatten – leicht, aber schwer zu produzieren

Eine gewöhnliche Zimmertür kostet im Baumarkt weniger als eine schwere Tischplatte aus Massivholz. Wie kann das sein? Die Zimmertür ist hohl und besteht im Innern aus Karton-Waben. Außen ist eine dünne beschichtete Spanplatte aufgeklebt, zu den beanspruchten Kanten wird massiveres Material gesetzt.

Solche Zimmertüren sind leicht, aber nicht sehr stabil. Auf ähnliche Weise werden Wabenplatten als Leichtbauplatten hergestellt. Je nach Verarbeitung können diese durchaus stabil sein und sich selbst für die Logistik eignen. Wenn solche Bauplatten zugesägt werden, bleiben jedoch offene Waben zum Rand. Diese Kanten müssen je nach Verwendungszweck wieder verschlossen werden. Außerdem ist die Fertigung solcher Wabenplatten viel komplizierter, als wenn aus Hanfschäben und Bindemitteln Leichtbauplatten gepresst werden.

Wabenplatten können auf ihren Verwendungszweck optimiert werden und damit gut dämmen, sehr stabil sein oder sehr wenig wiegen. In der Verarbeitung auf der Baustelle oder auch in der Herstellung sind sie jedoch aufwendiger, als einfache Bauplatten.

Leichtbauplatten aus Hanf – weniger Gewicht senkt Energiekosten

Die Produktion vieler Baustoffe hat eine sehr schlechte CO2-Bilanz. Nachwachsender Hanf bindet hingegen CO2, regeneriert die Böden und gedeiht ohne Pestizide. Allein deswegen ist der Baustoff Hanf bereits ökologischer. Immer häufiger sind die laufenden Energiekosten entscheidend. Im Bauwesen sind neben dem geringen Gewicht die Dämmwerte wichtig. An dieser Stelle können Hanffasern und Hanfschäben für Dämmstoffe, Wände oder eben Leichtbauplatten punkten.

In der Logistik sollen die leichten Bauplatten möglichst dünn und stoßfest sein. Gerade in der Luftfracht dürfen Leichtbauplatten nicht viel Raum einnehmen. Sie dürfen auf keinen Fall während einer Belastung zu kritischen Defekten neigen. Aber auch für LKWs oder Kleintransporter muss platzsparend, stabil und mit geringem Gewicht gebaut werden. Hanfschäben sind deswegen geeignet, da sie leicht sind und sich sehr flexibel verarbeiten lassen.

Die Bauplatten ließen sich bereits ab Werk passend schneiden, wölben oder vorbohren. Genau deswegen eignen sich beschichtete Leichtbauplatten aus Hanf als Schnellbauplatten selbst für den Messebau: Der Auf- und Abbau müssen für die Logistik sehr schnell funktionieren, damit die Halle mit wenigen Arbeitsstunden wieder frei wird.

Regionale Produktion der Leichtbauplatten möglich: nachwachsender Hanf gedeiht auf heimischen Feldern
Nachwachsender Hanf auf heimischen Feldern – regionale Verarbeitung verbessert die CO2-Bilanz

Nachwachsender Hanf ist heimisch

Hanffasern und Hanfschäben sind ein nachwachsender Rohstoff mit Potenzial für das Bauwesen und die Logistik, aber nicht der einzige. Doch Hanf wächst fast überall, auch in Deutschland. Auf geeigneten Flächen wachsen Hanfpflanzen in nur 100 Tagen auf über vier Meter und produzieren sehr viel Biomasse. Mit passenden Fabriken ließe sich dieser Hanf wirtschaftlich verarbeitet. Wenn diese Fabriken gut verteilt bei geeigneten Böden und Absatzmärkten liegen, wird auch das die CO2-Bilanz deutlich verbessern.

Regionaler Anbau und Verarbeitung ergeben kurze Transportwege und stärken die Region. Nachwachsender Hanf war einst nicht nur in Deutschland heimisch und auch gängig. Er etabliert sich aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften erneut. Wenn wir klimaneutral werden wollen, ist Hanf nicht nur für das Bauwesen eine der wichtigsten Rohstoffpflanzen überhaupt.

Die ganze Themenserie:

Nachwachsende Rohstoffe – Green Deal mit Hanf

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Wofür fordern wir die Cannabis-Legalisierung? https://hanftube.de/wofuer-fordern-wir-die-cannabis-legalisierung/ https://hanftube.de/wofuer-fordern-wir-die-cannabis-legalisierung/#respond Sat, 29 Aug 2020 11:49:25 +0000 https://hanftube.de/?p=2472 Wollen wir Arbeitsplätze und Steuern zahlen oder Freiheitsrechte? Viele haben sich bereits inhaltlich mit der Argumentation für oder gegen die Cannabis-Legalisierung auseinandergesetzt. Wer das Thema über längere Zeit verfolgt, bemerkt die Wiederholungen in der inhaltlichen Diskussion. Wir wollen Cannabis legalisieren, um die Jugend zu schützen, eine Qualitätskontrolle einzuführen und um Arbeitsplätze zu schaffen. Aber vor … Wofür fordern wir die Cannabis-Legalisierung? weiterlesen

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Wollen wir Arbeitsplätze und Steuern zahlen oder Freiheitsrechte?

Viele haben sich bereits inhaltlich mit der Argumentation für oder gegen die Cannabis-Legalisierung auseinandergesetzt. Wer das Thema über längere Zeit verfolgt, bemerkt die Wiederholungen in der inhaltlichen Diskussion. Wir wollen Cannabis legalisieren, um die Jugend zu schützen, eine Qualitätskontrolle einzuführen und um Arbeitsplätze zu schaffen. Aber vor allem vollen „wir“ viel mehr Steuern bezahlen?

Marihuana, Haschisch oder andere Extrakte werden auf dem Schwarzmarkt teuer gehandelt. Bei ähnlichen Preisen für eine staatliche kontrollierte Qualität wäre es ein Milliardenmarkt. Ganz nebenbei ist Hanf auch ein nachwachsender Rohstoff für Lebensmittel, Kosmetikprodukte, Baustoffe, Verbundstoffe, Farben und Anderes. Fordern wir zwecks Kommerzialisierung die sofortige Legalisierung von Cannabis?

Einige haben bereits eine Hanf-Demo besucht und kennen das Publikum. Gehen diese Menschen wirklich auf die Straße, weil sie Arbeitsplätze schaffen und viele Steuern bezahlen wollen? Fragen wir einen fiktiven Aktivisten am Infostand: „Wofür forderst du die Cannabis-Legalisierung?“ „Weil ich Arbeitsplätze schaffen und mehr Steuern bezahlen will.“

Und genau damit haben wir in der inhaltlichen Diskussion bereits verloren, wenn „wir“ am eigentlichen Ziel vorbei argumentieren, ohne es überhaupt noch vor Augen zu haben: Wir wollen Cannabis legalisieren, weil wir nicht wie Behinderte oder Kleinkinder bevormundet werden wollen, wir fordern Freiheitsrechte!

