Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos https://hanftube.de Konsum, medizinische Anwendung, Repression – Freiheitskampf gegen Marktmacht – die Realität hinterm Medienvorhang ist anders! Klickst du die rote Pille? Sat, 18 Apr 2020 13:39:44 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.1 https://i2.wp.com/hanftube.de/wp-content/uploads/2018/12/cropped-favicon-1.png?fit=32%2C32&ssl=1 Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos https://hanftube.de 32 32 169342400 Saver Use – Cannabis sicherer konsumieren https://hanftube.de/saver-use-cannabis-sicherer-konsumieren/ https://hanftube.de/saver-use-cannabis-sicherer-konsumieren/#respond Sat, 18 Apr 2020 11:49:08 +0000 https://hanftube.de/?p=2403 Cannabiskonsum: Unwissenheit mündet in Gesundheitsschäden. Saver Use soll aufklären, damit jeder Cannabis sicherer konsumieren kann – hier lesen!

Der Beitrag Saver Use – Cannabis sicherer konsumieren erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>

Gesundheitsschäden beim Cannabiskonsum reduzieren

Cannabis wurde verboten, da es schädlich ist – angeblich. Die einstige Drogenkultur ist weitgehend ausgelöscht, aber niemand lässt sich durch Verbote vom Konsum abhalten. Auf dem Schwarzmarkt gibt es keine Qualitätskontrollen, sondern Streckstoffe und andere Drogen. Damit gab es dann wirklich Gesundheitsschäden durch Cannabiskonsum, es entstand ein gesellschaftlicher Schaden. Dem wurde lange Zeit über mit noch härteren Verboten gekontert, die wiederum den Cannabiskonsum nicht eingrenzten. Saver Use Anhänger wollen uns aufklären, damit wir Cannabis sicherer konsumieren können. Auch solche Harm Reduction Maßnahmen wurde verboten, da es eine falsche Signalwirkung sei.

Ist es die richtige Signalwirkung, wenn sich unkundige Cannabiskonsumenten, die sich eben nicht vom Konsum abhalten lassen, Gesundheitsschäden aussetzen, die durch Saver Use leicht zu vermeiden wären? Beobachter des Drogenverbots müssen auch in Deutschland leider feststellen, dass dieses die abzuhaltenden gesellschaftlichen Gesundheitsschäden selber auslöst oder aber intensiviert.

Hier wird erklärt, wie jeder Cannabis sicherer konsumieren kann. Cannabiskonsum ist beim Leser vor Ort vielleicht noch nicht legal, aber möglicherweise im Reiseland. Und genau dann wäre Saver Use die richtige Strategie, um im Sinne von Harm Reduction Gesundheitsschäden zu vermeiden.

Cannabis ohne Tabak konsumieren

Tabak enthält Nikotin. Dieses kann eine sehr starke Sucht auslösen. Zudem ist Tabak eine sehr schädliche Substanz mit kurzer Wirkdauer, die zum ständigen Konsum anleitet, um die entspannende Dosis beizubehalten.

Wer Cannabis mit Tabak raucht, neigt eher zu einem Dauerkonsum. Außerdem macht Tabak die Cannabiswirkung „dreckiger“. Der Tabakjoint hat eine andere Wirkung als ein Purjoint. Wer das einmal gewohnt ist, kann nicht mehr gut auf tabakfreien Cannabiskonsum ausweichen.

Beim Cannabiskonsum lautet also die erste Saver Use Regel, dass der Tabakjoint weitergeht, ohne daran zu ziehen. Wenn, dann wird ausschließlich pur oder mit Tabakersatz geraucht, um Gesundheitsschäden durch Tabakkonsum zu meiden. Aber auch dann wäre zwecks Harm Reduction ein kleiner Purkopf besser, da weniger Rauch entsteht. Auch Haschisch kann pur geraucht werden.

Tabak verursacht Gesundheitsschäden – Harm Reduction für Cannabis: pur rauchen!
Harm Reduction für Cannabis – pur oder mit Tabakersatz rauchen!

Saver Use – Inhalieren, Tropfen oder Edibles?

Beim Cannabisrauchen entstehen schädliche Verbrennungsgase, beim Verdampfen mit einem Vaporizer nicht. Wer seinen Joint ohne Tabak dreht, könnte Marihuana oder Haschisch auch in einem geeigneten Vaporizer verdampfen. In einigen Modellen können selbst Öle, Extrakte oder Kristalle verdampft werden, solange diese kein Speiseöl enthalten. Cannabis im Vaproizer verdampfen wäre bereits gesünder, als dieses zu rauchen.

Viele möchten lediglich die Wirkung, nicht aber ein lästiges Konsumritual. Weswegen nicht ein paar Tropfen einnehmen? Genau das ist möglich und im Sinne von Harm Reduction, wenn passende Extrakte erworben oder hergestellt werden. Diese wirken entweder sublingual unter der Zunge wie beim Inhalieren innerhalb von Minuten oder wie Edibles über die Verdauung zeitversetzt. Der Cannabiskonsument muss aber keine Joints drehen und inhaliert garantiert keine giftigen Verbrennungsgase.

Cannabis essen wäre damit Saver Use? Wenn die Cannabiswirkung über die Verdauung zeitversetzt eintritt, kann das beim ungeduldigen Konsumenten mit einer Überdosis böse enden. Ansonsten wären beim Konsum von hochwertigen Tropfen, Extrakten oder Edibles keine Gesundheitsschäden durch Streckstoffe, Verunreinigungen oder Verbrennungsgasen zu erwarten. Bei Extrakten oder Edibles kommt es jedoch auf die richtige Verarbeitung und Dosierung an, damit eine passende Wirkung einsetzt, mehr dazu in der Serie zur Cannabis Decarboxylierung.

THC & CBD – Cannabinoide

Wer high werden möchte, setzt auf THC. Das High wird durch viele andere Cannabinoide und Wirkstoffe beeinflusst. Zu reines THC kann in hoher Dosierung Panikattacken, Ängste und Verfolgungswahn auslösen. Tetrahydrocannabinol kann dadurch einigen psychischen Erkrankungen einen massiven Schub versetzen. Wer die Möglichkeit hat, soll zwecks Saver Use immer darauf achten, dass etwas CBD im Marihuana, Haschisch oder Extrakt ist.

Es kann auch ein CBD Extrakt eingenommen werden, um solch einer THC Wirkung entgegenzuwirken. Aber auch das Kauen von schwarzen Pfefferkörnern soll helfen, da in diesen Terpene enthalten sind, die wiederum die THC Wirkung abfedern. Diese wird dadurch nicht schlechter, sondern angenehmer und deswegen besser.

Eine Leidenschaft für CBD Extrakte stellt sich meist nur dann ein, wenn diese eine medizinische Wirkung entfaltet. Ansonsten merken die Konsumenten höchstens bei einer Überdosis eine Wirkung, die jedoch nicht wirklich angenehm ist. Genauso machen andere Cannabinoide ohne THC nicht high. Sie können jedoch medizinisch wirken und deswegen bei entsprechenden Patienten Anklang finden.

Viele backen mit Cannabis, wissen aber erst beim zweiten Brownie, wie stark diese sind.
Backen mit Cannabis, dann raten – wie potent sind die Brownies?

Indica, Sativa und Haze

Es gibt sehr große Unterschiede in der Cannabiswirkung. Vereinfacht wird in Indica, Sativa und Haze unterschieden. Sativa macht einen high und Haze ist die Königsklasse der Sativa Strains. Indica macht eher stoned und drückt einen ins Sofa. Je nach Erkrankung oder Vorliebe sind Indica, Sativa oder Kreuzungen zu bevorzugen. Demnach gibt es Konsumenten, die auf Haze schwören und andere, die sich nur mit einem Indica wohlfühlen.

Die Schwerpunkte von Indica, Sativa und Haze gehen auf das Zusammenspiel der Cannabinoide, Terpene, Terpenoide, Flavonoide und weiterer Inhaltsstoffe vom Marihuana oder Haschisch zurück. Nur THC macht einen high, alle anderen Wirkstoffe lenken lediglich dieses High. Da jeder Mensch etwas anders empfindet oder reagiert, werden ganz verschiedene Strains für den Cannabiskonsum gewählt.

Selbst viele Cannabispatienten sprechen sich gegen Reinstoffe aus und wollen Cannabisblüten. Einige Patienten brauchen nur auf das Verhältnis von THC und CBD zu achten. Bei anderen Patienten oder auch Konsumenten ist das Zusammenspiel aller Wirkstoffe beim Cannabiskonsum entscheidend. Es wird eine Cannabissorte nach der anderen probiert, bis die richtige gefunden wurde. So, wie auch andere Medikamente erst durchprobiert werden, um das richtige zu finden.

Cannabis ist heute wegen des hohen THC-Gehalts gefährlicher?

Cannabisgegner erklären, dass heutiges Marihuana zehnfach mehr THC enthält und deswegen schlimme Gesundheitsschäden wie Psychosen auslöst. Inwieweit ein Auslösen oder lediglich Verstärken eintritt, wäre die andere Frage. Fakt bleibt, dass CBD Extrakte oder CBD Strains diesen und anderen psychischen Leiden entgegenwirken können. Saver Use könnte aufklären.

Selbst dieser angeblich hohe THC Gehalt ist nur eine Begleiterscheinung des Cannabisverbots, welches auch die Drogenkultur zerstören soll. Es wurden für Cannabiskonsumenten überwiegend Cannabissorten mit sehr viel THC und sehr wenig CBD gezüchtet. Ist Tetrahydrocannabinol zu rein, kann es schlecht hochdosiert werden. Genau das ist auch ein Problem vom Fertigarzneimittel Dronabinol, welches als Wirkstoff ausschließlich THC enthält.

Für den Saver Use soll THC also nicht zu rein sein, wenn es hoch dosiert wird. Es gibt jedoch Extrakte, die bis über 90% Wirkstoffgehalt enthalten, wie schlimm sind dann die befürchteten Gesundheitsschäden? Geringer als beim Tabakjoint! Es wird beim Cannabiskonsum nur sehr wenig von solchen Extrakten auf einmal verdampft. Wer nicht zu reines THC verträgt, muss eben ein Extrakt mit höherem CBD Gehalt verwenden.

Es kommt für die Harm Reduction nicht auf den THC Gehalt, sondern auf dessen Anteil innerhalb der Cannabinoide an. Sind genügend andere Cannabinoide enthalten, federn diese eine zu harte THC Wirkung ab. Das ist alles, doch leider hat der Konsument auf dem Schwarzmarkt wenig Auswahl und häufig auch keine Ahnung von diesen Details.

CBD Kristalle zum Inhalieren im Vaporizer – auch mit THC möglich, aber als Reinstoff tückischer
Kristalline Cannabinoide mit einer Reinheit über 98% rauchfrei inhalieren

Wie lange wirken THC und CBD?

THC und CBD haben beim Inhalieren eine eher kurze Wirkdauer von bis zu vier Stunden. Tropfen für die sublinguale Einnahme unter der Zunge erreichen direkt das Blut und würden ebenfalls bis zu vier Stunden wirken. Wer sich beim Essen nicht zu hoch dosiert, kann eine Wirkdauer von 6 bis 8 Stunden erwarten. Eine Überdosis durch Edibles kann deutlich länger und auch unangenehmer wirken. Andere Cannabinoide können eine kürzere oder längere Wirkdauer ausbilden.

Beim Inhalieren und der sublingualen Einnahme tritt die Wirkung innerhalb von Minuten ein, beim Essen kann es 30 bis 90 Minuten dauern. Außerdem kommt es bei Edibles auf die richtige Verarbeitung an, damit die Cannabinoide nicht lediglich ausgeschieden werden. Mehr dazu in der Serie zur Edibles Herstellung.

Bei der inneren Anwendung kommt es nicht auf die Wirkstoffkonzentration beim Cannabiskonsum an. Die gesamt aufgenommene Wirkstoffmenge, die auch die Blutbahn erreicht, entscheidet über die Cannabiswirkung. Effektivere Konsumformen wirken dadurch auch schneller oder insgesamt stärker und sind letztendlich sparsamer.

Cannabis richtig dosieren ist bereits Saver Use

Es gibt Patienten, die mehrere 100 mg Cannabidiol täglich einnehmen. Dennoch sollte man es im Saver Use Gedanken zuerst mit 10 bis 30 mg probieren, die bei vielen bereits genügen. Wer es über den Tag verteilt, kann morgens und mittags 5 bis 15 mg CBD einnehmen, um die Verträglichkeit zu testen. Hochdosieren geht immer noch. Eine Studie ergab, dass eine geringe Dosis beim Einschlafen stört, 160 mg CBD jedoch den Schlaf verbessern. Bei guter Verträglichkeit kann diese Dosis am Abend hilfreich sein. Wer einen schwachen Kreislauf hat, ist möglicherweise am Folgetag beeinträchtigt.

In den USA wird Erstkonsumenten empfohlen, mit 5 mg THC zu beginnen, dann zu warten und bei Bedarf alle halbe Stunde mit 2,5 mg hoch zu dosieren. Ein Gramm Marihuana mit 10 % THC oder CBD hätte also 100 mg vom Wirkstoff, um einen besseren Vergleich zu nennen. Beim Rauchen oder Verdampfen wird der Großteil die Blutbahn jedoch nicht erreichen. Diese Angaben beziehen sich auf sublinguale Tropfen oder Edible Produkte, bei denen der Wirkstoff aufgrund der Verarbeitung effektiv aufgenommen wird. Dann können Edibles stärker als der Joint sein.

Dennoch soll bei Erstversuchen der Nachmittag und Abend frei sein sowie zwecks Harm Reduction mit wirklich geringen Mengen gestartet wird. Steigern kann man sich noch immer, wenn am nächsten Tag erste Erfahrungswerte vorliegen. Auf ein paar Tage kommt es schließlich nicht an.

Saver Use heißt auch, richtig zu dosieren – dieses CBD Öl ist mit der Pipette exakt dosierbar
CBD Öl mit Wirkstoffangabe und Pipette – exakt dosierbar und deswegen Saver Use

Überdosis – gefährlich?

Selbst mehrere 100 mg CBD würde jeder normale Mensch beim Erstversuch gut überstehen, sollte aber vielleicht nicht mehr viel vorhaben. Ein High kann nicht erwartet werden. Es ist eher lästig, wenn durch zu viel CBD ein dämmeriger Zustand einsetzt. So viel ist aber im Normalfall nicht medizinisch notwendig.

Wer hingegen zu viel THC einnimmt, ist nicht mehr lediglich high, sondern kann sich richtig elend oder sogar sterbend fühlen. Setzen Ängste oder Panik ein, können CBD oder ein paar gekaute schwarze Pfefferkörner dem entgegenwirken.

Inhalieren ist deswegen sicherer, da die Wirkung schnell einsetzt. Wer nicht zu schnell hintereinander zieht und keine hochkonzentrierten Konzentrate verwendet, kann mit der eintretenden Überdosierung nicht weiter konsumieren.

Edibles wären hingegen viel tückischer, da sie erst nach 30 bis 90 Minuten wirken. Viele waren beim Cannabiskonsum bereits ungeduldig und anschließend ruhiggestellt. Wenn Edibles durch eine Überdosis nur noch langsam verdaut werden, kann die Wirkung sich leider sogar über mehrere Tage hinziehen.

THC- oder CBD-Tote sind hier nicht bekannt, eine Überdosis soll dennoch vermieden werden. Man ist durch eine THC Überdosis nicht nur wie erschlagen, sondern kann trotz trockenem Mund nur wenig trinken. Etwas Zuckerhaltiges kann jedoch lindernd wirken. Eine CBD Überdosis wäre weniger dramatisch, aber ebenfalls keine Freude.

Synthetische Cannabinoide sind kein Harm Reduction

Auch wenn THC nicht legal erhältlich ist, soll der Schwarzmarkt gemieden werden. Neben Pestizidrückständen, Schimmelsporen oder Streckstoffen gibt es eine weitere große Gefahr: Das Marihuana oder Haschisch wird mit synthetischen Cannabinoiden versetzt, damit es besser „knallt“.

Bei synthetischen Cannabinoiden gibt es leider die schnell erreichbare tödliche Überdosis sowie schwere psychische Erkrankungen begünstigt werden. Der Cannabiskonsument sieht nicht, ob seine „Räuchermischung“ immer gleichstark ist, ein Saver Use ist damit kaum möglich. Gerade eine Überdosis mit synthetischen Cannabinoiden kann schwere Gesundheitsschäden auslösen. Sogenannte Cannabistote gehen ausschließlich auf Synthetische Cannabinoide zurück.

Einige Cannabiskonsumenten wissen das und setzen dennoch auf Synthetische Cannabinoide. Sie fühlen sich juristisch sicherer, erzielt ansonsten jedoch das Gegenteil von Harm Reduction.

Es gibt zwar auch für Cannabis Drug Checking Testkits oder Test-Methoden. Wer die Asche vom Marihuana über weißes Papier zieht und schwarze Schmierstreifen sieht, kann auf Brix tippen. Es handelt sich um ein Gemisch aus Zucker, Hormonen und Kunststoff, welches wie Kristalle auf den Blüten glitzert.

Bei vielen anderen Streckstoffen wird es schwieriger. Es gibt Drug Checking Testkits im Handel, die jedoch Geld kosten und nicht automatisch auf jede erdenkliche Verunreinigung anschlagen. Möglicherweise schlägt ein Test für Synthetische Cannabinoide nur bei einigen bereits bekannten Verbindungen an, bei neueren jedoch nicht? Außerdem wird kein normaler Cannabiskonsument jedes Mal seine 5 Gramm mit verschiedenen Teststreifen auf Verunreinigungen prüfen. Selbst im Verdachtsfall macht das kaum einer.

Auf dem Schwarzmarkt gibt es halt keine kontrollierte Qualität oder juristische Sicherheit.

Nutzhanfblüten mit synthetischen Cannabinoiden oder gutes Marihuana – den Dealer fragen?
Sauberes Marihuana? Oder Nutzhanfblüten mit synthetischen Cannabinoiden?

Das Cannabisverbot ist kein Saver Use

Das Cannabisverbot soll Gesundheitsschäden abwenden – es hält jedoch niemanden vom Cannabiskonsum ab. Wer in Deutschland selber anbaut und damit auffliegt, hat direkt ein riesiges juristisches Problem. Auch das kann Existenzen nachhaltig zerstören. Also kaufen die meisten auf dem Schwarzmarkt – und haben keine Ahnung über die Qualität von ihrem Marihuana oder Haschisch. Dieses kann einwandfrei aussehen, perfekt wirken und dennoch sehr schädlich sein. Pestizid- und Düngemittelrückstände, Streckstoffe, synthetische Cannabinoide, Schimmelsporen, Sand, Haarspray und selbst Blei kann enthalten sein. Es ließe sich nicht einmal ausschließen, dass zur Kundenbindung ein paar günstige, aber suchterzeugende Tabletten untergemischt werden.

Sicherlich gibt es diesen Schwarzmarkt auch beim Tabak oder Alkohol sowie trotz Jugendschutz leider bereits Jugendliche konsumieren. Was aber, wenn der Gesamtmarkt dem Schwarzmarkt überlassen wird und das Cannabisverbot den Cannabiskonsum nicht einschränkt? Dann kauft eben jeder auf diesem unkontrollierten Schwarzmarkt. Dieser wird viel größer sowie unübersichtlicher und ist damit auch für Jugendliche viel besser erreichbar.

Cannabis legalisieren ist Harm Reduction

Wer Saver Use und Harm Reduction wünscht, müsste nicht nur gegen das Verbot von Konsumentenaufklärung eintreten. Es muss direkt die Cannabislegalisierung eingefordert werden. Was bringt es, wenn jemand für den Saver Use einen teuren Vaporizer kauft, der einige Tage später in der Asservatenkammer landet? Wem hilft das Harm Reduction Grundwissen, wenn er mehr Streckstoff als Cannabis erhält?

Durch Saver Use Aufklärung oder die Cannabislegalisierung muss keiner konsumieren. Wer es jedoch tut, kann drohende Gesundheitsschäden minimieren. Genau deswegen gab es einst neben unserem „Kulturgut“ Alkohol eine Drogenkultur, mit der man aufwuchs und mit Drogen zumindest sicherer umgehen konnte. Diese einstige Drogenkultur wird heute schrittweise wiederentdeckt und soll die Funktion von Saver Use und Harm Reduction erneut erfüllen.

Der Beitrag Saver Use – Cannabis sicherer konsumieren erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>
https://hanftube.de/saver-use-cannabis-sicherer-konsumieren/feed/ 0 2403
Medizinischer Cannabis – Führerschein weg? https://hanftube.de/medizinischer-cannabis-fuehrerschein-weg/ https://hanftube.de/medizinischer-cannabis-fuehrerschein-weg/#respond Tue, 10 Mar 2020 12:27:45 +0000 https://hanftube.de/?p=2388 Dank des Cannabis als Medizin Gesetzes dürfen immer mehr Patienten Medizinhanf nutzen. Ist der Führerschein weg, wenn medizinischer Cannabis im Blut ist?

Der Beitrag Medizinischer Cannabis – Führerschein weg? erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>

Patienten dürfen Cannabis konsumieren und Auto fahren!

Tausende Patienten profitieren durch das Cannabis als Medizin Gesetz, welches am 10.03.2017 in Deutschland in Kraft trat. Ein Teil dieser Patienten hat ein Auto – ist der Führerschein weg, wenn medizinischer Cannabis eingenommen wird? Oder dürfen Patienten Cannabis konsumieren und Auto fahren? Genau das wissen häufig selbst die kontrollierenden Polizisten nicht; doch eine Cannabispatientin erklärte es ihren Beamten einfach vor der ersten Kontrolle.

Die Patientin bleibt an dieser Stelle anonym. Doch auch einigen anderen, aber nicht allen Cannabispatienten ist die kleine Anfrage „Cannabismedizin und Straßenverkehr“ bekannt. Diese verdanken wir der Bundestagsfraktion Die Linke. Bereits am 08.03.2017 wurde der Bundestag gefragt, der am 27.03.2017 antwortete. Patienten dürfen Cannabis konsumieren und Auto fahren. Sie müssen nicht erst mit einer MPU der Führerscheinstelle ihre Fahrtüchtigkeit beweisen.