Mit der Cannabis-Legalisierung muss keiner kiffen, doch jeder dürfte – Freiheitsrechte für alle!
Keine Panik, wir möchten lediglich die Cannabis-Legalisierung und in Freiheit selber entscheiden

Das Dilemma der vorgeschobenen Argumentation

Sicherlich, Freiheitsrechte sind für viele kein Argument für die Legalisierung von Cannabis. Weswegen sollten denn die Bürger in einem sogenannten freien Land für sich in ihrem Privatleben frei entscheiden dürfen? Die kann man auch wie ein paar geistig Behinderte bevormunden und mit Polizeigewalt der Justiz zum Fraße vorwerfen. Die haben zwar niemandem etwas getan, außer vielleicht sich selber. Aber wenn die das nicht einsehen, muss man halt einschreiten wie einst gegen Masturbation, Homosexualität, Menschen anderer Abstammung oder anderer Glaubensrichtungen. Bis auf die Abstammung liegt es immerhin an jedem einzelnen, sich anzupassen und bei der Hexenjagd mitzumachen.

Die ganze Argumentation um Hanfmedizin, Qualitätskontrollen, einem besseren Jugendschutz, Arbeitsplätzen und damit auch Steuereinnahmen ist durchaus richtig. Auch ist Hanf eine vielseitig einsetzbare nachwachsende Rohstoffpflanze, die sehr viel Biomasse bildet. All das ist richtig, dafür gehen die meisten Aktivisten oder Demonstranten jedoch nicht auf die Straße. Sie stoßen aufgrund der Repression mit diesem Thema an. Sie fragen sich, weswegen sie sich in ihren privaten Belangen wie Kleinkinder bevormunden lassen sollen.

Das Unrecht wird einem jeden Repressionsopfer vor Augen geführt, einige wollen sich dagegen wehren. Wer für die Legalisierung von Cannabis kämpft, befindet sich im Freiheitskampf.

Weil Freiheitsrechte als Argument für die Cannabis-Legalisierung nicht ankommen würden, hat sich die Scheindebatte um Jugendschutz, Arbeitsplätze und Steuerabgaben gebildet. Diese Entwickelung ist derart ausgeufert, dass selbst der ein oder andere übereifrige Aktivist denkt, dass wir mehr Steuern bezahlen wollen und dafür auf die Straße gehen.

Wir gehen auf Cannabis-Demo und wollen für Jugendschutz, Arbeitsplätze und hohe Steuern die Legalisierung einfordern?
Auf Demo die Legalisierung von Cannabis fordern – für Jugendschutz, Arbeitsplätze und hohe Steuern?

Cannabis-Legalisierung – am Thema vorbei argumentiert

Viele streiten nicht nur um die Cannabis-Legalisierung, sie wollen unsere Lobby sein. Sicherlich, in linkslastigen und bedröhnten Kreisen will jeder etwas anderes. Da findet sich nie ein gemeinsamer Nenner, bei dem alle mitziehen würden. Dennoch wäre es wünschenswert, das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Wir wollen die Legalisierung von Cannabis, weil wir frei sein möchten! Alles andere sind lediglich nachrangige Argumente für die Cannabis-Legalisierung, für die aber kaum einer auf Demo ginge. Deswegen noch einmal für alle, die mehr Steuern bezahlen wollen:

Das wollen wir nicht:

  • unser letztes Geld für potenten Hanf abgeben und in Armut leben
  • wegen ein paar Joints als Drogenabhängige oder psychisch Kranke gelten
  • gesundheitsbedenklich verstreckte Qualität erhalten
  • in Polizeikontrollen die Taschen leer machen
  • aufgrund einer Hausdurchsuchung die Nachbarn unterhalten und die Kündigung erhalten
  • für Eigenbedarfshandlungen eine Anzeige kassieren
  • unberauscht fahren und dennoch den Führerschein verlieren
  • wegen des verlorenen Führerscheins keinen Job finden
  • wegen Konsumhandlungen teure Prozesskosten tragen
  • dank der Akteneinträge in vielen Berufen die Kündigung erhalten
  • für Konsumhandlungen im Knast schmoren oder Auflagen erhalten
  • auf Alkohol oder Tabletten umsteigen, da kiffen verboten ist

Das wollen wir:

  • in unserem Privatleben frei entscheiden, ohne stigmatisiert zu werden
  • Marihuana anbauen, kaufen, besitzen, verarbeiten und konsumieren dürfen
  • uns im Krankheitsfall auch ohne mitwirkenden Arzt legal mit Medizinhanf behandeln dürfen
  • als Cannabiskonsument im Alltagsleben vollwertig anerkannt werden
  • volljährige Freunde und Bekannte zum Cannabiskonsum einladen dürfen
  • als freie Menschen ohne Benachteiligung leben
Legal und gesellschaftlich anerkannt – aber nicht jeder will saufen und kotzen, wir wollen selber entscheiden!
Nicht jeder will saufen und kotzen – wir wollen selber entscheiden dürfen!

Weswegen wiederholen sich die Scheinargumente immer wieder?

Wir wollen also Freiheitsrechte – nicht nur für Konsumenten, sondern auch für Landwirte und Unternehmer, die uns immerhin versorgen sollen. Wir führen uns eine Podiumsdiskussion vor Augen, in der es um die Legalisierung von Cannabis geht: Weswegen hören wir immer wieder die gleiche Argumentation, deren Schwerpunkt nur selten auf diese entscheidenden Freiheitsrechte gelegt wird?

Wer die Cannabis-Legalisierung fordert, ist ein kleiner Bittsteller, dessen Gegenüber nicht wirklich auf ihn eingehen muss. Es wird also versucht, diesem Gegenüber die Legalisierung von Cannabis mit ganz anderen Argumenten schönzureden. Das geht soweit, dass viele Befürworter der Cannabis-Legalisierung wirklich denken, dass es um diese vorgeschobenen Argumente, nicht aber um unsere privaten Freiheitsrechte geht.

Beispiel: Wer die Fallzahlen für Cannabisdelikte in eine Diskussion einbringt, will auf die hohen Kosten und die überlastete Justiz hinweisen. Als ob es in Ordnung wäre, vor dem Richter zu stehen und im Knast zu schmoren, solange dieses keine Kosten oder Arbeit verursachen würde!

Viele sind sich des eigentlichen Anliegens der Freiheitsrechte entweder nicht bewusst oder meinen, unsere Gegenüber damit nicht mehr zu erreichen. Möglicherweise fragen diese sich, weswegen Leute wie wir verbissen dafür streiten, mehr Steuern zu bezahlen und halten uns für blöd.

Cannabis-Legalisierung als Thema in der Podiumsdiskussion – wechselnde Teilnehmer mit gleichen Argumenten
Podiumsdiskussion für und gegen die Cannabis-Legalisierung mit den üblichen Argumenten

Was denken Cannabis-Patienten über die Cannabis-Legalisierung?

Die medizinischen Einsatzgebiete für Cannabis sind enorm, weswegen immer mehr diesen Medizinhanf für sich entdecken. Sie können ihre Leiden damit besser behandeln und andere Medikamente reduzieren oder sogar absetzen. Diese Cannabis-Patienten interessieren sich also aus gutem Grund für das Thema der Cannabis-Legalisierung. Dieser medizinische Nutzen ist deswegen die Initialzündung für die Legalisierung von Cannabis in den USA und damit der ganzen Welt.

Viele Cannabis-Patienten halten uns aber ebenfalls für blöd, wenn sie das Treiben rund um die Legalisierung von Cannabis beobachten. Sie ziehen zum Teil bei denen mit, die es in keinem Fall für Konsumenten freigeben wollen. Sie wollen immerhin keinen Drogen- oder Medikamentenmissbrauch.

Aber was wollen solche kritischen Cannabis-Patienten? Sie wollen für sich selber Freiheitsrechte. Sie fordern, dass sie Cannabis verwenden dürfen, da sie diesen medizinisch einsetzen. Wenn sie das machen, ist das immerhin ok, wenn jemand nur etwas Spaß haben will aber nicht. Wie egoistisch, innerhalb einer ideologischen Wertevorstellung nur an sich selber zu denken!

Zum Glück haben sich viele Cannabis-Patienten objektiver mit der Materie befasst: Ob mit oder ohne Verbot – wer zum Spaß kiffen will, tut es halt. Das ganze Verbot hat jedes seiner genannten Ziele direkt oder indirekt verfehlt.

Wäre Cannabis in kontrollierter Qualität für Konsumenten erhältlich oder der Eigenanbau erlaubt, wären auch Cannabis-Patienten freier. Sie wären nicht auf Gedeih und Verderb ihrem Arzt oder der Kostenübernahme durch die Krankenkasse ausgesetzt. Sie könnten sich der medizinischen Bevormundung jederzeit entziehen und sich privat versorgen. Dann wären sie wirklich frei in ihrem Handeln!

Nicht nur Patientenrechte, sondern auch Freiheitsrechte und damit die komplette Cannabis-Legalisierung einfordern
Kein Knast, sondern Patientenrechte – oder direkt Freiheitsrechte für alle?

Cannabis-Legalisierung – inhaltliche Diskussion in die Sackgasse

Was passiert, wenn Cannabis legalisiert wird und im Cannabis-Fachgeschäft in etwa das kostet, was vorher auf dem Schwarzmarkt verlangt wurde? Dann können wir endlich viel mehr Steuern bezahlen! Die Cannabis-Legalisierung in Kanada ist in etwa so aufgebaut – die Konsumenten sind enttäuscht und kaufen reihenweise auf dem Schwarzmarkt. Wieso?

Wer gelegentlich ein paar Gramm kauft und einen guten Job hat, muss nicht auf den Grammpreis schauen. Viele haben keinen guten Job und brauchen ein paar Gramm mehr. Woher nimmt diese Klientel das nötige Scheingeld? Eigenanbau oder Drogenhandel für die Konsumfinanzierung sind häufig die Antwort. Viele würden aber in einem legalen Markt nicht unterkommen oder nicht gut genug verdienen.

Wenn wir für neue Arbeitsplätze den Cannabis legalisieren, der für höhere Steuereinnahmen möglichst teuer gehandelt wird, bleiben die legalen Händler auf ihrer Ware sitzen. Wir wollen legal Cannabis konsumieren dürfen, wir möchten aber nicht mit bitterster Armut dafür bezahlen!

Wäre eine Cannabis-Legalisierung anhand der durchaus richtigen Scheinargumente gestrickt, würde sie am Alltag vieler Konsumenten vorbeigehen. Diese würden nicht in das Cannabis-Fachgeschäft gehen, sondern blieben dem Eigenanbau oder Schwarzmarkt treu. Unser Argument muss lauten, dass wir in unserer Entscheidung frei sein wollen. Wir wollen keinen überregulierten und damit künstlich überteuerten Cannabismarkt, der den mittellosen Konsumenten weiterhin ausgrenzt.

Viele wollen mit der Cannabis-Legalisierung lediglich groß rauskommen oder durch grünes Gold reich werden
Cannabis-Legalisierung als Feigenblatt, grünes Gold und die eigene Karriere als Triebfaktor

Stimmt nicht, wir wollen doch Arbeitsplätze und hohe Steuern zahlen?

Das Wort „wir“ lässt sich nicht klar abstecken. Sicherlich gibt es diejenigen, denen es weniger um Freiheitsrechte für einzelne Konsumenten geht. Sie wollen das Thema der Cannabis-Legalisierung für sich als Sprungbrett nutzen. Viele freuen sich sogar, wenn der legale Cannabismarkt künstlich verteuert wird. Sie möchten immerhin mit ihrem Unternehmen viel Umsatz machen und sehr reich werden. Wenn jedoch jeder für sich selber anbauen darf oder aber die Hürden für den Cannabishandel niedrig ansetzen, sind diese unternehmerischen Vorteile dahin.

Deswegen gibt es viele, die für eine Cannabis-Legalisierung sind, um Arbeitsplätze zu schaffen und Steuern zu bezahlen, solange sie selber groß rauskommen. Solch eine Cannabis-Legalisierung wird jedoch den Schwarzmarkt nicht austrocknen. Damit ließe sich kein Jugendschutz und auch keine Qualitätskontrolle etablieren. Solch eine Pseudo-Legalisierung würde nur einen kleinen Teil vom Schwarzmarkt für diejenigen schlucken, die nur selten konsumieren oder finanziell gut dastehen.

Es wäre eine Pseudo-Legalisierung in einer kleinen Blase, die an der Realität der meisten Cannabis-Konsumenten vorbeiginge. Solche eine Pseudo-Legalisierung wäre durchaus im Interesse einiger Weniger, würde aber keine Probleme lösen. Es wäre lediglich ein Ablasshandel für Bessergestellte, um sich aus dem Cannabis-Verbot herauszukaufen.

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Nachwachsende Rohstoffe – Green Deal mit Hanf https://hanftube.de/nachwachsende-rohstoffe-green-deal-mit-hanf/ https://hanftube.de/nachwachsende-rohstoffe-green-deal-mit-hanf/#respond Tue, 28 Jul 2020 12:41:00 +0000 https://hanftube.de/?p=2457 Weswegen ein Green Deal mit Hanf? Nachwachsende Rohstoffe müssen überall wachsen und viel Biomasse bilden, die sich flexibel einsetzen lässt. Deswegen Hanf!

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Biomasse aus Hanf ist so vielseitig einsetzbar wie Erdöl!

Immer mehr Menschen wollen wenigstens im bescheidenen Wohlstand leben – unsere Welt befindet sich im Wandel. Es ist nicht allein ein Technik-, sondern auch ein Rohstoffwandel. Wenn wir unsere Lebenswelt für künftige Generationen erhalten möchten, müssen wir den CO² Ausstoß senken, weniger Giftstoffe freisetzen, Nutzflächen erhalten und eine Kreislaufwirtschaft etablieren. Genau deswegen wollen viele vom Rohöl weg und entdecken nachwachsende Rohstoffe wie den Hanf. Dieser wächst in nur 100 Tagen auf eine Größe von über vier Metern heran. Biomasse aus Hanf lässt sich in zehntausenden Produkten verwenden. Sie ist damit fast so vielseitig einsetzbar wie Erdöl. Wer den Green Deal will, muss deswegen auch den Hanfanbau einfordern.

Einst war Hanf bereits für die Textilindustrie und damit Segelschifffahrt unentbehrlich. Er war und ist zugleich ein vielseitiger Rohstoff für Baustoffe. Hier folgt deswegen eine Artikelserie, die den Fokus auf diese Aspekte legt.

Biomasse aus Hanf – enthalten in diesen Baustoffen:

Hanfdämmung – ökologischer als Mineralwolle
Nachhaltig bauen – Hanfbeton und Hanfsteine
Leichtbauplatten für Logistik und Bauwesen

Weitere Rohstoffe und Produkte aus und mit Hanf:

Nutzhanf, ökologisch gesünder als Baumwolle

Kein Green Deal ohne Hanf – nachwachsende Rohstoffe müssen vielseitig und ertragreich sein!
Nachwachsende Rohstoffe für den Green Deal – Hanf darf nicht fehlen!