Erläuterung: Der medizinische Cannabiskonsum sei im Gegensatz zum Genusskonsum ein verantwortungsvoller Umgang und trage sogar dazu bei, dass Patienten fahrtüchtig werden. So, wie auch bei anderen Medikamenten, dürfen die Betroffenen ohne weitere MPU Überprüfung ihren Führerschein behalten.

Medizinischer Cannabis macht Patienten fahrtüchtig – diese dürfen ihren Führerschein behalten!
Medizinischer Cannabis hilft Patienten – der Führerschein ist nicht weg!

Medizinischer Cannabis und Polizeikontrolle

Nicht jeder Polizist ist für das Cannabis als Medizin Gesetz und viele wissen nicht, dass Patienten konsumieren und Auto fahren dürfen. Selbst wenn, woher sollen die Beamten den Fahrern ansehen, ob diese zum Spaß oder medizinisch Cannabis konsumieren? Es gab und gibt bereits Bemühungen, einen Patientenausweis auszustellen. Die Initiatoren bieten das aber teils als Serviceleistung ihres Unternehmens an, um Kunden zu binden. Es gibt in Deutschland also nach drei Jahren Cannabis als Medizin Gesetz keinen Patientenausweis, der von offizieller Stelle beglaubigt wird.

Der Antwort des Bundestages ist zu entnehmen, dass Cannabispatienten ein BtM Rezept oder einen Arztbefund mitführen sollen. Kopien sollten reichen und auch einer dieser Patientenausweise wird sicherlich nicht schaden. Aber auch dann kommt es auf die Situation und die Beamten an. Diese müssen einen auffälligen Fahrer, der ihrer Meinung nach nicht mehr fahrtüchtig ist, aus dem Verkehr ziehen. Nur, dass es dabei einen leider großen Ermessensspielraum gibt. Möglicherweise sind Cannabispatienten nach dem Vorlegen ihrer Unterlagen auffälliger, als andere Verkehrsteilnehmer?

In dieser Zeit mit dem Cannabis als Medizin Gesetz gab es immer wieder Vorfälle. Patienten mussten erst ihre Medizin und auch den Führerschein abgeben, bis die Situation geklärt wurde. Das ist für den Moment sehr ärgerlich. Die betreffende Cannabispatientin hat ihre Polizeistelle deswegen mit ihrem ersten BtM Rezept besucht. Sie hat aber auch auf die Bekanntgabe des Deutschen Bundestages verwiesen. Diese sollte sich jeder Cannabis Patient ausdrucken und ebenfalls mitführen.

Polizisten sehen Fahrern den medizinischen Bedarf nicht an

In diesem Fallbeispiel ist die Cannabispatientin auf ihren Führerschein angewiesen, bleibt aber in der Region, in der man sich sozusagen kennt. Dennoch musste sie einmal ihre Cannabismedizin abgeben. Andere Patienten sind nicht nur am Wohnort unterwegs, sie können nicht jedes Mal zur Polizeistelle und sich mit ihrem BTM Rezept vorstellen.

Das eigentliche Problem lautet, dass niemand für die Aufklärung der Ärzte, Patienten oder Polizisten zuständig ist. Die Ärzte haben mit der Fahrerlaubnis oder der Führerscheinstelle nichts zu tun und unterliegen der Schweigepflicht. Sie dürften der Polizei also keine Patientendaten weitergeben.

Polizisten wissen auch bei anderen BtM Medikamenten nicht, ob jemand sie nimmt oder nicht. Und sie wüssten häufig auch nicht, ob bei einer Erkrankung oder Medikation die Fahrtauglichkeit eingeschränkt sein könnte. Es wird eben nicht auf Medikamente, sondern auf Cannabis getestet – und genau deswegen ist die Situation für Cannabispatienten eine ganz andere. Cannabis konsumieren und Auto fahren führt also zu ganz anderen Erlebnissen in der Polizeikontrolle.

Zur Information: In der Polizeikontrolle muss man sich nur ausweisen, sollte aber wenig sagen. Wenn kein medizinischer Cannabiskonsum vorliegt, sollen jegliche Drogen-Schnelltests verweigert werden.

Drogentest auf THC positiv – wer kein Cannabispatient ist, kann mit einer MPU rechnen!
Positiver Drogentest – Führerschein weg? Beim Cannabispatienten nicht!

Unkundige Cannabispatienten sich selber überlassen

Viele Patienten wissen selber nicht immer über ihre Rechte oder Möglichkeiten Bescheid. Weder der Arzt, noch der Apotheker und schon gar nicht die Polizei machen die Cannabispatienten auf diese klärende „Kleine Anfrage der Linksfraktion an den Bundestag“ aufmerksam.

Wenn keiner weiß, ob Patienten Cannabis konsumieren und Auto fahren dürfen, sind schnell ein paar Führerscheine zu Unrecht einkassiert. Auch das Vorlegen eines BtM Rezeptes reicht nicht immer. In diesen Situationen sollte der Fahrer Ruhe bewahren, alles erst einmal mitmachen und sich in den kommenden Tagen um die Klarstellung der Situation bemühen. Wer zuerst mit seinem Arzt und Anwalt Rücksprache hält und in Ruhe mit den Beamten redet, erreicht häufig viel mehr, als sich vor Ort aufzuregen.

Führerschein weg – Genusskonsumenten wird Missbrauch unterstellt

Noch immer ist der einfache Kiffer in den Augen der Polizei, Politik oder der entscheidenden Führerscheinstelle ein Drogensüchtiger, der Drogen missbraucht. Einen sogenannten Probierkonsum oder unproblematischen Konsum gibt es nicht. Wer zum Spaß Cannabis konsumiert und später beim Autofahren positiv getestet wird, dem wird mangelndes Trennungsvermögen unterstellt.

Das war zumindest die gängige Praxis, inzwischen reicht der einmalige Cannabiskonsum in Deutschland nicht mehr automatisch zum Führerscheinentzug. Jedoch kann dem Ertappten eine MPU auf eigene Kosten auferlegt werden, mit der er der Führerscheinstelle seine Fahrtüchtigkeit beweisen muss. Möglicherweise muss er auch mit regelmäßigen Urinkontrollen seine Cannabis-Abstinenz beweisen.

Da das THC-Abbauprodukt THC-COOH sich über Wochen oder bei Dauerkonsumenten über Monate im Körperfett einlagert, sind lange Abstinenzzeiten für negative Drogentests notwendig. Der ein oder andere fuhr nie bekifft Auto und griff nach der Polizeikontrolle für die MPU wieder zum Alkohol – soviel zum Sicherheitsgedanken dieser absurden Regelungen.

Als Patient aktiv werden, bevor es brennt

Wer Cannabis als Medizin verwendet und auf seinen Führerschein dringend angewiesen ist, sollte sich ein BtM Rezept erkämpfen. Es ist leider auch drei Jahre nach diesem Cannabis als Medizin Gesetz sehr schwierig, mitwirkende Ärzte zu finden. Selbst medizinischer Cannabiskonsum gilt in vielen Arztpraxen weiterhin als ein stigmatisiertes Tabuthema.

Häufig müssen die Patienten einen Arztbesuch nach dem anderen auf sich nehmen, bis sie ihr erstes BtM Rezept in den Händen halten. Tipp: Ein Privatrezept zum Selberzahlen lässt sich viel schneller erkämpfen sowie die Kostenübernahme auch mit Kassenrezept in den Sternen steht.

Auch ohne Kostenübernahme lohnt sich das BtM Rezept: Mit BtM Rezept darf der Patient Cannabis konsumieren und Auto fahren. Außerdem kann er bei einem juristischen Vorfall auf medizinischen Konsum und Notstand plädieren, womit das Strafmaß deutlich sinken kann.

Cannabis Genusskonsum am Vortag – dennoch Positiv und mit Pech ist der Führerschein weg.
Cannabis Genusskonsum und Verkehrskontrolle? Die MPU droht!

Kiffen und Führerschein weg – die Begründung

Unbestritten ist Alkohol am Steuer ein Mörder, nicht aber Cannabis. Bekiffte fahren eher vorsichtiger und langsamer – oder weigern sich. Weswegen kann mit einmaligem Kiffen der Führerschein weg sein? Weil der Genusskonsument angeblich unverantwortlich konsumiert. Er missbraucht Drogen und leidet am mangelnden Trennungsvermögen. Der Kiffer unterscheidet nicht, ob er nüchtern oder bekifft ist und fährt einfach los. Das macht ihn zur Gefahr im Straßenverkehr, womit der Führerschein weg ist und einem häufig auch die teure MPU nicht helfen wird. So die übereifrige und fantasievolle Begründung der Führerscheinstelle.

Der Patient kann jedoch kontrolliert Cannabis konsumieren, da er diesen medizinisch einsetzt. Cannabispatienten konsumieren nach Anweisung vom Arzt und wollen ihre Leiden lindern. Sie möchten sich nicht berauschen, sondern ihren Alltag bewältigen. Durch ihren Cannabiskonsum werden die Patienten sogar fahrtauglich und können Auto fahren. Medizinischer Konsum ist also etwas ganz anderes als Genusskonsum.

Mangelndes Trennungsvermögen als Unterstellung

Es stimmt sogar, dass Patienten ganz anders Cannabis konsumieren, als gewöhnliche Kiffer. Doch auch der typische Genusskonsument kann unterscheiden, ob er gerade eben oder am Vorabend gekifft hat. Dieses fehlende Trennungsvermögen ist eine verallgemeinerte Unterstellung; dass der Führerschein weg ist, wäre meist völlig übertrieben. Genau wie beim Alkohol müsste das unterschieden werden, um nur in berechtigten Fällen den Führerschein zu entziehen, der nur durch eine MPU wiederzuerlangen wäre. Führerscheinentzug auf verallgemeinerten Verdacht ist sicherlich unbegründet.

Kritiker erklären sogar, dass Kiffer ohnehin nicht darauf achten müssten, ob sie gerade gekifft haben. Sie schlagen im Drogentest immer positiv an, damit ist der Führerschein weg, wenn nicht eine MPU die Fahrtauglichkeit beweist. Gäbe es jedoch eine Regelung, mit der ein Konsum am Vortag sicher unter der Schwelle liegt, würde das zum nüchternen Auto Fahren motivieren und das Problem entschärfen. Kiffer wären also motivierter, seltener und weniger zu konsumieren, damit sie unter den Grenzwerten liegen und Auto fahren dürfen.

Beim Alkohol steht der nüchterne Fahrer nicht unter Generalverdacht und darf weiterfahren!
Ungeheuer Alkohol am Abend, gute Fahrt am Morgen – wieso beim Kiffen nicht?

Bei mangelnder Fahrtauglichkeit ist der Führerschein weg

Zur Klarstellung soll hier angefügt werden, dass Cannabis Patienten mit ihrem BtM Rezept keinen Freischein zum Slalomfahren haben. Der Führerschein wird einem verliehen und kann damit auch wieder genommen werden. Das muss stichhaltig begründet werden, ist aber häufig auch reine Auslegungssache.

Fällt ein Patient oder anderer Fahrer in einer Polizeikontrolle als offensichtlich fahruntüchtig auf, ist sicherlich der Führerschein weg. Es wäre für die Beamten schwieriger zu begründen, wenn kein Alkohol und kein Drogenmissbrauch vorliegen. Aber ganz bestimmt gibt es Möglichkeiten, selbst dann eine Fahrerlaubnis zu entziehen, wenn der Fahrer nicht in einer MPU seine Fahrtüchtigkeit beweisen kann.

Kleine Anekdote am Rande:

Die Führerscheinstelle hat bereits Leuten das Fahrradfahren verboten, obwohl zum Radfahren kein Führerschein notwendig ist. Die Fahrerlaubnis kann auf öffentlichen Straßen für jedes Gerät entzogen werden, welches gelenkt wird. Dieses gilt für Autos, Motorräder, LKWs oder aber Fahrräder, Tretroller oder auch Elektromobile. Meist ist nur der Führerschein weg, ohne dass einem das Radfahren verboten wird. Aber dann blieben nur noch Turnschuhe, das Skateboard oder der öffentliche Nahverkehr.

Nicht nur THC, auch CBD hilft medizinisch und macht nicht high – selber machen spart Geld!
CBD kann medizinisch wirken und beeinträchtigt nicht – selber machen, Geld sparen!

Zur Information: THC in CBD Produkten

In Österreich gibt es keine Grenzwerte, womit durch jeden positiven Drogentest der Führerschein weg ist – Stand März 2020. In CBD Produkten sind häufig THC Restmengen von bis zu 0,2, in der Schweiz bis 1 % enthalten. Wer ein schwaches CBD Produkt mit 0,2 % THC in entsprechend höheren Mengen einnimmt, wäre im Drogentest möglicherweise positiv – mit Pech wäre der Führerschein weg, bis der Führerscheinstelle mit einer MPU die Fahrtüchtigkeit bewiesen wird.

Stellt sich durch CBD kein medizinischer Nutzen ein, wird ohnehin kaum jemand Geld dafür ausgeben wollen. Wer jedoch diesen medizinischen Nutzen hat, kann sich in dieser Serie zur Cannabis Decarboxylierung (Aktivierung der Cannabinoid-Säuren) einlesen und viel Geld sparen!

Der Beitrag Medizinischer Cannabis – Führerschein weg? erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>
https://hanftube.de/medizinischer-cannabis-fuehrerschein-weg/feed/ 0 2388
THC und CBD – Cannabis bei Essstörungen https://hanftube.de/thc-und-cbd-cannabis-bei-essstoerungen/ https://hanftube.de/thc-und-cbd-cannabis-bei-essstoerungen/#respond Fri, 28 Feb 2020 12:54:24 +0000 https://hanftube.de/?p=2371 Einige sind zu dick, andere zu mager, die nächsten plagt eine psychisches Leiden. Cannabis bei Essstörungen kann den Appetit anregen oder Fett verbrennen!

Der Beitrag THC und CBD – Cannabis bei Essstörungen erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>

Appetit anregen für die einen, Fett verbrennen für die anderen

Die Pflanzengattung Cannabis kann sich als eine der vielseitigsten bezeichnen, auch in der Medizin. Bei Essstörungen kann sie den Appetit anregen und gegen Untergewicht oder Magersucht helfen. Sie kann aber auch den Stoffwechsel anregen, weswegen ein übergewichtiger Cannabisraucher trotz „Fresskick“ ein paar Pfunde abnehmen wird. Vor allem Tetrahydrocannabinol, kurz THC, regt den Appetit an. Cannabidiol, kurz CBD, hilft ebenfalls bei Essstörungen. Es lindert viele psychische Erkrankungen oder hilft beim Fett verbrennen. Viele andere Cannabinoide werden noch grundlegend erforscht oder wurden noch nicht entdeckt. Auch diese lindern mit Glück Essstörungen.

Das erstaunliche beim Cannabis ist, dass es bei Untergewicht, Übergewicht oder auch psychisch bedingten Essstörungen helfen kann, wenn es richtig angewendet wird. Demnach ist es Sorten- und auch Dosisabhängig, ob beim Konsumenten der Appetit angeregt oder effektiv Fett verbrannt wird.

Psychisch bedingte Essstörungen

Viele Essstörungen gehen auf psychische Erkrankungen oder Verhaltensstörungen zurück. Einige räumen wegen ihrer Depressionen den ganzen Kühlschrank leer oder haben andere Auslöser für ihr Zwangsverhalten. Die nächsten leiden am gegenteiligen Problem und können wegen ihrer Magersucht nicht essen oder halten es nicht drinnen.

Essstörungen sind bei psychischen Erkrankungen häufig nur Symptome, aber nicht das eigentliche Problem. Wenn durch den richtigen Einsatz von THC, CBD oder eben Cannabis die Erkrankung gelindert wird, verschwinden die Essstörungen mit Glück wie von alleine. Zugleich geht es den Patienten besser, wenn die eigentliche Problemursache behoben wird.

THC kann leider auch kontraindiziert wirken. Patienten mit psychischen Leiden sollten sich vor einem „Selbstversuch“ gründlich bei einem kundigen Mediziner informieren. Auch dann kann die Wirkung dosisabhängig ins Positive oder Negative kippen.

Vor allem THC hat bei einigen psychischen Erkrankungen die Eigenschaft, dass wenig hilft und mehr ins Gegenteil kippt. Wer einen Stressmoment hat und noch mehr nimmt, kann seinen Zustand für den Moment erheblich verschlechtern.

Während THC bei psychischen Erkrankungen ein zweischneidiges Schwert ist, gilt CBD als sehr sicher. Eigene CBD Extrakte herstellen ist einfach und zugleich günstiger. Cannabidiol kann Psychosen, Ängste und Traumata dosisabhängig lindern.

CBD Extrakte sind teuer, selber machen ist günstiger und hilft ebenfalls bei vielen Essstörungen
Cannabidiol hilft bei Essstörungen oder Übergewicht – CBD selber machen ist billiger!

Untergewicht – mit Cannabis den Appetit anregen

THC ist der Stoff im Marihuana, der uns high macht. Wer schon einmal richtig high war, dem wird nicht entgangen sein, dass er teils schon wie im Zwangsverhalten etwas zuckerhaltiges isst. Es ist der sogenannte Fresskick. Auch geringere Dosierungen helfen bereits, damit untergewichtige Menschen mit Essstörungen wieder normaler essen und nicht mehr abnehmen. Viele kriegen erst nach dem Joint etwas in sich hinein und wären ohne Cannabis wegen ihrer Essstörungen bereits verhungert.

Es sind nicht immer psychische Erkrankungen, die in Untergewicht münden. Auch Krebspatienten, die wegen ihrer Medikamente oder Chemotherapie nicht essen können, profitieren durch Cannabis. THC hilft, um den Allgemeinzustand zu verbessern, Untergewicht zu vermeiden und die Überlebenschance zu verbessern.

Patienten müssen sich nicht direkt „in die Ecke legen“, um mit Cannabis den Appetit anzuregen. Ein paar Züge erzielen bei vielen bereits Wunder. Die Betroffenen wirken häufig noch völlig nüchtern und ansprechbar, sollten aber auch ihrem Führerschein zuliebe nicht mehr Auto fahren.

Nicht nur THC, auch CBD kann möglicherweise dem ein oder anderen Patienten mit Untergewicht helfen. Ob CBD den Appetit anregt oder möglicherweise ein psychisches Leiden lindert und damit indirekt den Appetit anregt, wäre die andere Frage.

Übergewicht – mit Cannabis abnehmen

Es ist paradox, dass der Joint uns high macht, zum Essen antreibt und einige Menschen dennoch abnehmen. Sie wiegen vor ihrem Cannabiskonsum vielleicht 120 Kilo und bei einem regelmäßigen Konsum noch 100 Kilo. Mit diesem Übergewicht käme man allein mit dem Joint im Mundwinkel aber nicht auf 80 Kilo runter. Tetrahydrocannabinol macht den „Dicken“ also nicht schlank, aber schlanker. Wer mit seinem Übergewicht gesundheitliche Probleme hat, würde intensiver profitieren, wenn er zugleich weniger Alkohol trinkt und den Tabak meidet.

Ein übergewichtiger Konsument erklärte, dass er wenig konsumiert und dann seinen Fresskick hat. Wenn er jedoch deutlich mehr THC einnimmt, würde er nicht anschließend den Kühlschrank plündern. Inwieweit der Fresskick Dosisabhängig ist, kann jedoch nicht von einer Einzelaussage auf jeden verallgemeinert werden. Das muss leider jeder für sich selber herausfinden.

Genauso ist es möglicherweise auch beim CBD, dass etwas anregend, viel aber bremsend auf den Appetit wirkt. In jedem Fall unterstützt Cannabidiol die Fettverbrennung und hilft beim Abnehmen.

Wer Cannabis raucht, kennt den Fresskick – bei Übergewicht hilft CBD beim Fett Verbrennen
Trotz Fresskick nicht dicker werden – Cannabis hilft beim Fett Verbrennen

CBD wirkt Begleiterkrankungen des Übergewichts entgegen

Wer ständig denn Kühlschrank leer räumt und zwei Waagen braucht, könnte bereits durch CBD auf vielfältige Weise profitieren.

Cannabidiol verbessert die Blutzuckerwerte und wirkt Herz- und Kreislauferkrankungen entgegen. Ohne jegliche Gewichtsreduktion profitiert der Patient bereits durch CBD, weil dieses typischen Erkrankungen entgegenwirkt, die durch Übergewicht eintreten.

Eigene CBD Extrakte herstellen ist billiger als kaufen und gelingt in der eigenen Küche.

Mit CBD Fett verbrennen

CBD wirkt wie THC nicht allein auf das Hungergefühl. Weißes Fett kann der Körper viel schlechter angreifen und verwerten. Cannabidiol hilft dabei, weiße Fettzellen in braune zu wandeln. Braunes Fett ist viel einfacher für den Körper verwertbar, doch ohne einen gesteigerten Energiebedarf verbrennt es nur langsam.

Wer an Übergewicht leidet und Fett verbrennen möchte, sollte die CBD Einnahme mit einer sportlichen Diät oder körperlicher Arbeit verbinden. CBD macht das Körperfett verwertbar, Sport wird das Fett verbrennen.

Essstörungen – Cannabis bringt einen näher zum Optimum

Während Patienten mit Untergewicht durch Cannabis essen zunehmen, würden Patienten mit Übergewicht essen und dabei noch abnehmen. Wie kann das sein?

Die Antwort ist eigentlich naheliegend: CBD wandelt weiße Fettzellen in braune um, die vom Organismus viel besser verwertet werden können. Wer wegen seiner Essstörung übergewichtig ist, hat Fettreserven, die umgewandelt werden können. Jemand mit Untergewicht hat dieses Fett eben nicht. Wird der Appetit durch den Cannabis direkt oder indirekt durch die Linderung psychischer Leiden verbessert, nimmt jemand mit Untergewicht also zu. Der Patient mit Übergewicht kann hingegen bereits beim Herumsitzen einige Pfunde abnehmen.

Cannabis bringt uns näher zum Optimum. Wer jedoch sehr mager ist, wird durch Kiffen sein Idealgewicht nicht erreichen. Jemand mit Übergewicht erreicht allein durch den Konsum von Cannabis nie sein Normalgewicht. Cannabiskonsum bringt uns jedoch aus den kritischen Bereichen heraus – genau das reicht meist bereits, um normaler und gesünder zu leben.