Kein Green Deal ohne Hanf

Es gibt einige Pflanzen, die sehr schnell sehr viel Biomasse bilden. Es gibt deswegen viele nachwachsende Rohstoffe. Doch diese wachsen nicht überall und lassen sich nicht für jeden Verwendungszweck sinnvoll einbringen. Hanf wächst zwar nicht in der Wüste, doch fast überall finden sich geeignete Flächen.

Hanfsamen werden mit ihrem Öl zu Farben oder Bindemitteln verarbeitet. Hanfpflanzen liefern mit den Stängeln lange und reißfeste Hanffasern sowie leichte Hanfschäben. Mit dem Bindemittel aus der Ölsaat können direkt Verbundstoffe angefertigt werden. Eine Silage aus Hanf kann wiederum zu Biokunststoffen verarbeitet werden. Es lassen sich auch Pasten für 3D-Drucker produzieren, um einzelne reiß- und stoßfeste Gegenstände anzufertigen.

Sicherlich sind auch andere nachwachsende Rohstoffe für den Green Deal relevant. Doch ohne die Biomassepflanze Hanf wird dieser kaum gelingen.

Öl aus Hanfsamen, Fasern, Leichtbaustoffe, Zellstoff – Hanf liefert Biomasse für unzählige Produkte
Hanf liefert vielseitige Biomasse: Hanfsamenöl, Fasern, Zellstoff, Leichtbaustoffe

Nachwachsende Rohstoffe für die Kreislaufwirtschaft

In einer linearen Wirtschaft werden Rohstoffe erschlossen, verarbeitet und nach ihrer kurzen Lebensdauer entsorgt. In der Kreislaufwirtschaft sollen die Produkte möglichst lange halten und anschließend anderweitig verwendet werden.

Ein wichtiger Aspekt jeder Kreislaufwirtschaft ist ein ressourcenschonendes wirtschaften. Hanf braucht Wasser, Nährstoffe und die Böden dürfen nicht zu schlecht sein. Doch Baumwolle oder Mais brauchen mehr Wasser und Nährstoffe sowie Pestizide eingesetzt werden.

Hülsenfrüchtler binden Stickstoff im Boden. Hanf kann im Wechsel mit Erbsen, Bohnen oder Soja gepflanzt werden. Er verbessert die Böden während die Hülsenfrüchtler diesen mit Stickstoff anreichern. Wer noch andere Kulturpflanzen benötigt, bringt diese in der Fruchtfolge ein.

Während auf vielen Flächen jedes Jahr die gleichen Kulturpflanzen angebaut werden, würde ein sinnvoller Fruchtwechsel die Böden regenerieren. Wenn die giftstofffreien Produkte alt sind, können sie in das Recycling oder auf den Kompost. Auch das schont die Böden und der CO² Kreislauf ist geschlossen. Nicht nur das: Baustoffe aus oder mit Hanf binden den Kohlenstoff über Jahrzehnte! Zugleich wächst die Biomassepflanze Hanf in nur 100 Tagen heran, während Bäume zig Jahre brauchen.

Die Kreislaufwirtschaft soll CO² binden – Baustoffe mit Hanf machen das!
Baustoffe mit Hanf für die CO² bindende Kreislaufwirtschaft

Viele nachwachsende Rohstoffe kombinieren

Hanf ist ein entscheidender Pfeiler für den Green Deal und die Kreislaufwirtschaft vom Acker. Aber auch viele andere Biomassepflanzen sind für den Erfolg entscheidend. Hanf wächst nicht überall gleichgut und lässt sich z.B. an Berghängen nicht wirtschaftlich ernten. Hier wären also Bäume die bessere Wahl. Auf einigen Böden bringen andere nachwachsende Rohstoffe bessere Erträge oder lassen sich einfacher anbauen.

Bislang werden häufig mehrere nachwachsende Rohstoffe kombiniert, um noch bessere Produkteigenschaften zu erzielen. Zudem werden nicht nur für Baustoffe weitere Materialien wie Lehm, Kalk, Sand, Steine oder Schlacken in die Kreislaufwirtschaft integriert. Hier wären Hanfbeton, Straßenbeläge, Verbundstoffe, Biokunststoffe und auch Textilien zu benennen. Doch die Biomassepflanze Hanf lässt sich fast überall sinnvoll einbringen. Sie trägt damit einen entscheidenden Anteil zur künftigen Green Deal Kreislaufwirtschaft bei, die den Erhalt unserer Umwelt und Lebensqualität sicherstellt.

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Nachhaltig bauen – Hanfbeton und Hanfsteine https://hanftube.de/nachhaltig-bauen-hanfbeton-und-hanfsteine/ https://hanftube.de/nachhaltig-bauen-hanfbeton-und-hanfsteine/#respond Sun, 28 Jun 2020 12:43:48 +0000 https://hanftube.de/?p=2439 Energetisch sanieren oder ökologisch bauen? Hanfbeton und Hanfsteine, die bessere CO2-Bilanz und für Allergiker geeignet – das Haus vom Acker wächst nach!

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Das Haus vom Acker – ökologische Baustoffe verbessern die CO2-Bilanz

Beim Haus, das auf dem Acker wächst, darf Hanf als ökologischer Baustoff nicht fehlen. Dieser wird mit Kalk, Lehm oder anderen Baumaterialien verarbeitet, beispielsweise als Hanfbeton vor Ort oder als Hanfsteine im Werk. Bei der Herstellung oder Verarbeitung der Baustoffe wird Energie verbraucht. Wer enkelgerecht und damit nachhaltig bauen möchte, ist beim Hanf deswegen richtig. Die CO2-Bilanz kann für Hanfbeton und Hanfsteine ins Negative rutschen: Es wird mehr CO2 gebunden, als während der Herstellung, dem Transport und dem Bauvorgang verbraucht wird.

Doch ökologische Baustoffe können mehr: Wird das Haus vom Acker irgendwann wieder abgerissen, werden Hanfbeton und Hanfsteine zerkleinert, um sie schonend in die Naturlandschaft zurückzubringen. Für konventionelle Baustoffe muss hingegen teils nicht mehr die Mülldeponie, sondern die noch teurere Deponie für Sondermüll angefahren werden.

Nicht allein die CO2-Bilanz der Herstellung, sondern auch später beim Heizen oder Kühlen entscheidet, ob es wirklich ökologische Baustoffe sind. An dieser Stelle kann Hanf in fast allen Bereichen trumpfen oder wenigstens bei gängigen konventionellen Baustoffen mithalten. Es kommt aber auch auf die richtige Produktion und Verarbeitung an, ob Hanfbeton oder Hanfsteine gute Dämmwerte entwickeln. Wird alles richtig gemacht, sind die Dämmwerte nicht allein gut, sondern verbessern zugleich das Raumklima.

Nachwachsende Baustoffe atmen, doch Hanf hat weitere Vorteile. Er ist sehr leicht, gegen Nässe beständig, schimmelt nicht und ist mit einer entsprechenden Verarbeitung feuerresistent. Hanfbeton oder Hanfsteine sind deswegen sehr interessante Baumaterialien für das nachhaltige Bauen.