Mit Cannabis bei Essstörungen dem gesunden Normalgewicht eine Jointlänge näher
Cannabis bringt uns nicht zum Normalgewicht, aber wir nähern uns diesem an

Cannabis bei Essstörungen punktuell oder durchgehend einnehmen?

Damit Cannabis bei Essstörungen hilft, kommt es auch auf die richtige Einnahme an. THC kann sehr gut als Impuls direkt vor einer Mahlzeit eingenommen werden, um den Appetit anzuregen. CBD wirkt auf andere Weise. Wenn die Essstörungen auf psychische Erkrankungen zurückgehen oder die richtige Dosis gewählt wird, kann eine CBD Einnahme kurz vor dem Essen möglicherweise ebenfalls einen Impuls setzen und den Appetit anregen. Dennoch wäre eine durchgehende CBD Einnahme vermutlich deutlich effektiver.

Würde THC eine psychische Erkrankung lindern, welche die Essstörung verursacht, wäre auch hier ein durchgehender Cannabiskonsum vermutlich effektiver. Da in diesen Situationen im Normalfall kleine THC Mengen helfen oder der Patient mit seinem Leiden durch THC kaum beeinträchtigt ist, wäre er nicht den ganzen Tag wie weggetreten.

Die Gesamtsituation entscheidet, ob vor den Mahlzeiten ein kurzer Impuls oder eine durchgehende Cannabiseinnahme besser gegen die Essstörungen wirkt. Gerade bei CBD kann kaum etwas passieren, weswegen nichts gegen einen vorsichtigen Selbstversuch sprechen würde.

Zur Einnahmeform von Cannabis bei Magersucht oder Übelkeit

Wer durch Cannabis den Appetit anregen möchte, würde dazu kaum Edibles verwenden. Möglicherweise wären bereits Tropfen für die sublinguale Anwendung eine Zumutung bei Magersucht. Es bleibt das Inhalieren, deswegen muss aber nicht geraucht werden. Mit dem Vaporizer lässt sich Cannabis rauchfrei verdampfen. Ansonsten kann immer noch pur geraucht werden. Zum einen wird der schädliche Tabak gemieden, zum anderen entstehen weniger der gesundheitsschädlichen Verbrennungsgase.

Bei einigen Erkrankungen oder auch Medikamenten tritt Übelkeit auf. Auch hier können Edibles nicht zur Akutbehandlung eingesetzt werden. Wer jedoch den gestopften Vaporizer oder Purjoint dabei hat, muss sich mit Glück nicht übergeben.

Cannabis Verdampfen ist eine gesunde Konsumform zum Inhalieren – komplett rauchfrei!
Verbrennungsgase inhalieren ist ungesund – Cannabis verdampfen wäre besser!

Cannabinoide verstehen – dann einsetzen

Cannabidiol überschneidet sich in vielen Wirkweisen mit THC oder ergänzt sich mit diesem, wirkt aber teils auch entgegengesetzt. Damit kann Cannabis bei Essstörungen schon fast universell eingesetzt werden, solange jeweils die richtige Sorte und Dosierung gewählt wird. Genauso kann Cannabis auch bei vielen anderen Erkrankungen helfen, wenn es richtig eingesetzt wird.

Während CBD als sehr sicher gilt, kann THC bei falscher Anwendung kontraindiziert wirken. Eine Überdosis kann aber auch dem gesunden Konsumenten zusetzen.

Viele Cannabispatienten kauften zwischenzeitlich bereits auf dem Schwarzmarkt. Sie berichten, dass sie immer andere Sorten oder Qualitäten erhalten. Ein medizinischer Einsatz wäre mit dem erhaltenen Marihuana häufig unmöglich. Andere bauten bereits selber Cannabis an und hatten anschließend große juristische Probleme. Nicht jeder konnte sich mit dem medizinischen Notstand herausreden.

Cannabis gegen Essstörungen – klappt es bei jedem?

Jeder Mensch hat sein eigenes Endocannabinoidsystem, weswegen Cannabis wirken kann. Beim gesunden Menschen ist dieses Endocannabinoidsystem ausgeglichen. Bei vielen Krankheiten ist dieses körpereigene Cannabinoidsystem nicht im Gleichgewicht. Oder es würde mit einem anderen Schwerpunkt einer Erkrankung besser entgegensteuern. Genau deswegen kann Cannabis auch gegen Essstörungen eingesetzt werden. Das heißt jedoch nicht, dass es automatisch bei jedem klappen muss.

Möglicherweise kann ein Patient mit Untergewicht aufgrund seiner psychischen Leiden kein THC vertragen, welches jedoch den Appetit optimal anregt. Das vermutlich größere Problem ließe sich jedoch lösen: Wenn jedes Endocannabinoidsystem etwas anders ist, muss auch jeder Patient seine optimale Dosis finden. Wenn dem einen 50 mg CBD am Tag bereits helfen, kann das beim anderen für einen nennenswerten Effekt deutlich zu wenig sein.

Es ist noch komplizierter: Im Cannabis sind weit mehr Cannabinoide oder Wirkstoffe, als THC und CBD enthalten. Die einen profitieren nur durch einen speziellen Wirkstoff-Schwerpunkt optimal, andere sind flexibler.

Erfahrene Patienten erklären, dass es für jeden eine optimale Cannabissorte gibt, die man nur finden muss. Oder aber die eine Cannabissorte wird über Tag, die andere am Abend verwendet. Da sich eine tödliche Überdosis im praktischen Alltag nicht erreichen lässt und man vorsichtig anfängt, zahlt sich ein vorsichtiges Herantasten häufig aus.

Edibles mit CBD aus dem Handel – erhältlich, aber für viele noch zu teuer
Fertige Edibles mit CBD haben ihren Preis und wenig Wirkstoff – derzeit

THC, CBD und weitere Cannabinoide

Bereits angedeutet wurde, dass viele Cannabinoide für die effektive medizinische Verwendung noch grundlegend erforscht werden müssen. Wenn die Cannabispflanze auf einen hohen THC- oder CBD-Gehalt gezüchtet werden kann, wäre es naheliegend, dass das auch mit anderen Cannabinoiden geht. Erste vielversprechende Züchtungen gibt es bereits.

Wahrscheinlich gibt es weitere Cannabinoide, die nützliche Eigenschaften auf unser Essverhalten, unseren Stoffwechsel und unsere Psyche haben. Cannabis bei Essstörungen oder Erkrankungen kann also noch interessanter werden, als er das schon ist, wenn er noch gezielter eingesetzt wird. Aber auch beim THC oder CBD verstehen wir vieles noch nicht und können dennoch bereits sehr sicher damit umgehen.

Fakt ist, dass viele Patienten THC und CBD zuerst als Reinstoffe erhielten, mit der medizinischen Wirkung jedoch unzufrieden sind. Sie erklären, dass richtige Cannabisblüten oder eben ein Vollauszug aus diesen viel besser wirkt. Es muss nur die richtige Cannabissorte gewählt werden, dann wirken alle Inhaltsstoffe in einer heilsamen Synergie.

Genauso kann es bei Cannabis gegen Essstörungen sein, dass die Reinstoffe ungenügend oder weniger gut wirken. Neben dutzenden Cannabinoiden sind im Cannabis Terpene, Terpenoide, Flavonoide und weitere Stoffe enthalten, die auf die medizinische Wirkung einen kleinen oder auch großen Einfluss nehmen. Letztendlich bleibt es jedem überlassen, es zu probieren und zu experimentieren.

Weiterführende Information

Zur Umwandlung weißer Fettzellen durch CBD für englischsprachige Leser:

Role of Cannabinoids in Obesity

Der Beitrag THC und CBD – Cannabis bei Essstörungen erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>
https://hanftube.de/thc-und-cbd-cannabis-bei-essstoerungen/feed/ 0 2371
Freiheitskampf ums Kraut – 10 Jahre Hanftube https://hanftube.de/freiheitskampf-ums-kraut-10-jahre-hanftube/ https://hanftube.de/freiheitskampf-ums-kraut-10-jahre-hanftube/#respond Fri, 10 Jan 2020 14:01:51 +0000 https://hanftube.de/?p=2083 Zehn Jahre Aktivismus und redaktionelle Arbeit im Freiheitskampf ums Kraut – wieso Hanftube, was treibt einen Stigmatisierten in die Öffentlichkeit?

Der Beitrag Freiheitskampf ums Kraut – 10 Jahre Hanftube erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>

Mit dem Stigma in die Öffentlichkeit – die Motivation zum Aktivistenleben

Wir müssen unbedingt Cannabis legalisieren und jetzt könnte es endlich klappen, die Zeit ist reif, wie sich in Nordamerika zeigt. Viele kämpfen schon Jahre oder Jahrzehnte auf ihre Weise in der Öffentlichkeit und wollen das Stigma beenden. Doch was machen Legalize Aktivisten eigentlich – wie sieht ihr Leben aus, was ist ihre Motivation? Über zehn Jahre Erfahrungs- und Beobachtungswerte liegen hier im Freiheitskampf ums Kraut zugrunde, viele Interviewpartner kämen in Betracht. Warum nicht einfach aus eigener Sicht an das Thema herangehen?

Die Legalize Szene ist durchwachsen, es kommen ganz unterschiedliche und leider auch schwierige Leute zusammen, von denen wohl keiner perfekt ist. Den perfekten Menschen gibt es ohnehin nicht. Wenn ich das Arbeiten und Leben im Freiheitskampf ums Kraut nun anhand meines eigenen Werdeganges schildere, gilt das nicht für alle, ist aber doch repräsentativ. Viele erlebten oder erleben es ähnlich. Es sind häufig Patienten mit gesundheitlichen Einschränkungen, Aussteiger, durch Stigma sowie Repression verunglückte und ähnliche Fälle. Viele konnten nicht mit Beruf und Familie starten oder kamen irgendwann wegen Repression und Stigma nicht weiter. Aktive Legalize Aktivisten müssen immerhin einiges an Zeit mitbringen, um neben der Vernetzungsarbeit auch noch Zeit für den eigentlichen Freiheitskampf ums Kraut zu finden.

Zum Kernartikel: Leben und Arbeit eines Legalize Aktivisten

Vorwort: Wer auf sein Image achtet, verfällt schnell in Schönmalerei und versteckt sich und sein Dilemma hinter der Fassade. Symptome werden kaschiert, Ursachen nicht angegangen. Ich lasse häufig so einiges weg, bin zu solch einer Schönmalerei stilistisch jedoch nicht imstande. Ich versuche immer, mich möglichst friedlich und gesittet zu verhalten, möchte jedoch die Ursachen unserer Probleme erkennen und bekämpfen.

Deswegen nun hier mein Werdegang, meine Beweggründe, meine Etappen, meine Gedanken und meine Motivation zum zehnjährigen Hanftube Jubiläum – ich ging und gehe trotz Stigma in die Öffentlichkeit:

Das Projekt Hanftube wird 10 – das Jubiläums-Video mit bisherigen Abschnitten und Eindrücken!