Die ganze Themenserie:

Nachwachsende Rohstoffe – Green Deal mit Hanf

Hanfbeton anrühren – Wasser, Kalk und Hanfschäben, schon kann man nachhaltig bauen
Wasser, Kalk und Hanfschäben, durchrühren, einfüllen, kurz abwarten, fertig ist der Hanfbeton

Das Haus vom Acker – nachhaltig bauen ist enkelgerecht

Hanf ist nicht der einzige nachwachsende Rohstoff sowie benötigter Kalk und Lehm abgebaut werden. Diese Baustoffe aus und mit Hanf sind beständig und können mit etwas Instandhaltung Jahrhunderte bestehen. Während dieser Zeit eignet sich das Haus vom Acker selbst für empfindliche Kleinkinder oder Allergiker. Danach kann alles für den Straßenunterbau verwendet werden. Noch besser: Solange der Bauschutt sich gut trennen lässt, kann er zermahlen und erneut als Baumaterial verwendet werden.

Auch viele konventionelle Baumaterialien sind nicht giftig. Doch sie haben eine sehr schlechte CO2-Bilanz oder werden mit anderen bedenklichen Baustoffen verarbeitet. Die Zusatzstoffe in Fassadenfarbe, Dämmmaterial, Schüttmaterial oder Verbundstoffen sollen Schädlinge und Schimmel abhalten oder eine Feuerresistenz gewährleisten. Ein guter Teil dieser Baustoffe darf also nicht offen im Wohnbereich eingesetzt werden.

Baumaterialien, die aus Hanf oder mit Hanf gefertigt werden, sind hingegen meist unbedenklich. Die Lebensdauer sowie die Entsorgung solch ökologischer Baustoffe ist deswegen enkelgerecht. Konventionelle Baustoffe sind im ersten Moment nur deswegen günstiger, da die Folge- und Entsorgungskosten später anfallen.

Für die bessere CO2-Bilanz das Haus vom Acker bauen, betonieren mit Hanf ist nachhaltig!
Das Haus vom Acker bauen – betonieren mit Hanf verbessert die CO2-Bilanz

Nachhaltig bauen mit Hanfbeton und Hanfsteinen – Vorteile

  • Hanf wächst nach und wird im selben Jahr geerntet
  • die Hanfpflanze lässt sich auf benötige Materialeigenschaften optimieren
  • Hanf ist im Ackerbau eine der stärksten Biomasse-Pflanzen überhaupt
  • Kalk, Lehm oder andere benötigte Baustoffe sind regional verfügbar und ungiftig
  • Hanfbeton oder Hanfsteine entstehen in unmittelbarer Nähe
  • Hanf ist ein sehr beständiger nachwachsender Rohstoff für Baustoffe
  • Baustoffe aus oder mit Hanf sind leicht und haben gute Dämmwerte
  • Hanfbeton und Hanfsteine dämmen, atmen und regulieren das Raumklima
  • das Haus vom Acker eignet sich für Kleinkinder und empfindliche Allergiker
  • Hanfbeton und Hanfsteine können mehr CO2 binden, als für ihre Produktion notwendig ist
  • wird das Haus nach einer langen Lebensdauer abgerissen, können Hanfbeton und Hanfsteine zerkleinert der Natur zurückgeführt werden

Das Haus vom Acker – noch vorhandene Nachteile

  • derzeit sind Hanfbeton und Hanfsteine noch unüblich und damit teuer
  • nicht nur für die Herstellung, sondern auch die Verarbeitung sollen Erfahrungswerte vorliegen – häufig findet sich in der Region kein passender Bauunternehmer
Wer mit Wasser und Hanfschäben Hanfbeton anrühren will, benötigt den richtigen Hanfkalk
Hanfkalk bindet die Hanfschäben und sorgt für Stabilität. Mehr Hanfkalk ergibt stabileren Hanfbeton.

Hanfbeton – die Verarbeitung

Es gibt bereits einige Hersteller, die Baumaterialien für Hanfbeton anbieten. Beim Auftrennen vom Hanfstängel bleiben Hanfschäben und Hanffasern über. Hanfschäben sind kleine Stückchen und werden mit Kalk und Wasser gemischt. Schon entsteht ein schnell aushärtender Hanfbeton. Dieser muss also zügig verarbeitet werden. Zudem ist nicht jeder, sondern nur sogenannter Hanfkalk geeignet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Hanf mit Lehm zu verarbeiten. Daraus entstehen aber nicht immer tragende Wände.

Zumindest kann der Hanfbeton in eine Schalung gefüllt werden. Je nach Mischung dauert ein Aushärten nur 15 Minuten, womit die Schalung versetzt werden kann. Es können an einem Tag direkt mehrere Schichten hoch gegossen werden. Genauso ist es aber möglich, Hanfbeton auf eine Wand oder Schalung zu spritzen. Dazu wird eine passende Betonpumpe benötigt. Der Hanfbeton wird entweder sehr gleichmäßig aufgetragen oder noch etwas geglättet.

Hanfbeton eignet sich für Wände, Böden oder als leichte Ausführung für die Dämmung vom Dach. Für Böden wird er aber noch mit einem Hanfestrich versiegelt. Dieser wird anders gemischt und ist fester.

In der heutigen Zeit wird alles rationalisiert. Wenn Hanfschäben und Kalk als Baustoffe bereits leicht sind, frisst der Transport weniger Energie. Wasser sollte es vor Ort geben, doch dieses dunstet nach einem Aushärten aus. Damit ist Hanfbeton sehr leicht im Vergleich zu tragendem konventionellen Beton. Dennoch wird er sehr fest und tragfähig. Das bedeutet, dass ein Haus vom Acker über mehrere Etagen weniger Gewicht tragen muss. Auch das verbessert die Energie- und damit CO2-Bilanz, weil für die gleiche Gebäudehöhe weniger tragendes Material benötigt wird.

Nicht nur für Allergiker: Nachhaltig bauen mit Hanfbeton – CO2 binden, gut dämmen und später billig entsorgen
Wer nachhaltig bauen will, speichert mit Hanfbeton CO2 und hat gute Dämmwerte ohne Giftstoffe

Hanfsteine – Fertigung im Werk

Vielfach möchte der Bauherr für sein Haus vom Acker keine Schalung für Beton oder Hanfbeton anbringen oder könnte es schlecht. Immer dann sind Steine oder eben Hanfsteine ein passender Ersatz. Diese müssen für eine schnelle und sachgemäße Verarbeitung genormt sein, wenigstens bei der Höhe und Breite. Die Hanfschäben werden also im Werk mit Kalk oder Lehm angerührt und in Formen gegossen. Hanfbeton würde in der Form aushärten. Hanfsteine mit Lehm würde man direkt aus der Form nehmen und trocknen lassen.

Ähnlich wie beim Hanfbeton kann der Hersteller mit Mischverhältnissen arbeiten. Es kann mehr oder weniger Kalk beziehungsweise Lehm auf den m³ enthalten sein. Damit kann der Hersteller die Eigenschaften seiner Hanfsteine beeinflussen. Diese können entweder sehr leicht sein und gut dämmen. Sie können aber auch schwer und tragfähiger sein und Wärme speichern. Aber auch die Dicke der Steine und der Innen- sowie Außenputz werden die Dämmwirkung entscheidend beeinflussen.

Genau wie beim Hanfbeton ist das Gewicht der Hanfsteine deutlich geringer, als im Vergleich zu schweren Ziegelsteinen. Das erleichtert den Transport und die Verarbeitung und verbessert damit die gesamte CO2-Bilanz.

Theoretisch können auch große Hohlkammersteine mit Hanfbeton kombiniert werden, solange dieser sich gut in die Hohlkammern einfüllen lässt.

Kalk oder Lehm werden mit Hanfschäben gemischt – leichte oder wie hier schwere Hanfsteine
Kalk oder Lehm werden mit Hanfschäben gemischt – hier schwere und feste Hanfsteine

Hanfschüttung als Trittschallisolierung

Für die bessere Schall- und Wärmisolierung werden die Bodenbeläge nicht mehr direkt auf den Betonboden verlegt. Es wird mit einer Trittschallisolierung gearbeitet, hier kann eine Hanfschüttung verwendet werden. Die Hanfschäben werden für bessere Materialeigenschaften möglicherweise mit Lehm oder anderen Baumaterialien kombiniert. Es bleiben jedoch kleine Stückchen, die auf dem Boden geschüttet, verteilt und gestampft werden. Darauf werden die Böden verlegt. Diese schwimmen sozusagen auf der Trittschallisolierung oder liegen auf tragenden Elementen auf.

Die Hanfschüttung hat für die Trittschallisolierung mehrere Vorteile im Vergleich zu einigen anderen Baumaterialien. Die leichten Hanfschäben sind nässebeständig, schimmeln nicht und ziehen keine Schädlinge an. Zudem können sie später einmal kompostiert werden. Die Hanfschüttung ist für Allergiker geeignet und wird als nachhaltiger Baustoff eine sehr gute CO2-Bilanz mitbringen.

Hanfschäben sind leicht und isolieren, sie werden als Trittschallisolierung oder Hanfsteine und Hanfbeton verwendet
Hanfschäben – Baumaterial für Hanfsteine, Hanfbeton oder auch eine Trittschalisolierung

Haben Hanfbeton und Hanfsteine bessere Dämmwerte?

Begriffe wie energetische Sanierung, CO2-Bilanz, Nachhaltigkeit und nachwachsende Rohstoffe etablieren sich in unserem Denken. Haben Hanfbeton und Hanfsteine bessere Dämmwerte als andere Baumaterialien?

Leichtbausteine haben sich auf Baustellen auch wegen ihrer guten Dämmwerte etabliert. Hanfbeton und Hanfsteine haben bei diesen speziell entwickelten Baumaterialien möglicherweise nicht mehr die besseren Dämmwerte. Diese sind aber nicht alles, da ein Gebäude immer auch etwas atmen muss. Damit wären die Dämmwerte von Hanfbeton und Hanfsteinen immer noch sehr gut; doch insgesamt bleiben ihre Materialeigenschaften, die CO2-Bilanz und spätere Entsorgungskosten überlegen.

Hanfbeton, Hanfsteine, eine Hanfdämmung oder Hanfschüttung und auch Verbundmaterialien aus oder mit Hanf sind meist ungiftig, leicht und atmungsaktiv. Sicherlich kann Hanf als nachhaltiger Rohstoff auch mit Giftstoffen kombiniert werden. Doch meist wollen die Hersteller genau das vermeiden, da sie nachhaltig bauen möchten.

Ökologische Baustoffe aus und mit Hanf nehmen als atmende Baumaterialien die Luftfeuchtigkeit auf oder geben sie wieder ab. Sie puffern damit das Raumklima und verbessern dieses.

Wichtig bleiben jedoch die richtige Wahl und Verarbeitung, damit nachhaltige Baustoffe den konventionellen Baustoffen in Haltbarkeit, Wohnatmosphäre und Dämmwert überlegen sind.

Nachhaltig bauen mit Hanfbeton und Hanfsteinen

Wer das liest, fragt sich, weswegen denn nicht schon unsere Eltern auf ökologische Rohstoffe gesetzt haben. Nun, unsere Ur-Urgroßeltern haben das getan und einige ihrer Häuser stehen noch immer. Dann wurden mit der motorisierten Industrialisierung Fertigbeton, Mineralwolle und vor allem Zuschlagstoffe gegen Schimmel, Schädlinge und gegen die Brandgefahr modern. Der einfache Bürger hat sich nichts dabei gedacht und freute sich über seinen höheren Lebensstandard. Und die Hersteller werden ihre eigenen Produkte nicht schlechtmachen, sondern vermarkten.

Jetzt sind diese bequemen Baustoffe mit schlechter CO2-Bilanz, die nach einem Abriss teils auf der Deponie für Sondermüll landen, nicht mehr neu. Als eine direkte Folge haben wir diese späten Kosten und auch die Umweltschäden vor Augen und denken um. Wir wollen enkelgerecht und damit nachhaltig bauen. Wir wollen nicht mehr Baumaterialien aus oder mit Rohöl herstellen. Diese sollen als nachwachsende Rohstoffe auf dem Acker wachsen und CO2 binden. Giftstoffe sollen vermieden werden, damit die Wohnhäuser sich für Kleinkinder, Allergiker und später für das Recycling oder ein Kompostieren eignen.

Hanfbeton und Hanfsteine oder der Hanf an sich sind nur einige Elemente für das enkelgerechte Bauen. Es gibt andere nachwachsende Baustoffe oder leicht verfügbare Baumaterialien wie Kalk und Lehm. Doch aufgrund seiner beständigen Materialeigenschaften und der sehr guten CO2-Bilanz ist schnell wachsender Hanf einer der entscheidenden nachwachsenden Baustoffe für das Haus vom Acker. Das auch deswegen, da er als regionaler Rohstoff auf heimischen Äckern und nicht irgendwo in Afrika oder Südamerika wächst.

Hier wächst das Haus vom Acker auf dem Hanffeld, Hanffasern und Hanfschäben werden aus den Stielen gewonnen
Hanffeld – das Haus vom Acker aus Hanffasern, Hanfschäben und Hanfsamen für Farben

Wann werden alle nachhaltig bauen und im Haus vom Acker leben?

Nicht mehr nur das theoretische Wissen, sondern auch fertige ökologische Baustoffe sind bereits da. Sie werden zu leicht verwendbaren Baumaterialien verarbeitet. Diese werden durch unterschiedliche Mischverhältnisse oder Verarbeitungstechniken mit verschiedenen Materialeigenschaften angeboten. Jeder kann einen Baustoffhändler finden, der auf nachhaltige Baustoffe setzt. Nachhaltig bauen ist im praktischen Lebensalltag also bereits möglich, weswegen machen es dann so wenige Bauherren?

Bislang werden viele konventionelle Baumaterialien in Mengen hergestellt, mit denen niedrige Stückpreise ermöglicht werden. Diese sind im ersten Moment verfügbarer, günstiger und haben sich im Denken von Architekten und Bauunternehmern etabliert. Auch diese Kreise wissen, dass sie bereits ökologisch bauen können, machen es aber meist nicht.

Ob Hanfbeton, Hanfsteine, Hanfschüttung, Hanfdämmung oder andere Baumaterialien aus oder mit Hanf: Die Nachfrage muss schlichtweg wachsen, damit die Stückpreise für den Bauherren sinken. Viele wollen nachhaltig bauen, können diese Preise aber nicht verschmerzen.

Zudem muss in den Köpfen der Architekten und Bauunternehmen ein Umdenken stattfinden. Sobald sich ökologische Baustoffe sinnvoll einbringen lassen, sollten diese bevorzugt und damit dem Bauherren schmackhaft gemacht werden.