Die Zeitmarken:

01:56 Jubiläums-Thema: Was macht ein Legalize Aktivist?
05:11 meine Ausgangssituation
09:38 volljährig mit Handicap
11:06 2008 – was mache ich jetzt?
13:17 Als Aktivist nach Berlin?
15:22 politox verdrogte Kreise
18:09 Reaktivierung von Hanftube
21:14 gesundheitlich eingeschränkt
25:17 Zukunftsplanung
27:06 bisheriger Rückblick
28:14 aus der Not heraus – die ehrlichen Aktivisten
30:28 Viele unserer „Überflieger“ verstehen das Problem nicht!
32:03 die Frage der Legalisierungsform
34:10 persönliche Lebenserfahrungen
37:44 Frieden und Freiheit
39:52 Randgedanken zur aktuellen Entwicklung
44:53 Warum erkläre ich denen das nicht?
45:56 weswegen ich in diesen Kreisen bleibe
47:38 Sind wir am Gewinnen?
48:06 Jubiläum – eigentlich ein schönes Ereignis!(?)
53:00 wie Kühe Löcher in die Luft glotzen
55:34 im eigenen Wirkungsradius mal das Maul aufmachen

Das Skript zum Jubiläums-Video

Das Projekt Hanftube

01:55 – der YouTube Account Hanftube entstand im Dezember 2008, das erste Video ging Januar 2010 online, nach Oktober 2012 folgte eine Pause bis eigentlich zum Sommer 2018
– die ersten Jahre gab es bereits die Website unter verschiedenen Endungen
– bereits ab der dritten Ausgabe mit der Januarausgabe 2010 schreibe ich für das deutsche Soft Secrets, im November 2019 waren zehn Jahre voll
– damit wird es gleich zum mehrfachen Jubiläum im Freiheitskrampf ums Kraut!

Meine Ausgangssituation

05:11 – in abgelegener Wohnlage war ich bereits als Kind viel für mich alleine
– viele oberflächliche Kontakte sagen mir nicht zu, sondern gute Bekanntschaften
– meine Eltern trennten sich glücklicherweise, ich durchlebte mehrere Schulwechsel, lebte und lebe jedoch immer in oder nahe von Münster und brach zwischenzeitlich den Kontakt zu meinen Eltern ab
– sportlich war ich nie und viele Aktivitäten waren für mich anstrengender
– ich war und bin deswegen nie Freizeit- und Partyaktiv, sondern eher Lichtscheu
– wenn es irgendwo zu laut oder hektisch wird, bleibe ich aufgrund meiner Akustik und als einer, der nichts konsumiert, eh nur alleine stehen
– bin ich nicht innerhalb meiner Tageszeiten, schlafe ich mit Pech die ganze Nacht nicht und leide am Folgetag elendig
– anstrengende oder beratungsresistente Leute meide ich und mache lieber alles für mich alleine
– ich habe im Leben viel versucht, immer wieder etwas aufgebaut und wegen dieser gewissen Leute vieles für immer aufgeben müssen
– ich kann gut für mich arbeiten, obwohl ich als arbeitsunfähig gelte

Volljährig mit Handicap

09:38 – in Schulzeiten war ich irgendwie schon ausgebrannt und lernte die „richtigen Leute“ kennen
– aufgrund genetischer Veranlagung bin ich praktisch ab Volljährigkeit gesundheitlich eingeschränkt
– damit fallen mir Aktivitäten noch schwerer und ich komme am Arbeitsmarkt unmöglich unter
– ich bin mit gärtnerischer Aktivität aufgefallen, die Akten sind inzwischen wieder sauber
– ich wollte das so nicht stehen lassen, da ich niemandem was tat und die Repression mein einstiges Leben zerstörte und auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis niemandem half
– wer sich aus Bequemlichkeit alles gefallen lässt, kann sich auch gleich mal gernhaben lassen
– damit informierte ich mich ab 2008 über den War on Drugs – und bin mit dem Thema teils bereits übersättigt
– bereits in diesen Zeiten startete mein Freiheitskampf ums Kraut trotz Stigma bereits in der Öffentlichkeit!

10 Jahre Hanftube & 10 Jahre Soft Secrets – das persönliche Doppeljubiläum
Nicht nur 10 Jahre Hanftube, sondern auch 10 Jahre beim Soft Secrets!

2008 – was mache ich jetzt?

11:06 – in Münster gab und gibt es im Legalize Thema nicht wirklich sinnvoll arbeitende Basisaktivisten
– ab bereits 2008 habe ich an einer neuen Existenzgrundlage gearbeitet
– bald hatte ich im Freiheitskampf ums Kraut überall Freunde und Bekannte, in Münster aber nicht viele
13:17 – ich zog glücklicherweise nicht nach Berlin, da ich dort ebenfalls aus der Bude nicht rausgekommen wäre und es sich dort immer durchwachsener gestaltet
– als ich soweit war, habe ich mich 2013 selbstständig gemacht und war ab Sommer 2014 mehr oder weniger durchgehend überarbeitet
– ich sah mich nie als Vollzeit-Aktivist und wollte es auch nicht werden
– mit meiner Existenz möchte ich nicht von der Legalize-Szene oder Cannabis-Unternehmen abhängen

Politox verdrogte Kreise

15:22 – ich kenne politox verdrogte Kreise mit dem teils nicht unberechtigtem Stigma seit meiner Jugend
– Kennt ihr den unumkehrbaren Punkt, an dem alles um euch herum rot wird bis auf den Tunnel vor einem, es alles der Reihe nach abläuft und ihr am nächsten Tag kein schlechtes Gewissen habt? Viele in meinem Umfeld kennen diesen Punkt sehr gut!
– ich knüpfe nicht gerne an schwierige Zeiten oder Personen an und lasse das Untergegangene gerne hinter mir, um unbelasteter fortzufahren

Reaktivierung von Hanftube

18:09 – die Erfahrung zeigt, dass die Dinge gelingen, die ich für mich alleine mache, da ich die Kontrolle behalte
– dennoch verwickelte ich mich leider in Vereinsarbeit und redaktioneller Aufbauarbeit beim Hanf Magazin
– es gibt immer schwierige und undankbare Leute, die Rücksichtnahme nicht nötig haben und aus Prinzip im Recht sein müssen, selbst wenn die vorgegebene Zielsetzung bereits ins Gegenteil schlägt
– ich kann mir vielleicht nicht aussuchen, mit wem ich arbeite, aber immerhin mit wem eben nicht – ihr im Übrigen auch!
– deswegen trennte ich mich von allem und reaktivierte mein Hanftube im Sommer 2018
– ich wollte mir meine Themen und die Öffentlichkeit nicht nehmen lassen und zugleich unzensiert schreiben

Hanftube startet erneut durch – still alive Video auf YouTube

Gesundheitlich eingeschränkt

Ich rufe immer wieder dazu auf, wenigstens unterstützenswerte Veranstaltungen anderer Legalize Aktivisten zu besuchen, um unseren Anliegen mehr Gewicht zu geben, bin selber aber kaum noch zu sehen – wieso?

21:14 – meine gesundheitliche Einschränkung ist mal so, mal anders, doch vieles kenne ich schon lange
– Kennt ihr das Gefühl, dass ihr immer wieder, bereits mit dem Aufstehen anhaltende Schmerzen habt, die eigentlich nicht einmal euer Problem sind und ihr sie schon wieder vergesst?
– möglicherweise ab 2016 bildete sich eine Kreislaufschwäche aus, diese verschlimmerte sich soweit, dass ich zwischenzeitlich nicht mehr reisetauglich war
– jeder Hausarzt erklärt, dass ich kerngesund bin, das Gefühl ist nicht angenehm, jederzeit aus dem Stand umkippen zu können
– aufgrund gewisser Entwicklungen möchte ich mich ohnehin etwas aus dieser undankbaren Legalize Öffentlichkeit zurückziehen und bin mit der Frage nicht alleine, welche der Veranstaltungen und Veranstalter denn noch unterstützenswert sind oder unser Stigma untermauern
– weiterhin braucht meine 12-jährige Katze Dgani neuerdings alle 12 Stunden ihre Tablette wegen Schilddrüsenüberfunktion
– damit mache ich beim Soft Secrets und auch beim Hanftube weiter, halte mich aber vermutlich auch künftig überall aus gutem Grund raus, ich sehe viele Fehlentwicklungen im Freiheitskampf ums Kraut!

Zukunftsplanung

25:17 – ich möchte weiterhin nicht von den versumpften Legalize- und Unternehmerkreisen abhängig sein, sondern mit meiner Kernexistenz in ganz anderen Bereichen mein Geld verdienen
– wir haben in den Legalize-Kreisen mit Patienten und Repressionsopfern viele schwierige Personen mit angeblichen Sonderrechten
– in anderen Kreisen mit normalbürgerlichen Leuten gelingt die zielstrebige Zusammenarbeit definitiv besser, womit ich mein siebentes volles Jahr als Freiberufler verzeichne und dabei nicht auf Pump lebe
– das sehen vermutlich auch viele andere Leute aus diesen Kreisen so, die ihr Leben im Griff behalten wollen und deswegen eine gewisse Distanz suchen
– genau deswegen ist der Anteil schwieriger Leute in diesen Legalize-Kreisen mit Patienten und Repressionsopfern wohl noch höher und bestätigt vielen das Stigma

Beim Freiheitskampf ums Kraut im Regen stehen? Es folgt Sonnenschein!
Nach dem Regen folgt Sonnenschein – auch im Freiheitskampf!

Bisheriger Rückblick zum Freiheitskampf ums Kraut

27:06 – sicherlich wollen mit der anklopfenden Legalisierung viele Leute noch schnell auf den Siegerzug aufspringen
– als ich dazu kam, war es noch ein stigmatisiertes Schmuddelthema und nur Überzeugungstäter zeigten sich in der Öffentlichkeit
– da immer schon viele Leute in Erscheinung traten, denen das Thema nach kurzer Zeit langweilig wurde oder sie enttäuscht wieder gingen, wurde ich wohl zuerst von vielen nicht für vollwertig angenommen – das sind aber meist Leute, mit denen ich ohnehin ungerne meine Zeit verbringe
28:14 – in diesen zehn Jahren im Freiheitskampf ums Kraut lernte ich viele ehrliche und sinnvoll arbeitende Aktivisten kennen, die ich noch heute schätze, gerne wieder sehe und denen ich nur Gutes wünsche
– doch kontraproduktive sowie schwierige Personen erschweren alles, sowie meine gesundheitliche Einschränkung hinzukommt
– selbst bei weniger anstrengenden Aktionen oder Veranstaltungen habe ich meine ToDo im Hinterkopf, bin wie im ablaufenden Film und übersehe einiges – das kommt mir über Nacht in den Sinn
– bin ich ersteinmal auf den Veranstaltungen angekommen und habe meine wertvollen Kontakte getroffen, hat es sich irgendwie immer gelohnt
– aufgrund der Entwicklungen muss ich jedoch realistisch denkend ersteinmal von anstrengenden Aktionen Abstand nehmen
30:28 – außerdem hat ein ganzer Teil unserer „Trittbrettfahrer“ nicht einmal begriffen, dass es weniger um Steuern, Arbeitsplätze, Rohstoffpflanzen und Gesundheitsschutz geht – es ist der Freiheitskampf ums Kraut – wir wollen in Freiheit ohne Stigma leben und für uns selbstbestimmt entscheiden!
– es bleibt zu befürchten, dass das, was andere bereits erlebten, sich wiederholt – die Leute sehen nur sich selber, sind zu gierig und machen es damit allen anderen kaputt
– miteinander oder nebeneinander am selben Thema aufbauen ist produktiver, als einander nichts zu gönnen und zu sabotieren – doch solche Leute auszubremsen ist wiederum zielführend
32:03 – das Geschehen bleibt abzuwarten, viele Fehlentwicklungen zeichnen sich ab