Wer bis dahin nachhaltig bauen möchte, muss für nachhaltige Rohstoffe wie Hanfbeton oder Hanfsteine eben tiefer in die Tasche greifen. Schlimmer noch: Häufig müssen erst einmal Bauunternehmer gefunden werden, die Erfahrungswerte mitbringen, um diese Baumaterialien sachgemäß zu verarbeiten. Dafür kann man enkelgerecht und nachhaltig bauen. Das Haus vom Acker wird sich selbst für empfindliche Allergiker eignen und spätere Folgekosten bleiben überschaubarer.

Die ganze Themenserie:

Nachwachsende Rohstoffe – Green Deal mit Hanf

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Hanfdämmung – ökologischer als Mineralwolle https://hanftube.de/hanfdaemmung-oekologischer-als-mineralwolle/ https://hanftube.de/hanfdaemmung-oekologischer-als-mineralwolle/#respond Fri, 29 May 2020 10:25:10 +0000 https://hanftube.de/?p=2415 Behaglich wohnen im Winter und Sommer – Hanfdämmung ist ökologischer als Mineralwolle, Hanfmatten stabilisieren das Raumklima, nicht nur für Allergiker!

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Billig dämmen oder richtig? Besseres Raumklima mit Hanfmatten!

Die energetische Sanierung wird aufgrund steigender Energiepreise zum Begriff. Dabei geht es nicht nur dem Allergiker um das behagliche und gesunde Wohnen. Billig dämmen ist deswegen nicht immer richtig. Die Hanfdämmung ist ökologischer, aber derzeit noch deutlich teurer als Mineralwolle. Hanfwolle oder Hanfmatten sind jedoch selbst für Allergiker komplett unbedenklich. Sie halten die Wärme im Winter drinnen, im Sommer draußen und fördern ein gesundes und behagliches Raumklima. Zudem bindet die Hanfdämmung CO² wohingegen die Herstellung von Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle einen sehr hohen Energieverbrauch mitbringt.

Viele Dämmstoffe sollen mit dem Innenraum keinen direkten Kontakt haben, sie verschwinden hinter einer Dampfbremse. Das gilt auch für eine Hanfdämmung, wie es sie als „Thermo Hanf“ bereits lange gibt. Eine normale Dampfbremse ist nur fast zu 100 % dicht und soll verhindern, dass Wind durchzieht oder Feuchtigkeit des Innenraums in die Dämmung ausdünstet und hier zu Feuchtigkeitsschäden führt. Etwas Feuchtigkeit kann jedoch über die Außenwände ausgeschwitzt werden. Die Hanfdämmung ist sehr schimmelbeständig und wird im weitgehend trockenen Zustand nicht verrotten.

Damit könnten Giftstoffe durch die Dampfbremse und andere Baustoffe in den Innenraum gelangen und einen Allergiker belasten. Mineralwolle kann bedenklich sein, eine hochwertige Hanfdämmung ist bereits bei der Verarbeitung komplett unbedenklich. In der Herstellung werden den Hanfmatten für bessere Materialeigenschaften und den nötigen Brandschutz lediglich einige andere Materialien und Zuschlagstoffe beigemengt.

Die ganze Themenserie:

Nachwachsende Rohstoffe – Green Deal mit Hanf

Nachwachsende Rohstoffe – das Hanffeld regeneriert auch noch die Böden und bindet CO²
Das Hanffeld speichert CO², regeneriert die Böden und liefert Rohstoffe

Wie funktioniert die Hanfdämmung?

Dämmstoffe haben einen Dämmwert, der ganz unterschiedliche Eigenschaften mitbringt. Die Dämmung kann vor Wasser, Wärme oder auch Lärm abschirmen. Werden für die energetische Sanierung Hanfwolle oder Hanfmatten verbaut, geht es vorwiegend um die Wärmedämmung. Dennoch wird die Dämmung immer etwas Wärme aufnehmen und damit durchleiten.

Es gibt mehrere genormte Dämmwerte, die einander beeinflussen und als Gesamtes bewertet werden müssen. Die Hanfdämmung funktioniert ähnlich wie Mineralwolle: Eine dickere Dämmung dämmt besser. Die Wärme braucht länger, um durch den Dämmstoff hindurch zu fließen. Ein guter Dämmstoff nimmt weniger Wärme auf und lässt diese nur sehr langsam durchfließen. Die Hanfdämmung kann in diesen Punkten zu den sehr guten Dämmstoffen für eine energetische Sanierung gerechnet werden.

Die Hanfdämmung ist wie Mineralwolle ein luftiges Material. Wenn die Luft sich durch die Dämmung drückt, trägt sie die Wärme und die Dämmung würde kaum noch dämmen. Auch deswegen ist die Dampfbremse wichtig. Durch die Folie entsteht ein geschlossener Hohlkörper, ausgefüllt mit Dämmstoff, der damit eine geringe Wärmeleitfähigkeit hat. Bei einer energetischen Sanierung dürfen diese Details nicht vergessen werden. Auch ökologische Baustoffe müssen akkurat verarbeitet und verbaut werden.

Je nach Wohnlage ist es sogar möglich, dass eine energetische Sanierung mit einer ökologischen Hanfdämmung gefördert und damit bezuschusst wird.

Ökologischer Hanf, der atmende Baustoff

Hanffasern oder Hanfschäben, wie sie in Baustoffen verarbeitet werden, haben weitere sehr positive Eigenschaften. Der ökologische Baustoff Hanf atmet, enthält aber keine Giftstoffe. Das bedeutet, dass er Feuchtigkeit auf- und wieder abgibt, ohne dabei Schaden zu nehmen oder anzurichten. Diese atmenden ökologischen Baustoffe verbessern das Raumklima und vermindern das Schimmelrisiko in Wohnräumen oder auch in den Wänden.

Ein ökologischer und schadstofffreier Baustoff gibt beim Atmen oder auch bei einer Beschädigung der Dampfbremse keine Schadstoffe ab. Selbst mit einer intakten Dampfbremse werden vor allem Allergiker leiden, wenn sich in der Gebäudedämmung viele Giftstoffe befinden. Genauso mindert es das Raumklima, wenn die Außenwände aufgeheizt sind, selbst wenn die Raumluft mit einer Klimaanlage runtergekühlt wird. Die Infrarotstrahlung der aufgestauten Wärme macht einem zu schaffen.

Ökologische Baustoffe, die Wärme nicht gut speichern oder leiten, sind für die energetische Sanierung und das Raumklima deswegen im Vergleich zur Mineralwolle die besseren.

Hanf hat bereits den Vorteil, dass er schon auf dem Acker viel ökologischer als viele andere Feldfrüchte gedeiht. Er kann ohne Pestizide angebaut werden und lockert den Boden auf. Hanf ist ein Bodenverbesserer, durch den intensiv bewirtschaftete Felder ohne Brachzeit regenerieren können.

Hanfschäben dämmen gut, aber eher im Hanfbeton – für die Hanfdämmung sind Hanffasern besser
Hanfschäben bleiben über, wenn Hanffasern aus dem Hanfstängel gebrochen werden

Starre Hanfmatten, Rollmatten, Hanfwolle zum Stopfen

Hanf ist nicht allein ein ökologischer Rohstoff, der CO² bindet und Böden regeneriert. Es handelt sich zugleich um einen der am vielseitigsten einsetzbaren nachwachsenden Rohstoffe überhaupt. Aus den bis zu vier Meter langen Hanfstängeln können Hanfschäben und Hanffasern gewonnen werden. Hanfschäben werden in der Bauwirtschaft eher für Hanfbeton, Hanfziegel oder die Trittschallisolierung verwendet. Sie können auch in Leichtbauplatten einfließen.