Noch einige persönliche Lebenserfahrungen:

34:10 – viele Freunde hatte ich solange, wie diese in irgendeiner Weise durch meinen Kontakt profitierten, anschließend war ich wohl doch nicht so wichtig
– teils entscheiden sich „Freunde“ oder Bekannte „zum Dank für alles“ irgendwann gegen mich, da sie Rücksichtnahme nicht nötig haben
– meine Beobachtung zeigt, dass Leute, die sich für mich entscheiden und damit auch meine Entscheidungen respektierten, durch mich keinen Schaden erleiden
– wer mir gegenüber jedoch mit asozialen Verhaltensmustern glänzt, macht das auch bei anderen und nimmt zwangsläufig an sich selber Schaden
– möglicherweise nehmen einige auch aneinander Schaden, ohne, dass es etwas mit mir zu tun hat
– doch mit den Schäden bleiben mit Pech wieder mal wir alle zurück

Video-Analyse zum Cannabis Aktivistenproblem mit Lösungsansatz

Leben in Frieden und Freiheit

37:44 – Gerne respektiere ich andere Personen, auch wenn ich mich im Guten von ihnen trennen muss. Ich möchte anderen nicht meinen Willen aufzwängen und will mich nicht solchen Verhaltensweisen beugen müssen.
– Wenn ich aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder des menschlichen Verstands vieles nicht kann oder will, möchte ich nicht dazu genötigt werden und nehme im Gegenzug auch auf andere Rücksicht.
– Habe ich aus meiner Perspektive untragbare Sachen mitzumachen, um mit Leuten in Kontakt zu bleiben, können es auch attraktive Frauen sein – ich werde schon genug veralbert, finde es unerträglich und mache das nicht mit!
– Gerne will ich meine Umwelt in Frieden leben lassen, solange sie mir meinen Frieden lässt, sonst kann ich sehr nachtragend sein.
– Ich bin es zudem gewohnt, für mich alleine zu leben und brauche nicht viele Menschen um mich herum. Ich muss also nicht kuschen, um mit Leuten den Kontakt zu erhalten, angenehmer ist dann der Kontaktabbruch.
– Von Natur bin ich ein freiheitsliebender und freiheitsrespektierender Mensch – und stehe damit immer wieder alleine da, weil mein Wesenszug anscheinend in der westlichen Wertegemeinschaft der freien Welt nicht respektiert wird.

Einige Randgedanken zum Freiheitskampf trotz Stigma

39:52 – viele sind seit Jahrzehnten im Thema, ich habe immerhin zehn Jahre Erfahrungen gesammelt
– Aktivismus ist keine leichte Aufgabe, da es viel Arbeit macht und einem Undank sicher ist
– ich möchte für Privatzwecke anbauen, verarbeiten, besitzen und konsumieren dürfen, ich wünsche die realistische Möglichkeit, mich in diesem Segment als kleiner Mittelständler behaupten zu können
– andere wollen als Aktivisten ihr Pöstchen sichern, groß rauskommen und würden uns dafür glatt verkaufen – die meisten werden wohl kläglich scheitern und wir nehmen daran Schaden
– wer das große Geld hat, kann auf den regulären Arbeitsmarkt zugreifen und ist auf solch kontraproduktive Kreise kaum angewiesen
– in der Legalize-Szene sind eher beeinträchtigte Patienten, im Drogenkrieg Verunfallte oder Leute anzutreffen, die ihre Hobbys trotz Stigma zum Einkommen machen
– das eigentliche Geschäft machen doch hinterher diejenigen, die bereits am Verbot kassierten – die aalglatten Anzugträger und vermögenden Aktionäre
– wenn ich als Legalize Aktivist buckle, erhalte ich als Dank allerhöchstens einen Tritt und keine Anschlusskarriere
– so wird es doch den allermeisten anderen ergehen, da wir bei dieser Finanz-Gesellschaft nicht mithalten oder nicht akzeptiert werden
– wer in Hoffnung auf ein Pöstchen diesen Kreisen zuarbeiten will, macht sich lächerlich – nur mit der Legalisierung für uns alle können wir alle gewinnen!
– ich suche mir meine Nische und habe meine Existenz unabhängig zum undankbaren Freiheitskampf ums Kraut

Weswegen ich in diesen Kreisen bleibe

45:56 – es gibt immer viele Leute, mit denen ich nicht reden, denen ich nichts erklären kann, da sie nicht verstehen wollen oder können, da sie meinen Lebensweg nicht kennen
– gerade die kleine heile kleinbürgerliche Welt mit ihren einfachen Lebensweisheiten widert mich auf Dauer an und wird unerträglich
– meine karrierebremsenden Freunde werde ich deswegen auch weiterhin im linksverdrogten Umfeld finden, da diese Leute es bereits kennen und verstehen, ohne dass ich was erklären muss

Weitere Zeitmarken:
44:53 Warum erkläre ich denen das nicht?
47:38 Sind wir am Gewinnen?
48:06 Jubiläum – eigentlich ein schönes Ereignis!(?)
53:00 wie Kühe Löcher in die Luft glotzen
55:34 im eigenen Wirkungsradius mal das Maul aufmachen

Wir wollen im Freiheitskampf ums Kraut die Reefer Madness der Justitia für immer loswerden!
Vor dem Freiheitskampf ums Kraut kam erst noch Justitia mit Reefer Madness

Freiheitskampf ums Kraut – sind wir am Gewinnen?

Ich mache also trotz Stigma in der Öffentlichkeit weiter, nur, dass ich in eine weitere Entwicklungsphase eingetreten bin. Die Legalisierung wird nun wohl wirklich innerhalb von Jahren auch nach Deutschland kommen, aber vermutlich etwas anders, als die meisten es sich wünschen. Für die Medien als gut durchdachte und sinnvolle Lösungen verkauft bleiben wir hinter dem Vorhang wohl auch weiterhin die Verladenen. Das haben wir dann möglicherweise auch einigen aus unseren „eigenen“ Kreisen zu verdanken, die wir im Freiheitskampf ums Kraut oder eben deren Pöstchen in der Öffentlichkeit nicht bremsen konnten?

Genau das denken sich viele, womit die Euphorie in der heißen Legalize-Phase übersichtlich bleibt. Wir sind es seit Jahren gewohnt, doch nur verkauft und verladen zu werden. Deswegen bin ich mit meinen durchwachsenen Eindrücken und Ansichten für viele, aber sicherlich nicht für alle repräsentativ.

Mir geht es vordergründig nicht um nachwachsende Rohstoffe, bessere Gesundheitsfürsorge, Steuergelder oder Arbeitsplätze. Das sind gute und sinnvolle Argumente für alle, die das eigentliche Problem nicht verstehen können. Mir geht es zuallererst um Freiheitsrechte zu denen gehört, dass ich nicht theoretisch, sondern realistisch umsetzbare Möglichkeiten habe. Künstlich überzogene Preise oder ein vorsätzlich unattraktives Angebot sind nicht die Legalisierung, die ich will – ich will mich mit Eigenanbau, der pro Kopf mit mehreren Kilos im Jahr geduldet wird, dem Markt entziehen können.

Zum Kernartikel: Leben und Arbeit eines Legalize Aktivisten

Ich will Freiheitsrechte für erwachsene Menschen, selbst wenn diese durch ihre freie Entscheidung möglicherweise Schaden nehmen. Wer nicht verstanden hat, dass es bei der Legalisierung um einen Freiheitskampf geht, hat noch gar nichts verstanden!

Der Beitrag Freiheitskampf ums Kraut – 10 Jahre Hanftube erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>
https://hanftube.de/freiheitskampf-ums-kraut-10-jahre-hanftube/feed/ 0 2083
Leben und Arbeit eines Legalize Aktivisten https://hanftube.de/leben-und-arbeit-eines-legalize-aktivisten/ https://hanftube.de/leben-und-arbeit-eines-legalize-aktivisten/#respond Mon, 06 Jan 2020 14:37:34 +0000 https://hanftube.de/?p=2082 Die Legalisierung von Cannabis als Medikament, Genussmittel und Rohstoffpflanze wird zum großen Thema – doch was machen und wie leben Legalize Aktivisten?

Der Beitrag Leben und Arbeit eines Legalize Aktivisten erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>

Unbezahlt und mühselig, dass Ehrenamt kennt keinen Dank

Hanftube feiert sein zehnjähriges Jubiläum – doch wie sieht das Leben und die Arbeit eines Legalize Aktivisten aus? In dieser langen Zeit sind viele Kontakte und auch Freundschaften entstanden, es würde an Interviewpartnern nicht mangeln. Warum in die Ferne schweifen und nicht über die eigene Entwicklung berichten? Legalize Aktivisten arbeiten fast immer unbezahlt im Ehrenamt, durch die entstehenden Bekanntschaften ergeben sich allerdings Möglichkeiten. Nicht nur Hanftube hat sein zehnjähriges Jubiläum. Mit der Ausgabe vom November 2019 schreibe ich als Robert B. bereits zehn Jahre für das Soft Secrets. Gelegentlich hat sich weitere bezahlte Arbeit ergeben. Auch das ist oftmals eine Form von Aktivismus und häufig sehr mühselig.

Meine Aktivität als Legalize Aktivist ging schon etwas früher los, erst einmal zur Ausgangssituation: Mein Lebensweg mag nicht für jeden so aussehen, ist jedoch schwierig und mühselig seit Kindheitstagen. Während andere viel Energie haben und früh aneinander gewöhnt waren, fiel mir vieles schwerer und ich blieb häufig außen vor. Sozusagen pünktlich mit der Volljährigkeit stellte sich nach und nach eine gesundheitliche Beeinträchtigung ein. Vieles aus dieser Zeit gehört selbst heute noch oder phasenweise wieder zu meinem Alltag. Auch wenn ich es erst viel später bescheinigt erhielt, bin ich praktisch ab dieser Zeit arbeitsunfähig, komme für mich selber jedoch gut weiter. Auf dem normalen Arbeitsmarkt würde ich aber garantiert nichts auf lange Sicht halten können oder wollen.

Aufgrund gärtnerischer Tätigkeiten wurde auch ich zum direkten Repressionsopfer. Das wollte ich so nicht stehen lassen. Nachdem das Gröbste durch war, informierte ich mich über den War on Drugs. Bereits im Dezember 2008 legte ich den YouTube Channel Hanftube an und betrieb schon in den Anfangsjahren die Website unter verschiedenen Domainendungen. Ich ging mit diesen Themen in die Öffentlichkeit, auf dem YouTube Hanftube ab Januar 2010 und bin damit Legalize Aktivist.

Das Projekt Hanftube wird 10 – das Jubiläums-Video mit bisherigen Abschnitten und Eindrücken!