Hanfschäben haben wie Hanffasern sehr gute Dämmwerte und sind im Vergleich zu vielen anderen Baustoffen sehr leicht. Hanffasern eignen sich jedoch besser für die Dachsanierung oder für andere Verwendungszwecke, in denen lange Fasern miteinander verwoben sein sollen.

Hanffasern gibt es zum Dämmen als sogenannten Stopfhanf. Diese Hanfwolle kann in Hohlräume reingestopft werden, bis diese ausgefüllt sind. Der Stopfhanf dämmt die Temperatur und auch Schall.

Wie bei Mineralwolle gibt es die Hanfdämmung auch als starre Hanfmatten oder als Rollmatten. Je nach Verwendungszweck lassen sich starre Hanfmatten oder biegsame Rollmatten besser verarbeiten. Diese Matten werden mit speziellen Messern mit Wellenklinge auf Maß geschnitten. Es gibt sie in den Normmaßen, mit denen auf Baustellen gebaut wird.

Das Ständerwerk oder die Dachsparren haben die Breite x, die Hanfmatten oder Rollmatten sind minimal breiter. Damit können sie in die Hohlräume gedrückt werden, schließen dicht ab und eine starre Hanfmatte trägt ihr eigenes Gewicht. Es muss nur noch bei Bedarf die Dampfbremse und dann die Außenverkleidung angebracht werden. Diese Normmaße vereinfachen und beschleunigen die Bauarbeiten, viele teure Arbeitsstunden werden eingespart.

Weswegen sind Mineralwolle oder Dämmplatten aus Styropor bedenklich?

Hersteller wie Rockwool haben ihre Möglichkeiten, damit ihre Mineralwolle oder Dämmplatten nur wenige Giftstoffe enthalten. Nicht nur bei Glaswolle können jedoch die eingeatmeten kleinen Fasern zu schweren Atemwegserkrankungen führen. Die Dampfbremse soll also auch verhindern, dass nach dem Verbauen der Dämmung kleine Fasern in den Wohnraum gelangen. Diese sind damit höchstens für die Bauarbeiter, weniger aber für die Bewohner ein Problem.

Das eigentliche Problem der Mineralwolle ist ihr Energieverbrauch, bei Dämmplatten teils auch die verwendeten Ausgangsmaterialien. Es gibt zwar recycelbare Steinwolle. Im praktischen Alltag stellt sich bei Sanierungen oder einem Abriss eher die Frage der Entsorgungskosten. Einige Dämmstoffe gehören sogar auf den Sondermüll. Eine ökologische Hanfdämmung bindet hingegen CO² und kann kompostiert werden.

In Zeiten, in denen wir weniger Umweltgifte ausstoßen und den CO² Ausstoß drastisch reduzieren wollen, sind Mineralwolle oder Dämmplatten aus Styropor äußerst ungünstige Baustoffe. Eine ökologische Dämmung wächst hingegen auf dem Acker und kann irgendwann einmal auf diesem wieder entsorgt werden. Die Möglichkeiten für eine Entsorgung wären jedoch bereits vor einem Kauf beim Hersteller zu hinterfragen. Immerhin kann auch Hanf mit bedenklichen Stoffen kombiniert verarbeitet werden.

Derzeit ist die Dämmung aus Mineralwolle von Rockwool leider noch deutlich günstiger als die ökologische Hanfdämmung. Aus dem Blickwinkel von Klima und Umwelt wären Hanfmatten hingegen deutlich günstiger als Mineralwolle oder Dämmplatten aus Styropor.

Handelsübliche Dämmstoffplatte mit hohem Verbrauch an fossilen Rohstoffen in der Herstellung
Die nicht kompostierbare Dämmstoffplatte zieht fossile Rohstoffe und Energie

Energetische Sanierung mit Hanfdämmung – Meinungen

Sicherlich wird ein normaler Investor sagen, dass ihm das Raumklima egal sein kann, da er immerhin Rendite machen will. Billig dämmen mit Mineralwolle wäre aus dem Blickwinkel sinnvoller. Wer hingegen seine Wohnräume selber bewohnt, sollte über die Hanfdämmung nachdenken.

Nicht nur Allergiker schwören auf ökologische Baustoffe und erklären, dass ein viel besseres Raumklima erzielt wird. Sie fühlen sich viel wohler, bleiben gesünder und haben weniger Probleme mit Schimmel. Wer das erlebt, empfiehlt ökologische Baustoffe wie die Hanfdämmung gerade für Kinderzimmer oder Allergiker.

Besser schlafen mit dicken Hanfmatten

Die energetische Sanierung kann sich auch im Hochsommer auszahlen. Wenn die Hanfmatten dick genug sind, lassen sie die Tageswärme erst mitten in der Nacht durch. Sie lassen selbstverständlich nur einen Teil dieser Wärme durch. Wichtig ist jedoch, dass dieser Zeitpunkt nicht um 22 Uhr Abends ist, wenn es ins Bett geht, aber draußen noch nicht richtig auskühlt. Wenn diese Wärme jedoch erst ab 2 Uhr Nachts durchkommt, kann sie direkt runtergelüftet werden, ohne dass eine Klimaanlage brummen muss.

Die Lüftungsfenster können mit einem Fliegengitter oder beim Allergiker mit einem Pollengitter gesichert werden. Diese werden in der Nacht geöffnet und am zeitigen Vormittag bereits wieder geschlossen. Damit bleibt die Sommerwärme draußen und das Raumklima bleibt behaglicher. Über Tag kann die Luft durch kurzes Stoßlüften aufgefrischt werden. Die Wärme sitzt immerhin im Mauerwerk, welches die Temperatur puffert.

Neben einer energetischen Sanierung mit Hanfmatten kann im Hochsommer auch der Außensonnenschutz zur Gebäudekühlung beitragen. Zum Thema der nachträglichen Gebäudekühlung gibt es hier umfassende Informationen.

Nicht nur Hanfdämmung aus Hanfwolle isoliert – auch Hanfbeton hat sehr gute Dämmwerte
Hanfbeton dämmt ähnlich gut wie Hanfdämmung aus Hanfwolle

Ökologischer sanieren mit Hanfdämmung

Anhand bisheriger Eindrücke zur Hanfdämmung oder ökologischen Baustoffen im Allgemeinen kommt es auf die richtige Umsetzung an. Hanfmatten werden das Raumklima deutlich verbessern, wenn sie richtig verbaut werden. Es darf keine Wärmebrücken in der Dämmung geben. Auf angrenzenden kalten Oberflächen darf kein Kondenswasser entstehen. Der Wind darf als Wärmeträger nicht durch die luftige Dämmung ziehen.

Hanfdämmung ist damit eines der zielführenden Bauelemente im Gesamtkonzept für ökologisches Sanieren. Hanfbeton oder Hanfschäben als Trittschalldämmung können neben weiteren ökologischen Baustoffen sinnvoll in die Gebäudesanierung oder den Neubau einfließen.

Leider bleibt eine ökologische energetische Sanierung vorerst eher denjenigen vorbehalten, die über die nötige Kaufkraft verfügen. Es gibt auch Lebenskünstler, die aufgrund ihrer Lebenseinstellung oder Allergie einen Sonderweg einschlagen wollen oder müssen. Letztendlich zahlt sich ein ökologischer Lebenswandel immer mit besserer Gesundheit und Zufriedenheit aus!

Die ganze Themenserie:

Nachwachsende Rohstoffe – Green Deal mit Hanf

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