Artikel mit Skript samt der Zeitmarken zum Video: Freiheitskampf ums Kraut – 10 Jahre Hanftube

Der Alltag eines Legalize Aktivisten

Was genau muss jemand machen, damit Cannabis legalisiert wird? Richtig, es weiß keiner die Antwort. Es müssen nur alle auf eine Demo gehen, eine Petition unterzeichnen und einmal die Legalize Partei wählen, dann ist Hanf legal – und wie kriegen wir „alle“ dazu?

Ich bin einiges im Leben gewohnt und hatte nie den Anspruch derjenige zu sein, der diese entscheidende Frage beantworten kann. Es ging mir nie darum, die ganz wichtige Person zu sein, die den Lichtschein in die Finsternis bringt und alle Schafe zum Ausweg führt. Und es wird diese Person gewiss nie geben aber genug, die sich dafür ausgeben.

Mit dem Input, den ich als angehender Legalize Aktivist über Internet oder Veranstaltungen erhielt, hatte ich bereits erste Ansprechpartner. Meine erste Berlinreise aus 2011 geht im Übrigen auf ein Gruppentreffen vom Soft Secrets zurück.

Obwohl es noch vor der Legalisierung in Uruguay und Colorado/USA war, gab es viele, die große Pläne hatten. Wenigstens soviele Legalize Aktivisten waren bereits ausgebrannt, abgestumpft und ausgenüchtert. Oder worauf lässt sich zurückführen, dass jetzt in dieser internationalen heißen Legalize Phase die Euphorie-Welle mit Massendemos ausbleibt?

Es sind nicht wenige kontraproduktiv wirkende Akteure, die maßgeblich dazu beitragen, uns alle in diesen Zustand hineinzubringen. Aber zum anderen Teil liegt es daran, dass wir hinter dem medialen Vorhang aus sinnvoll und gut durchdachten Lösungen die Verladenen bleiben und das Spielchen irgendwann bereits kennen.

Legalize it – das machen, was möglich ist

Wie auch andere habe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten und Fähigkeiten versucht, mich irgendwie einzubringen. Petitionen zeichnen, Kundgebungen, Demos, Treffen, Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen besuchen, über alles im Web oder auch Print berichten und einfach mitmachen. Wenn alle auf konstruktive Weise mitmachen, ist es für alle Legalize Aktivisten oder Veranstaltungsbesucher angenehmer. Genau dann werden immer mehr mitmachen und wir erreichen die kritische Masse in der Gesellschaft für die Legalisierung.

Um nichts anderes ging und geht es mir sowie anderen Legalize Aktivisten. Doch das mit dem konstruktiven Mitmachen lässt bei vielen leider zu wünschen über. Sicherlich ist keiner der Weisungsberechtigte für andere, da auch nicht alle unter einem Dach zusammenwirken. Außerdem gehen die Meinungen weit auseinander. Wenn es Legalize Aktivisten gibt, die für sich ganz anders ans Thema gehen, muss man immerhin nicht mitmachen.

Eines steht jedoch fest: Viele, aber nicht alle Wege führen zur Legalisierung, die bei uns im Lebensalltag ankommt. Andere Wege führen möglicherweise zur Konzernlegalisierung, die an uns vorbeigeht oder kommen dem Totalverbot sogar entgegen.

Überall und bei jedem angeblichen Legalize Aktivisten mitzumachen ist vielleicht nicht zielführend. Wer in seinem eigenen Wirkungsbereich mit seinen eigentlichen Zielen offensichtlich verunglückt, muss energisch entgegensteuern, kann aber oft nur alles stehen und liegen lassen. Es gibt genug Ansatzpunkte, um konstruktiv weiterzumachen.

Das YouTube Hanftube wurde eigentlich nur drei Jahre gefüttert, die Website ging irgendwann unter – um wieder konstruktiv und unzensiert zu arbeiten, wurde das Projekt im Sommer 2018 wiederbelebt. Bevor ich zusammen mit anderen dem Verbot zuarbeite, bleibe ich lieber allein und selbstbestimmt.

Interview mit Rick Simpson – Entwickler vom umstrittenen RSO zur Krebesbehandlung
Legalize Aktivisten at Work – mit Rick Simpson im Interview

Im Ehrenamt verhungern?

Sicherlich, als arbeitsunfähig geltend kann ich ohne Rentenanspruch direkt zum Sozialamt durchmarschieren und mir Wohngeld, Lebensunterhalt sowie Krankenversicherung zahlen lassen. Und auf dem Heimweg noch schnell die Mülltonnen nach ein paar Pfandflaschen durchwühlen, um sich mal die Butter auf dem Brot zu gönnen? Bon Appétit!

Schon immer gehörte ich zu denen, die sich zwanghaft mit etwas beschäftigen und es häufig übertreiben. Beispiel: Während meiner PC-Gamer-Phase habe ich vieles andere vernachlässigt, um für teils dümmlichste Games meine Zeit zu vergeuden. Doch irgendwann fehlte mir die Geduld für Gaming, Movies oder ähnlichen Freizeitvertreib.

Ich wollte nach dem Untergang meines einstigen Lebens meine Existenz erneut aus eigener Kraft bestreiten. Bereits ab 2008 suchte ich nach Möglichkeiten, unternahm verschiedene Anläufe. Als ich mir mit meinem Erfolg sehr sicher war, machte ich mich 2013 als Freiberufler selbstständig.

Seitdem lebe ich aus eigener Kraft und nicht auf Pump. Das liegt auch daran, dass ich magere Zeiten gewohnt bin und weiß, wie viel ich für mein Geld arbeite und damit teils übertrieben geizig bin.

Es wäre doch der Traum eines Legalize Aktivisten, sein sicheres Einkommen vom Staat zu haben, um den ganzen Tag am Thema zu arbeiten? Der War on Drugs, Drogenkultur und die damit verbundene Szene sind und bleiben mein Kernthema. Dieses kann einen auch sättigen, frustrieren oder einem werden die Leute zu anstrengend. Wäre ich arbeitsfähig, wäre es naheliegend und auch möglich, irgendwo in einem Szene-Unternehmen zu starten. Auch dann hätte ich mein Hanftube möglicherweise über Jahre brach liegen lassen. Aber bei dem, was ich in durchwachsenen Kreisen seit meiner Jugend an gewohnt bin, möchte ich meine Existenz nicht davon abhängig machen. Wäre es für mich irgendwann untragbar, müsste ich mich schon wieder komplett neu orientieren.

Das eigentliche Geld verdienen Legalize Aktivisten z.B. mit Infotexten zur Hühnerzucht
Wie verdienen Legalize Aktivisten ihr Geld? Mit Infotexten über die Hühnerzucht!

Legalize Aktivist und nebenbei Freiberufler?

Beim Soft Secrets muss man wenigstens nicht verhungern. Doch teils meinen Arbeit- oder Auftraggeber, dass sie so mit ihren Mitarbeitern umgehen können. Es wäre immerhin eine Auszeichnung, für sie und ihre Projekte zu arbeiten oder so ähnlich. Andere machen sich selbstständig, um mit ihren Freunden ohne Hartz IV eine Existenz zu haben. Und sicherlich gibt es auch einen ganzen Teil, der vielleicht nicht gut, aber im tragbaren Rahmen bezahlt, dann aber auch Leistung erwartet.

Nicht nur ich muss also stundenlang für den Lohn buckeln, das gilt auch für meine anderen Arbeitsbereiche. Viele erlebten es gewiss schon ähnlich, dass Vereinsarbeit zum Allerletzten werden kann. Das macht dann auf Dauer kein rational denkender Mensch mehr mit, weswegen zum Schluss nur noch unsere „Expertenklasse“ anzutreffen ist.

Es kommt mir in diesen sieben Jahren meiner Selbstständigkeit immer wieder so vor, dass ich als Legalize Aktivist nebenbei Freiberufler bin und nicht umgekehrt. Mir bleibt regelmäßig kaum noch die Zeit für irgendwas. Da bezahlte Arbeit jedoch Priorität hat, bleiben nicht nur beim Hanftube einige Vorhaben mal über ein Jahr liegen oder gehen ganz unter. Genau deswegen trägt es sich selbst in anstrengenden Legalize Jahren.

Häufig lässt es sich auch nicht klar trennen, was ich noch als Legalize Aktivist im Ehrenamt oder doch bereits als Freiberufler mache. Besuche ich Veranstaltungen, hat das immer auch einen sehr privaten Charakter, wenn ich langjährige Mitstreiter wiedersehe, von denen ich viele als Person oder wegen ihrer Arbeit sehr schätze. Doch hinterher schreibe ich häufig darüber und habe ein paar Euro verdient.

Video-Analyse zum Cannabis Aktivistenproblem mit Lösungsansatz

Das Ehrenamt kennt keinen Dank

Eigentlich jeder Legalize Aktivist hat seine Gründe, mit diesen undankbaren Themen an die Öffentlichkeit zu gehen. Viele brauchen Cannabis medizinisch, sind Repressionsopfer, Aussteiger oder deren Angehörige oder anderweitig Verbundene. Ein ganzer Teil geht noch arbeiten oder hat ähnlich gelagerte Verpflichtungen. Keiner kann einfach alles stehen und liegenlassen, jeder ist in seiner Situation gefangen. Noch einmal: Das würde doch sonst keiner auf Dauer mitmachen, der noch ansatzweise bei Verstand ist! Auch mit der Legalisierung wird ein Großteil von uns weiterhin zu den gesellschaftlichen Verlierern gehören, weil wir im Leben bereits verunglückt sind.

Es gibt sicherlich auch den Teil, der aufgrund seiner Situation arbeitsunfähig oder in Rente ist und mit seiner Zeit irgendetwas Sinnvolles in dieser Welt leisten will. Aber auch diese Personenkreise sind in ihrer Situation gefangen und können bei weitem nicht, wie sie wollen.

Eigentlich jeder, der die gesamte Problematik erkennt, handelt aus einer sehr direkten Notwendigkeit. Sicherlich gibt es auch Legalize Aktivisten, die ganz groß rauskommen wollen. Solange diese sich konstruktiv für unser aller Freiheitsrecht einsetzen, würde dem nichts entgegensprechen. Mit der Legalisierung müssten wir lediglich gute Qualität zum erschwinglichen Preis erhalten oder uns durch Eigenanbau aus der Marktfalle retten dürfen. Dann wäre es sogar begrüßenswert, wenn möglichst viele unserer glaubwürdig und konstruktiv arbeitenden Mitstreiter richtig durchstarten und sich hoffentlich weiterhin für uns entscheiden.

Doch die Realität der meisten Legalize Aktivisten lautet, dass ihr mühseliges Ehrenamt keinen Dank kennt. Auch wenn die Green Rush Phase verlockend ist, sollten alle um die Legalisierung für jeden Einzelnen kämpfen. Wer nicht groß rauskommt, ist wenigstens aus diesem finanziellen Genickbruch raus und kann sein Leben deutlich besser genießen. Wenn wir diese richtige Legalisierung mit großzügigem Eigenanbau erringen, gewinnen wir alle!

Der Beitrag Leben und Arbeit eines Legalize Aktivisten erschien zuerst auf Hanftube – Cannabis & Drogen – Szeneinfos.

]]>
https://hanftube.de/leben-und-arbeit-eines-legalize-aktivisten/feed/ 0 2082